Semester:
 
   
Modul 1: Einführung in die Medienkulturwissenschaft
 
   
Einführung in Medientheorie / Medienwissenschaft

Dozenten: Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Dr. Bernd Bösel
Termin: Mo, 10-12 Uhr c.t.
Ort: UP 1.9.102
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Vorlesung
Leistungspunkte: 1
Zielgruppe: obligatorisch für BA 1. Fachsemester
Teilnehmerbegrenzung: 90

Beschreibung:
Eine Einführung in Medientheorie(n) Was Medientheorien mit ihrem Anspruch zu definieren, was Medien denn sind, auszeichnet, ist ihr ständiger Verweis darauf, dass es DIE Medien nicht gibt. Die Medien, das Mediale, die Apparate, die Materialität, die Geschichte, die Pragmatik der Medien – all dies impliziert ein Aufklaffen, Ausfransen, ein Weiterverweisen – sodass zu Recht behauptet werden kann: die Medien sind ein unmögliches Objekt. Dieses "unmögliche Objekt" wird in der VO von verschiedenen theoretischen Positionen eingekreist, um in das Objekt "Medien" über seine breit gefächerte theoretische Vernetzung einzuführen.

Zusätzliche Informationen:
Da sich Prof. Dr. Marie-Luise Angerer an den Terminen 28.11., 05.12. und 12.12. auf einer Forschungs- und Vortragsreise befinden wird, hält Dr. Bernd Bösel in dieser Zeit die Vorlesungen, während die Übung zur Vorlesung von Naomie Gramlich geleitet wird.
 
   
Einführung in Medientheorie / Medienwissenschaft (Seminar zur Vorlesung)

Dozent: Dr. Bernd Bösel
Termin: Mo, 14-16 Uhr c.t.
Ort: UP 1.9.204
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: obligatorisch für BA 1. Fachsemester
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Die Übung dient dazu, einschlägige Texte der Medientheorie gemeinschaftlich zu lesen und zu diskutieren. Die Auswahl der Texte wird mit der Vorlesung "Medientheorie" akkordiert. Ziel ist es, neben der Vermittlung grundlegender Begriffe und Konzeptionen die Freude an der Auseinandersetzung mit Texten insgesamt zu wecken.
 
   
Klassiker der Medientheorie (Kurs A)

Dozent: M.A. Martin Schmidt
Termin: Di, 14-16 Uhr c.t.
Ort: UP 1.12.111
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: obligatorisch für BA 1. Fachsemester
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Beschreibung: Innerhalb des obligatorischen Theorieseminars werden klassische Texte zu medientheoretischen und medienhistorischen Fragestellungen gelesen.

Zusätzliche Informationen:
Bitte schreiben Sie sich in beide "Klassiker"-Seminare gleichzeitig ein, die Verteilung wird anschließend durch die jeweiligen Dozenten vorgenommen. Weiterführende Literatur: Helmes, Köster: Texte zur Medientheorie. Stuttgart, 2002. Pias et. al.: Kursbuch Medienkultur. München, 2008. Kümmel, Löffler: Medientheorie 1888-1933. Frankfurt a.M., 2002.
 
   
Klassiker der Medientheorie (Kurs B)

Dozent: M.A. Martin Schmidt
Termin: Di, 16-18 Uhr c.t.
Ort: UP 1.22.038
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: obligatorisch für BA 1. Fachsemester
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Beschreibung: Innerhalb des obligatorischen Theorieseminars werden klassische Texte zu medientheoretischen und medienhistorischen Fragestellungen gelesen.

Zusätzliche Informationen:
Bitte schreiben Sie sich in beide "Klassiker"-Seminare gleichzeitig ein, die Verteilung wird anschließend durch die jeweiligen Dozenten vorgenommen. Weiterführende Literatur: Helmes, Köster: Texte zur Medientheorie. Stuttgart, 2002. Pias et. al.: Kursbuch Medienkultur. München, 2008. Kümmel, Löffler: Medientheorie 1888-1933. Frankfurt a.M., 2002.
 
   
Techniken des Studierens

Dozenten: Judith Pietreck, Jeltje Anna Schmidt
Termin: Mi, 14-16 Uhr c.t.
Ort: UP 1.9.204
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: 1. Fachsemester
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Die Veranstaltung gibt einen Überblick über den Studiengang Europäische Medienwissenschaft sowie eine Einführung in die Techniken des Studierens. Ferner erfolgt ein knapper Überblick zum wissenschaftlichen Arbeiten und Recherchieren. Eine Vertiefung erfolgt dann im nächsten Semester mit dem Seminar 'Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens'.

Zusätzliche Informationen:
Obligatorisch für das 1. Semester BA!
 
   
Modul 2: Technische und gestalterische Grundlagen digitaler Medien
 
   
Technische und gestalterische Grundlagen digitaler Medien, Kurs B

Dozent: Torsten Schöbel M.A.
Termin: Mi, 10–13 Uhr
Ort: FHP LW139 (Mac-Labor)
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 2
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 8
Zielgruppe: ausschließlich Studierende des 1. Semesters, Pflichtveranstaltung
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Der Kurs ist ein technisch-praktischer Grundlagenkurs, der sowohl technische und konzeptuelle Grundlagen im Bereich der digitalen Medien vermittelt als auch gestalterische Grundlagen und Konzepte der digitalen Medienproduktion.

Zusätzliche Informationen:
Bitte beachten Sie, dass der Kurs ausschließlich eine Pflichtveranstaltung für BA-Erstsemester der EMW ist. Der Kurs ist obligatorisch und Voraussetzung für den Besuch der meisten weiteren Projektseminare sowie für den Zugang zum Computerlabor. Die Gruppe wird in drei Kurse geteilt. Bei der Einschreibung bitte für einen der drei Kurse (A, B oder C) entscheiden.
 
   
Technische und gestalterische Grundlagen digitaler Medien, Kurs C

Dozent: Torsten Schöbel M.A.
Termin: Do, 10–13 Uhr
Ort: FHP LW139 (Mac-Labor)
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 2
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 8
Zielgruppe: ausschließlich Studierende des 1. Semesters, Pflichtveranstaltung
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Der Kurs ist ein technisch-praktischer Grundlagenkurs, der sowohl technische und konzeptuelle Grundlagen im Bereich der digitalen Medien vermittelt als auch gestalterische Grundlagen und Konzepte der digitalen Medienproduktion.

Zusätzliche Informationen:
Bitte beachten Sie, dass der Kurs ausschließlich eine Pflichtveranstaltung für BA-Erstsemester der EMW ist. Der Kurs ist obligatorisch und Voraussetzung für den Besuch der meisten weiteren Projektseminare sowie für den Zugang zum Computerlabor. Die Gruppe wird in drei Kurse geteilt. Bei der Einschreibung bitte für einen der drei Kurse (A, B oder C) entscheiden.
 
   
Technische und gestalterische Grundlagen digitaler Medien, Kurs A

Dozent: Torsten Schöbel M.A.
Termin: Di, 10–13 Uhr
Ort: FHP LW139 (Mac-Labor)
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 2
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 8
Zielgruppe: ausschließlich Studierende des 1. Semesters, Pflichtveranstaltung
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Der Kurs ist ein technisch-praktischer Grundlagenkurs, der sowohl technische und konzeptuelle Grundlagen im Bereich der digitalen Medien vermittelt als auch gestalterische Grundlagen und Konzepte der digitalen Medienproduktion.

Zusätzliche Informationen:
Bitte beachten Sie, dass der Kurs ausschließlich eine Pflichtveranstaltung für BA-Erstsemester der EMW ist. Der Kurs ist obligatorisch und Voraussetzung für den Besuch der meisten weiteren Projektseminare sowie für den Zugang zum Computerlabor. Die Gruppe wird in drei Kurse geteilt. Bei der Einschreibung bitte für einen der drei Kurse (A, B oder C) entscheiden.
 
   
Modul 3: Medienrecht und Kulturökonomie
 
   
Geschlechterökonomie(n)

Dozent: Dr. Daniela Döring
Termin: Mi, 10-12 Uhr c.t.
Ort: UP 1.09.204
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Ökonomische Ordnungen basieren maßgeblich auf (ungleichen) Geschlechterverhältnissen. Erwerbs- versus Hausarbeit, Sorge-, Reproduktions- oder Sexarbeit werden nicht nur geschlechtsspezifisch unterschiedlich bewertet, sondern sind auch in weiteren Machtachsen wie „Klasse/Schicht“, „Race/Ethnie“, „Alter“, „Sexualität“ etc. verankert. Mehr denn je herrscht im gegenwärtigen neoliberalen Zeitalter jedoch der Mythos der (Wahl-)Freiheit, der Geschlechterneutralität und der unbedingten Machbarkeitslogik. Im Seminar gehen wir diesem Versprechen auf den Grund und führen dazu eigene kleinere Studien und Untersuchungen durch.
 
   
Plan B. Zur Theorie und Praxis von Projektarbeit

Dozent: Dr. Daniela Döring
Termin: Do, 10-14 Uhr c.t.
Ort: UP 1.22.039
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 5
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Das Projektseminar beleuchtet begriffliche und methodische Grundlagen der Medien- und Kulturarbeit. Dabei geht es nicht um die Vermittlung standardisierter Methoden, sondern um die Entwicklung von individuellen, prozessorientierten und reflexiven Arbeitsweisen. Zum einen werden Begriffe und Instrumente der Projektarbeit historisch und institutionell kontextualisiert und zum anderen elementare Bausteine, wie etwa Teamarbeit, Kreativitätstechniken, Kommunikations- und Moderationsstrategien, wissenschaftlich-künstlerisches Arbeiten, Präsentationsweisen, etc. erprobt. Im Verlauf des Seminars soll eine eigene Konzeptidee entwickelt werden.

Zusätzliche Informationen:
Es empfiehlt sich, das Einführungsseminar vor der Belegung der Projektseminare (Modul 8, 9 und 11) zu besuchen.
 
   
Das Recht des geistigen Eigentums und der Medien (mit integrierter Übung)

Dozent: Prof. Dr. Nico Heise
Termin: Di, 10-13 Uhr s.t.
Ort: FHP D 011
SWS: 3
Studiengang: BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Vorlesung
Leistungspunkte: 3
Zielgruppe: empfohlen für BA 1. Fachsemester
Teilnehmerbegrenzung: 90

Beschreibung:
Die Vorlesung behandelt die Grundzüge des Urheber-, Design-, Lizenz- und Äußerungsrechts. Dazu gehören die Fragen, welche Werke urheberrechtlich geschützt sein können (z.B. Text, Fotografie, Film, bildende Kunst, Computerprogramme), wie ein Design eingetragen werden kann, wie lange der Schutz währt, wie Rechte lizensiert werden können und welche Möglichkeiten ein Rechteinhaber hat, gegen Rechtsverletzungen vorzugehen. Ein weiteres Thema der Vorlesung sind die Bedingungen und Limitierungen der (nicht nur journalistischen) Wort- und Bildberichterstattung. Besonders relevant sind dabei die unterschiedlichen Facetten des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts (Recht am eigenen Bild, Schutz der persönlichen Ehre) einschließlich des derzeit besonders umstrittenen Rechts auf informationelle Selbstbestimmung (Datenschutz). Neben den historischen und ökonomischen Hintergründen des Medienrechts werden wir insbesondere die großen Herausforderungen diskutieren, die sich aus der Entwicklung der digitalen Medien und des Internets für dieses Rechtsgebiet ergeben. Im Rahmen eines integrierten Seminars werden wir das Gelernte anhand von praktischen Fällen trainieren.
 
   
Medienrecht in Europa

Dozent: Prof. Dr. Nico Heise
Termin: Di, 14-18 Uhr alle 14 Tage
Ort: FHP D 223
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: ab dem 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Warum kann ich die neueste britische TV-Serie nicht sofort und in der Originalversion überall in Europa sehen? Warum unterliegen französischsprachige E-Books der deutschen Buchpreisbindung? Und warum muss ich (bislang jedenfalls) Roaming-Gebühren für das Surfen im Ausland bezahlen? Die dem Medienrecht zuzuordnenden Rechtsgebiete wie etwa das Urheberrecht, das Telekommunikationsrecht oder das Datenschutzrecht unterliegen zunächst einmal der nationalen Rechtsetzung und sind grundsätzlich in ihrer Wirkung auf das Territorium des jeweiligen Nationalstaates beschränkt. Angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung des “Medienmarktes” und seines grenzüberschreitenden Charakters entwickelt sich die Tendenz, zentrale Bereiche des Medienrechts zu “europäisieren”. Wir werden uns diese Entwicklungen ansehen und ihre Auswirkungen auf die Produktion und Nutzung von Medieninhalten im Rahmen von Referaten und Diskussionen untersuchen. Zudem bietet das Seminar den Raum, sich die Strukturen und Grundlagen der Europäischen Union noch einmal zu vergegenwärtigen sowie den heutigen Zustand Europas (auch nach der Brexit-Entscheidung) und die zukünftigen Perspektiven anzusprechen.
 
   
Modul 4: Europäische Kulturgeschichte und Medienkulturgeschichte
 
   
Städtebilder. Abbildungen der Großstadt

Dozent: Dr. Susanne Müller
Termin: Mi, 12-14 Uhr c.t.
Ort: UP 1.9.204
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: alle Semester BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Damit aus einer Großstadt ein mediales Produkt werden kann, braucht es neben geeigneten Verbreitungsmedien und einem begeisterungsfähigen, solventen Publikum vor allem die Großstadt selbst. Während an der Wende zum 19. Jahrhundert die ersten kommerziellen Großstadtabbildungen große Erfolge feiern, expandieren auch die europäischen Städte. 1810 hat Paris 647 Tsd. Einwohner, im Jahr 1880 sind es bereits weit über 2 Mio. London wächst in dieser Zeitspanne von 800 Tsd. auf 3,8 Mio. Einwohner, Berlin von 182 Tsd. auf 1,8 Mio. Nicht nur Ausdehnung und Bevölkerungsdichte erhöhen sich, die Städte werden umfassend industrialisiert und mit Straßen, Schienenwegen und Bahnhöfen ausgestattet. Das sind wuchernde Objekte, die neue Lebens- und Verhaltensformen hervorbringen. Die Menschen zieht es in die Großstädte, entweder zwangsläufig – weil sie eine Arbeit suchen – oder freiwillig – aus touristischer Neugier. Gleichsam zieht es sie wieder fort, weil sie sich von den Städten vereinnahmt fühlen. In diesem Spannungsfeld, das bis in die Gegenwart reicht, untersucht das Seminar das Wechselspiel zwischen Großstadt- und Mediengeschichte. Während sich die Städte am Beginn des 19. Jahrhunderts noch gut überschauen lassen, entziehen sie sich spätestens seit der Wende zum 20. Jahrhundert zunehmend dem Blick der Menschen. Gleichsam nimmt die Anzahl der Großstadtabbildungen in diesem Zeitraum massiv zu. Es liegt auf der Hand, dass es keine Abbildung gibt, die das Abgebildete unberührt lässt – unter diesem Aspekt werden anhand von Fallbeispielen Großstadtabbildungen aus ca. zwei Jahrhunderten vorgestellt und untersucht. Die Bandreite reicht von Panoramen und Ansichtskarten über Reiseführer und Stadtpläne bis hin zu Filmen und Gemälden sowie virtuellen und utopischen Stadtentwürfen.
 
   
Im Spiegelsaal. Medien des Barock

Dozent: Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin: Mi, 10-12 Uhr c.t.
Ort: UP 1.09.206
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Im Seminar nehmen wir einen historischen Blick auf die Medien der Neuzeit ein. Welche "medialen Umgebungen" gab es in Europa zwischen ca. 1650 und 1800? In dieser Zeit wurde mit zahlreichen neuen Medien- und Zeichensystemen experimentiert, gleichzeitig entstanden neue Techniken im Automatenbau, die viele der heutigen Fragen zu Simulation vorwegnahmen. Folgende Beispiele werden wir betrachten: 1.) Bildtechniken: Weberei und Lochkarten; erster Farbdruck, Kupferstich; 2.) Notationsysteme: Blindenschrift; Kryptografie; Entschlüsselungsprojekte. 3.) Ausweitung des Auges: Laterna Magica; Mikroskopie; Camera Obscura 4.) Automatenbau: Musikautomaten; Androiden; 5.) Techniken der Inszenierung: Laterna Magica; Bühnentechnik in Theater und Kirche usw. Die genaue Betrachtung der Beispiele werden wir dabei mit Lektüren von Texten verbinden, die die Beispiele in dieser Epoche situieren lassen. Da Medien im Barock oftmals eng mit den absolutistischen Königshäusern verbunden waren, wird das Seminar deshalb auch die Gelegenheit bieten, den Ort der Universität Potsdam – gelegen an einem barocken Schloss mit Schlossgarten – mit Besuchen in die Diskussion einzubeziehen.

Zusätzliche Informationen:
Lektüre: - Friedrich Kittler: Optische Medien (2002) - Baxmann et al: Das Laokoon-Paradigma: Zeichenregime im 18. Jahrhundert (2000) - Speichern, Merken : die künstlichen Intelligenzen des Barock, Hrsg.: Rieger, Stefan, München (1997) usw.
 
   
Medium Metapher und Metapher Medium

Dozent: M.A. Martin Schmidt
Termin: Mo, 14-16 Uhr c.t.
Ort: UP 1.12.111
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Es fällt geradezu schwer, über Medien zu sprechen, ohne Metaphern zur Hilfe zu nehmen. Wir surfen im World Wide Web, nutzen die Cloud als zentrale Datenablage, schauen einen Film im Stream und abonnieren einen Youtube-Kanal. Die Liste der Beispiele ließe sich fast beliebig weiterführen. Auch medientheoretische Arbeiten kommen nicht ohne die Metapher aus. Henry Fox Talbot beschreibt den Fotoapparat als Stift der Natur, Siegried Kracauer konstatiert als Ergebnis der Fotografie eine Bilderflut und McLuhans Understanding Media wird mit 'Die magischen Kanäle' übersetzt. Das Seminar geht dem Phänomen der medialen Metapher in Alltagssprache und medientheoretischen Reflexionen nach. Neben der Lektüre zentraler Texte der Metapherntheorie steht die Material- und Quellenarbeit im Mittelpunkt. Ziel des Seminars ist es, gemeinsam einen kleinen Katalog zu erstellen, der eine Auswahl zentraler Metaphern beschreibt, historisch zurückverfolgt und ihre jeweiligen Rollen innerhalb einschlägiger Medientheorien aufzeigt. Die Ergebnisse dieser Arbeit mit konkreten Beispielen soll unter anderem die Möglichkeit eröffnen, über den Status der Metapher für die Medientheorie zu reflektieren. Nicht zuletzt geht es dabei um die im Titel angelegte Frage, inwiefern Metaphern selbst als Medien verstanden werden können.

Zusätzliche Informationen:
Vorausgesetzt wird die Bereitschaft, englischsprachige Texte zu lesen. Für den erfolgreichen Abschluss ist neben Anwesenheit und aktiver Teilnahme ein Textbeitrag zum Metaphern-Katalog zu leisten.
 
   
Europäische Kulturgeschichte

Dozent: Prof. Dr. Heiko Christians
Termin: Mo, 16-18 Uhr c.t.
Ort: UP 1.9.102
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Vorlesung
Leistungspunkte: 3
Zielgruppe: 1. Fachsemester
Teilnehmerbegrenzung: 90

Beschreibung:
Die Vorlesung führt in die Europäische Kulturgeschichte ein. Im Vordergrund stehen Fragen der technischen, politischen und künstlerischen Infrastrukturen. Zunächst wird das politische Projekt 'Europa' in der Gegenwart und seine Geschichte erläutert. Es folgen methodische Anmerkungen zur 'Infrastrukturgeschichte' und zum 'kulturellen Feld'. Dann werden systematisch und chronologisch Orte und Städte vorgestellt, die als Ausgangspunkt europaweit wirksamer Innovationen anzusehen sind. Das betrifft die Bereiche Politik, Verkehr, Kunst oder Religion. So ergibt sich - beginnend mit den klassischen Orten Athen (Demokratie) und Rom (Imperium) - eine Karte aus unterschiedlichen, aber aufeinander folgenden 'kulturellen Feldern' und zeitlich begrenzten Einflussgebieten.

Zusätzliche Informationen:
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nicht verpflichtend, verpflichtend ist nur die Teilnahme an der Klausur für den Erwerb eines Scheins. Wer die Vorlesung hören und regelmäßig an ihr teilnehmen möchte, ist angehalten ohne elektronische Geräte jeglicher Art zu erscheinen. Der Gebrauch von Laptops, Tablets oder Smartphones in der Veranstaltung ist nicht zulässig. Am Ende wird von der Vorlesung eine Audio-Aufnahme bereitgestellt, so dass man nachhören kann. Handschriftliche Notizen mit 'Block und Bleistift' sind erwünscht und sinnvoll. Das hat folgenden Grund: Ich möchte wieder mit interessierten Studierenden ins Gespräch kommen. Wer lieber andere Dinge tut, anschaut, liest, betrachtet oder bespricht, kann das besser woanders tun als in einem Hörsaal oder Seminarraum, wo ich ständig dazwischenrede. Wenn Sie unregelmäßig kommen, stört mich das überhaupt nicht. Aber wenn Sie kommen, dann kommen Sie, um unter den hier definierten Bedingungen mit mir zu arbeiten. Ich verspreche mir davon eine andere Universität als die, die ich mir seit vielen Semestern antue und die den Namen kaum mehr verdient hat. Auch wenn ich es mit wenigen versuche, so versuche ich doch - in Absprache mit den Kolleginnen und Kollegen des Studiengangs und mit dem Dekan Prof. Thomas Brechenmacher - in meinen Veranstaltungen jetzt einen anderen Weg zu gehen. Ich bin gespannt, wohin er uns führen wird.
 
   
Europäische Kulturgeschichte (Seminar zur Vorlesung)

Dozent: Prof. Dr. Heiko Christians
Termin: Do, 14-16 Uhr c.t.
Ort: UP 1.12.005
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: 1. Fachsemester
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Die Veranstaltung vertieft spezifische Inhalte der Pflicht-Vorlesung Europäische Kulturgeschichte anhand gemeinsamer Textlektüren und Diskussionsrunden zu den verschiedenen Vorlesungsinhalten. Auch für diese Veranstaltung ist die Teilnahme nicht verpflichtend. Gegen Ende der Veranstaltung wird ein Essay zu den Inhalten der besprochenen Texte abzugeben sein. Für die Teilnahme gelten dieselben Bedingungen wie für die Vorlesung: Die Nutzung jeglicher elektronischer Geräte ist nicht erlaubt. Notizen mit Stift und Papier sind dagegen erwünscht und sinnvoll.
 
   
Modul 5: Medienkunst
 
   
Bilder der Welt und Fragen der Kritik. Zu Harun Farocki

Dozent: Prof. Dr. Jan Distelmeyer
Termin: Do, 18-21 Uhr alle 14 Tage, Beginn: 27.10.
Ort: FHP D 011 + ZeM
SWS: 2
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 5
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: alle Semester BA/MA EMW; KuWi; FB Design
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Von 1967 bis 2014 hat sich Harun Farocki in über 120 Filmen, Kino-, Fernseharbeiten und Installationen mit Bildern befasst – sie gesucht, befragt, beschrieben, kontextualisiert, angefertigt, wiederholt, historisiert, vertont und mit ihnen Weiteres angefangen, was einer sehr eigenen und so oft in Zusammenarbeit mit anderen entwickelten Neugier folgte. In diesem Sinne war seine Arbeit, die Helmut Färber und Christa Blümlinger als die eines Ethnographen und Archäologen seiner Gegenwart beschrieben haben, eine Kritik der Bilder. Weil sie immer schon, so ein Teil eines seiner Filmtitel, Bilder "der Welt" waren, ging es dabei um nicht weniger als eben deren Erschließung und Kritik. In dieser Verschiebung des traditionellen "Donnerstagskino"-Formats steht das reiche audiovisuelle Werk Harun Farockis im Zentrum von Vorführungen, Vorträgen und Diskussionen. Dabei geht es auch darum, was mit den Fragen, Methoden und Themen Farockis, der 2014 im Alter von 70 Jahren überraschend verstarb, heute anzufangen sein könnte.

Zusätzliche Informationen:
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschafte – ZeM und dem Filmmuseum Potsdam statt und ist geöffnet für alle Studiengänge des Fachbereichs Design an der FHP sowie für den BA Kulturwissenschaft der UP.
 
   
Dramaturgie als ästhetische Disziplin

Dozenten: Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Christine Lang
Termin: Fr, 14-18 Uhr c.t. alle 14 Tage
Ort: UP 01.08.064
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: ab dem 3. Fachsemester
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Das Seminar wird von Frau Christine Lang geleitet. Frau Lang wird Grundlagen der Filmdramaturgie vermitteln und in die dramaturgische Analyse einführen. Die meisten eher auf eine 'erfolgreiche' Anwendbarkeit orientierten Drehbuchratgeber beziehen sich ausschließlich auf die explizite Dramaturgie, also auf die Strukturen des Handlungsgeschehens einer Geschichte. Sie berücksichtigen kaum die sich über die filmästhetischen Gestaltungsmittel vermittelnde 'implizite Dramaturgie', die in die einzelnen Elemente hineinwirkt, und die zur Gesamtwirkung und Bedeutung eines Werks wesentlich beiträgt. Das Seminar liefert einen Überblick sowohl über die diversen Strukturmodelle aus der Narratologie als auch über die verschiedenen Modelle der Drehbuchratgeberkultur.
 
   
Optische Maschinen. Technologie und Bild im Experimentalfilm und zeitgenössischen Video

Dozent: Maria Morata
Termin: Mi, 13-18 Uhr; Blockseminar 2.11.+16.11.+30.11.+14.12.2016, 2 Exkursionen im Feb
Ort: FHP D 310
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar; Exkursion
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Das Seminar erforscht, wie die Technik und später die Technologie die Bilderzeugung und Bedeutungsproduktion im kinematographischen Medium beeinflusst haben, und fokussiert historische und zeitgenössische Werke und Künstler, die diese Frage ästhetisch und kritisch reflektieren. Im ersten Teil des Seminars wird ein medienarchäologischer Überblick auf die prä-kinematographischen optischen Spielzeuge gegeben, die auf die Medialität hinter den ersten bewegten Bildern hinweisen. Kleine Artefakte und Maschinen, manuell oder mechanisch betätigt, projizieren Bilder auf die Wand und rufen die Illusion der Bewegung hervor, lange bevor der Kinematograph erfunden wurde. Zwischen Bild und Auge existiert immer ein Objekt, ein Verfahren, eine mechanische Schrift, eine Apparatur, welche die Realität in eine mediale Darstellung wandelt. Jahrzehnte später entwickeln experimentelle FilmemacherInnen wie Norman McLaren, Alexander Alexieff, Claire Parker, John und James Whitney, Mary Ellen Bute u.a. diese künstlerische Facette des Bildschöpfers als Erfinder, als Ingenieur, als Handwerker weiter. Auch wenn nach Marshall McLuhan jedes Medium eine Erweiterung des menschlichen Körpers ist, arbeiten diese FilmemacherInnen erst an der Erweiterung des tatsächlichen Mediums und suchen nach Lösungen, hybride Techniken und Modifikationen der existierenden Maschinen, um neue, noch nicht gesehene Bilder zu produzieren. Sie erforschen das Erzeugen und die Transformationen von Bildern vermittels des Auf- und Umbaus von Apparaturen und Artefakten jenseits der Filmkamera und nehmen zahlreiche der digitalen Bildverfahren vorweg, die heute per Mausklick in jeder Bildbearbeitungs-Software zu finden sind. Der zweite Teil des Seminars stellt einerseits die Frage der Beziehung zwischen Auge und Kamera und darüber hinaus die zwischen Körper und Maschine: Automatisierte Bilder, vision machines und chirurgische Instrumente werden von Michael Snow, Steina Vasulka und Yuri Ancarani erforscht und visuell ausprobiert. Andererseits wird die Autonomie der technischen Bilder im digitalen Kontext analysiert, die von Harun Farocki als operative Bilder bezeichnet wurden. Die Technologie produziert eine neue graphische Ästhetik. Den von und für Maschinen erzeugten Bildern fehlen Anschaulichkeit, Bedeutung und Reflexionsfähigkeit. Arbeiten von Trevor Paglen, Harun Farocki, Lukas Marxt, Gerco de Ruijter u.a. stellen die Bilder, die von den ersten Raketen mit Selbstmord-Kameras, der ohne Pilot operierenden Dronen, sowie von Google Earth erzeugt werden, in Frage. Insbesondere wird ihre Darstellung, Parzellierung und Überwachung der zivilen und militärische Geografie kritisch analysiert. In weiteren Werken von Hito Styerl und Emma Charles wird die Macht der zeitgenössischen und tentakelartigen Panoptiken wie Google und Facebook offenbart und das Recht auf Unsichtbarkeit und Selbstbestimmung der eigenen Daten und Bilder proklamiert. Zwei Exkursionen im Februar (Transmediale und Forum Expanded Berlinale) vervollständigen das Seminar. Die Studierenden müssen ein Referat vorbereiten, das in der ersten Sitzung verteilt wird.

Zusätzliche Informationen:
Blockseminar Termine am 2.11., 16.11., 30.11. und 14.12.2016 sowie 2 Exkursionen im Februar 2017
 
   
Prothesen

Dozent: M.A. Nadine Hartmann
Termin: Mi, 16-18 Uhr c.t.
Ort: UP 1.9.204
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Das Verhältnis zwischen menschlichem Körper und Technik wird immer intimer, wie es zuletzt der Siegeszug des Touchscreens und die Einführung der Apple Watch mit ihrem sogenannten „taptic engine“ zeigen. Offiziell registrierte Cyborgs und inoffiziell operierende Bodyhacker stellen Extremformen von symbiotischen Verbindungen zwischen Mensch und Technik dar. Mit der Neuroprothetik ist auch die Grenze zum technischen Eingriff in das menschliche Gehirn überschritten. Diese Neuerungen dienen uns als Anlass, die in ihnen in Bewegung geratenen Verhältnisse zwischen Mensch und Ding oder Maschine genauer zu untersuchen. Der Fokus soll dabei auf dem Begriff der ,Prothese‘ liegen, der in drei zumeist unabhängig operierenden Wissensbereichen entscheidende Arbeit geleistet hat: im Design, in der Technik- und anthropologischen Philosophie und in den Medienwissenschaften. Wir wollen dabei grundlegende Konzepte kennenlernen wie die von der Technik als ‚Organprojektion‘ (Kapp), als ‚Organersatz‘ (Gehlen), als ‚Mobilmachung‘ (Jünger) und als ‚Gestell‘ (Heidegger). Weiterhin ist die Vorstellung vom Mensch als ‚Prothesengott‘ (Freud) interessant für uns. Auch Beispiele aus der Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in der die Begegnung von menschlichem Körper und Technik ein Faszinosum darstellt (Futurismus, Dada, Konstruktivismus), sollen uns interessieren. Dem prothetischen Konzept steht eine Kritik gegenüber mit der transdiziplinär operierenden Kybernetik, der Idee eines ‚technischen Milieus‘ (Gilbert Simondon), der Akteur-Netzwerk-Theorie (Bruno Latour) und in jüngerer Vergangenheit vor allem durch die Object-Oriented Ontology (Graham Harman) und post-humanistische Ansätze, die allesamt eine im Begriff ,Prothese‘ vermeintlich enthaltene anthropozentrische Perspektive in Frage stellen und von uns diskutiert werden sollen.
 
   
Geschichte der Fotografie - eine Einführung

Dozent: Lisa Andergassen
Termin: Fr, 14-17 Uhr s.t.
Ort: FHP D 116
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 4
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Zu Beginn hauptsächlich als Aufzeichnungsmedium verstanden, fand die Fotografie nach und nach zu ihren ganz eigenen Ausdrucksformen und Berechtigung als eigenständiges Medium. Fotografie weist dabei spezifische Eigenschaften auf, hat verschiedene Praktiken und Gebrauchsformen hervorgebracht und prägt seit ihrer Erfindung unsere Sicht auf die Welt entscheidend mit. Das Seminar gibt einen Einblick in die vergleichsweise kurze Geschichte der Fotografie. Anstatt streng chronologisch vorzugehen, werden wir uns anhand von thematischen Klammern (Frühe Fotografie, 'Knipser-Fotografie', 'Kriegsfotografie', 'gesellschaftskritische Fotografie', 'digitale Fotografie' etc.) einen Zugang erarbeiten. Der Fokus liegt dabei auf den komplexen Zusammenhängen zwischen technischen Entwicklungen, sozialen Gebrauchsweisen und künstlerischen Interventionen. Neben der Lektüre von Texten wird es vor allem darum gehen, Bildmaterial zu sichten und dieses zusammen mit Fragen, die sich aus der Textarbeit ergeben, zu diskutieren.

Zusätzliche Informationen:
Bitte beachten: dieses Seminar ist vor allem für FH Studierende gedacht. Es können daher nur 10 Studierende aus der EMW teilnehmen.
 
   
Avantgardefilm – seine Praxis und seine Theorie

Dozent: Martin Stefanov
Termin: Mittwoch, 16 bis 18 Uhr c. t.
Ort: UP 1.22.039
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: Bachelor ab dem 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung: keine

Beschreibung:
Was ist eigentlich Avantgardefilm? Dies soll die erste Hauptfrage sein, die uns im Seminar beschäftigt. Wovon grenzt er sich ab? Vom narrativen Film? Vom kommerziellen? Vom formelhaften? Vom approbierten? Besteht eine mögliche Definition vielleicht gerade in ebenjener Abgrenzung? Und wie müsste eine derartige Abgrenzung dann beschaffen sein? Was wäre an Filmen überhaupt problematisch, die nicht avantgardistisch sind? Was sind die Bedingungen dafür, dass eine solche Negation von etwas für problematisch Gehaltenem triftig ist? Und kann uns vielleicht gerade der von vielen Seiten als überholt verabschiedete Begriff ‚Avantgarde’ dabei helfen, Filme der Moderne und Postmoderne besser zu verstehen? Dafür werden wir uns in einem ersten, kürzeren Teil des Seminars mit den Leitbegriffen ‚Avantgarde’, ‚Negation’, ‚Moderne’ und ‚Postmoderne’, ‚Norm’ und ‚Abweichung’ beschäftigen, mit ihren unterschiedlichen Definitionen und Implikationen. Im zweiten, längeren Teil sollen diese Begriffe dann als Analyseinstrumente für die Erschließung von Texten und Filmen gleichermaßen erprobt werden. Dabei soll in den Sitzungen abwechselnd ein theoretischer Text und ein Film im Mittelpunkt stehen und mit den Leitbegriffen konfrontiert werden: Was kann uns etwa Jean-François Lyotards Begriff der ‚unfruchtbare Differenz’ über Negation oder Peter Wollens Begriff der ‚counter strategies’ über Avantgarde lehren? Und wie grenzen sich etwa Peter Tscherkasskys Filme von gängiger Narration oder Carmelos Benes Filme von einer realistischen Raum- und Körper-Darstellung ab? Wie kann Avantgardefilm eigentlich aussehen und was kann er uns über das zeigen, was in der Welt und im Normalfilm – gerade heute – verborgen bleibt? Dies soll die zweite Hauptfrage des Seminars sein. Im Seminar wird also beispielhaft in die Geschichte der Kunst und ihrer Theoretisierung im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert eingeführt. Dabei dient die Fokussierung auf den Avantgardefilm dazu, einen konsistenten Strang aus der Entwicklung der Künste herauszugreifen und zu verfolgen und so die Leitfragen medienspezifisch beantworten zu können. Filmhistorische Vorkenntnisse sind keine Voraussetzung, lediglich das Interesse daran, sich mit möglicherweise Unvertrautem auseinanderzusetzen.
 
   
Exkursion Biennale Arte di Venezia 2017

Dozent: Torsten Schöbel M.A.
Termin: 12.05. – 16.05.2017 und Einzeltermine
Ort: Venedig, Biennale Arte di Venezia
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 5, 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar mit Exkursion
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: 2. bis 6. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Die Exkursion zur Biennale Arte di Venezia verschafft einen guten Überblick über die zeitgenössischen Ansätze in der Ästhetik und in der Kunstentwicklung. Im Rahmen der Exkursion werden künstlerische Fragestellungen mit Blick auf aktuelle Diskurse, Praktiken und deren sozialen und politischen Rahmenbedingungen behandelt und Grundlagen zur Analyse künstlerischer Medienpraktiken vermittelt. Ziel der Exkursion ist die kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte und dem Format der Biennale und die Analyse des diesjährigen kuratorischen Ansatzes und Konzeption. Darüber hinaus sollen einzelne, im Rahmen der Biennale präsentierte Arbeiten einer kritischen Betrachtung und Analyse unterzogen werden.

Zusätzliche Informationen:
EINSCHREIBEFRIST: 14.11. bis zum 17.11.2016 Leistungen: Referat, Bericht Modulabschluss: Hausarbeit oder Essay
 
   
Modul 6: Theorien, Formen und Geschichten des Wissens
 
   
Kritik des Sehens (von Platons Höhlengleichnis bis zu Virilios Sehmaschine)

Dozent: PD Dr. Ulrich Richtmeyer
Termin: Do, 12-14 Uhr c.t. sowie 15.-17.12. ganztags
Ort: UP 1.09.204 und Einstein Forum Potsdam
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar und Exkursion
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: ab dem 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Von unseren fünf Sinnen wurde seit der Antike vor allem der Sehsinn mit epistemischen Qualitäten aufgeladen, wobei das Wahrnehmen und Verstehen der Welt und insbesondere der Wahrheit oftmals visuell konzipiert war, als Durch-, Ein- oder auch Überblick. Aus dem gleichen Grunde hat die Philosophie aber wiederholt Kritik am Sehsinn geäußert, der als trügerisches, täuschendes und täuschbares Organ viel zu sinneslastig sei und den sprachlich strukturierten Verstand damit auf Abwege führe. Das Für und Wider der Positionen musste sich in der Geistesgeschichte wiederholt am Wissenszuwachs zum Sehsinn messen und neu orientieren, wobei Erfahrungen aus der Medizin, Kunst, Physiologie, Optik, Physik, Psychologie und spätestens im 20. Jh. auch die einer technisierten Kultur leitend wurden, sodass die Kritik des Sehens zu verschiedenen Zeiten auf immer wieder neuem Niveau geführt werden musste. Das Seminar führt anhand einer Auswahl klassischer und kanonischer Texte zur Kritik des Sehens (Platon, Leonardo, Cusanus, Kepler, Galilei, Hook, Berkeley, Schopenhauer, Fiedler, Merleau-Ponty, Foucault, Virilio (u.a.) in diese um den Sehsinn geführten Kontroversen ein. Die ausgewählten Texte finden sich zu einem großen Teil in der Anthologie: Ralf Konersmann, Kritik des Sehens, Leipzig (Reclam) 1997 (bitte antiquarisch oder neu anschaffen).

Zusätzliche Informationen:
Das Lektüre-Seminar ist zugleich mit dem obligatorischen Besuch einer international und interdisziplinär besetzten Tagung verbunden, die vom 15. bis 17.12. unter dem Titel „Ansichtssachen. Über das Sehen“ im Einstein Forum Potsdam stattfinden wird und auf deren Programm wir unsere Lektüre in vor- und nachbereitenden Diskussionen abstimmen wollen.
 
   
Grundlagen der (internationalen) Game Studies

Dozent: Dr. Sebastian Möring
Termin: Do, 10-12 Uhr c.t.
Ort: UP 1.22.038
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
English: Computer games are perhaps the most exciting medium of our time as they combine many qualities of older media. However, as opposed to common media such as cinema, opera, theater, paintings etc. computer games have only recently become an object of scientific inquiry. This seminar introduces basic theories, perspectives, concepts and models in international game studies. We will analyze different games from different perspectives such as ludology, narratology, media art, theories of space, procedural rhetoric, existential ludology and others. Most of the texts are available in English only. Knowledge of the English language is an advantage. Term papers can be written in English or German. To accomodate Erasmus and other guest students who are not yet proficient in German the seminar might be held in English, too. Deutsch: Computerspiele sind vielleicht das aufregendste Medium unserer Zeit, da sie die Eigenschaften vieler klassischer Medien in sich vereinen. Im Gegensatz zu vielen klassischen Medien wie Kino, Oper, Theater, Malerei etc. sind Computerspiele erst seit kurzem Gegenstand (medien-)wissenschaftlicher Untersuchungen. Das Seminar befasst sich mit grundlegenden Theorien, Perspektiven, Konzepten und Modellen der internationalen Game Studies. Wir beleuchten das Medium Computerspiel u.a. aus den Perspektiven der Ludologie, der Narratologie, der Medienkunst, der Raumtheorie, der prozeduralen Rhetorik, der existentiellen Ludologie usw. Viele Texte liegen nur auf Englisch vor. Kenntnisse der englischen Sprache sind daher von Vorteil. Hausarbeiten und Projekte können auf Englisch und auf Deutsch verfasst werden. Abhängig vom Interesse von Erasmus- und anderen Gaststudierenden kann dieses Seminar auch in Englisch abgehalten werden.
 
   
Medienästhetik: Wahrnehmung / Umgebungen / Kreisläufe

Dozenten: Dr. Sebastian Möring, Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin: Mo, 12-14 Uhr c.t.
Ort: UP 1.09.102
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Vorlesung
Leistungspunkte: 3
Zielgruppe: ab dem 3. Fachsemester
Teilnehmerbegrenzung: 90

Beschreibung:
Mit der neuen Studienordnung wurde aus der bisherigen Medienästhetik-Vorlesung die Vorlesung zu Wahrnehmung, Umgebungen und Kreisläufen. Die Umbenennung bedeutet eine Neuperspektivierung ästhetischer Grundlagen der Medienästhetik, die nun weniger Theorien des Kunstschönen behandeln, die ebenfalls Teil der Ästhetik sind, sondern die Ästhetik als allgemeine Theorie der Wahrnehmung (aisthesis) historisch und gegenwärtig auslotet. Immanuel Kant und Alexander Gottlieb Baumgarten sind hierbei Vertreter aus der Geschichte der Ästhetik, Gernot Böhme und Martin Seel Vertreter gegenwärtiger Ansätze, die versuchen, eine ökologische Ästhetik bzw. eine Ästhetik der Natur zu skizzieren. Angereichert werden diese mit Ansätzen aus der Medienökologie, mit der sich mediale Umwelten denken lassen wie die von Marshall McLuhan, Paul Virilio oder Neil Postman sowie mit Theorien, die virtuelle Umwelten (media environments) in den Blick nehmen. Im Zentrum steht die Frage, wie Umwelten wahrgenommen werden und was geschieht, wenn diese Wahrnehmung medial und technisch aufgerüstet wird durch Prothesen, Linsen, Kameras, Projektionen, Head Mounted Displays oder Go-Pro-Kameras. Die Vorlesung wird dabei Schlaglichter der Theorie praxisnah anhand von zahlreichen Beispielen entfalten.

Zusätzliche Informationen:
Zu der Vorlesung gibt es ein Seminar.
 
   
Medienästhetik: Wahrnehmung / Umgebungen / Kreisläufe (Seminar zur Vorlesung)

Dozenten: Dr. Sebastian Möring, Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin: Mo, 14-16 Uhr c.t.
Ort: UP 1.09.102
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: ab dem 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
In diesem Seminar lesen wir Texte und diskutieren Beispiele begleitend zur Vorlesung Medienästhetik. Themen sind dabei das Schöne und das Erhabene (Immanuel Kant, Baumgarten), physiologische und technologische Bedingungen sinnlicher Wahrnehmung (Jonathan Crary, Herrmann von Helmholtz), Mimesis (Roger Caillois, Walter Benjamin), Aura (Walter Benjamin), Simulation (Jean Baudrillard), Immersion (Oliver Grau, Janet Murray), Atmosphäre (Gernot Böhme), mediale Umwelten (Marshall McLuhan), Kybernetisierung der Ästhetik, wahrnehmende Umwelten.
 
   
Modul 7: Mediale Inszenierungsformen
 
   
Gebrochene Sprache. FilmautorInnen und SchriftstellerInnen des Exils

Dozent: Prof. Dr. Jan Distelmeyer
Termin: 23.-26. November 2016
Ort: Gästehaus der Universität Hamburg
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 7
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Exkursion
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: alle Semester BA/MA EMW
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Der 29. Internationale Filmhistorische Kongress und das XIII. Internationale Festival des deutschen Film-Erbes beschäftigen sich mit den Karrieren von DrehbuchautorInnen und SchriftstellerInnen, die aus politischen oder rassistischen Gründen ins Exil vertrieben wurden, vor allem aus Nazi-Deutschland. Gerade erfolgreiche AutorInnen hatten es besonders schwer, in einer fremdsprachigen Umgebung ihre gewohnte Arbeit fortzusetzen. Ihr vielfach zur Kunst entwickeltes Handwerkszeug, der differenzierte Umgang mit der Muttersprache und ihren kulturellen Traditionen galten nichts mehr. Während z.B. MusikerInnen in Hollywood vielfach geehrt wurden und eine einflussreiche Schule der Filmmusik entwickelten, mussten sich bisher oft gefeierte AutorInnen erst in neue Methoden der Studios eingewöhnen. Dennoch gelang es manchen, sich in der zunächst fremden Sprache zu etablieren. Bisweilen verbanden sie alte kulturelle Erfahrungen mit denen des fremden Land und kreierten interessante neue Misch-Genres. Einigen gelang der Wechsel auf den Regie-Stuhl oder hinter den Produzenten-Schreibtisch, so z.B. Billie/Billy Wilder und Hermann Kosterlitz/Henry Koster oder Rudolf Katscher, der als Rudolph Cartier die Tradition der BBC-Fernsehspiele mitbegründete. Der in Hamburg geborene Felix Joachimson, machte als Felix Jackson in den USA mit Musical-Drehbüchern und als Fernsehproduzent Karriere. Kongress und Festival reflektieren Werke, die vor, während oder nach einem Exil in wechselnden Sprachräumen entstanden und stellen sie in einen kulturhistorischen Zusammenhang.

Zusätzliche Informationen:
Diese Exkursion findet im Rahmen der Kooperation mit CineGraph – Hamburgisches Centrum für Filmforschung und dem Bundesarchiv-Filmarchiv, Berlin, statt. Kosten: 1. Übernachtungskosten 2. 35 Euro Kongressgebühr + Filmvorführungen 3. Anreise Die Einschreibung ist notwendig, nach der Zusage durch den Lehrenden ist die Teilnahme verbindlich. Der Termin des Vorbereitungstreffens wird noch bekanntgegeben.
 
   
Gamification und Ludifizierung von Kultur

Dozent: Dr. Sebastian Möring
Termin: Mo, 16-18 Uhr c.t.
Ort: UP 1.19.012
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2 CP
Zielgruppe: EMW
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
In diesem Sommer hat das Smartphonespiel Pokémon Go für viel Aufsehen gesorgt und für Millionen von Spielern weltweit den öffentlichen Raum in ein Spiel mit einer Welt voller Pokémon verwandelt, die man fangen und in Arenen gegeneinander kämpfen lassen kann. Selbst in der Antarktis kann man Pokémon sammeln. Durch Gamification hat Pokémon Go vielen Spielern die Freude am Spazierengehen nähergebracht, die dem Spazierengehen zuvor wenig abgewinnen konnten. Der Begriff „Gamification“ selbst ist fast so populär wie Pokémon Go und ist auch jenen ein Begriff, die sich weder wissenschaftlich noch professionell mit dem Thema auseinandersetzen. Vereinfacht kann man sagen, dass Gamification die Anwendung von Spielelementen in Nichtspielkontexten bezeichnet (vgl. Deterding et.al. 2011) um einen bestimmten Nutzen zu erzielen wie etwa die Verbesserung von Arbeits-, Lern-, oder Wettbewerbsbedingungen, so als wäre Gamification ein Gewürz, das es erlaubt, eine an sich fade Suppe aufzupeppen. Das Konzept der Gamification wird meist in populärwissenschaftlicher Ratgeberliteratur in Rezeptform dargeboten mit Titeln wie Gamification for Dummies (Duggan 2013), The Gamification Revolution: How Leaders Leverage Game Mechanics to Crush the Competition (Zichermann 2013), Gamification at Work: Designing Engaging Business Software (Kumar and Herger 2013) und The Gamification of Learning and Instruction: Game-Based Methods and Strategies for Training and Education (Kapp 2012). Aber ist es wirklich so einfach? Reicht es, Punkte, Badges, Leaderbords, Interfaces usw. hinzuzufügen und schon wird jede Aufgabe zum Spiel und erledigt sich somit wie von selbst? Teilnehmer des Seminars erarbeiten sich ein grundlegendes Verständnis des Konzeptes Gamification anhand von Beispielen und mithilfe affirmierender und kritischer Literatur zum Thema. Sie lernen, sich kritisch mit Gamification auseinanderzusetzen, ihre theoretische Fundierung zu hinterfragen sowie ihre Vor- und Nachteile als Methode und als Konzept abzuwägen. Sie lernen weiterhin Anwendungsgebiete kennen und analysieren eigene Beispiele aus dem Alltag oder in verschiedenen Medien wie Film, Computerspielen usw. Ein Ziel des Seminars ist es, für den am 12. Januar 2017 im ZeM stattfindenden Workshop zum gleichen Thema Thesen, Problem- und Fragestellungen zu entwickeln und diese vor Ort mit den anwesenden Wissenschaftlern zu diskutieren.

Zusätzliche Informationen:
!!! Achtung !!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ab 21.11.2016 haben wir einen neuen Raum: 1.19.012. !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
 
   
McLuhan: Das Medium ist die Massage. Lektüre und Neueditierung eines Buchs von 1967

Dozent: Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin: Do, 14-18 Uhr c.t.
Ort: FHP D 116
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 4
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Das Seminar nimmt eine Lektüre des multimedialen Buchs "The Medium is the Massage" (Das Medium ist die Massage) Marshall McLuhans zum Ausgangspunkt, um McLuhans Theorie der Medien genauer aufzuschlüsseln. Mit dem Buch, das McLuhan gemeinsam mit dem Designer Quentin Fiore entwickelte, kreierten die Herausgeber ein eigenes Layout von Schriftgrößen und Fonts, Zitaten, Fotografien, Zeichnungen und historischen Dokumenten, um McLuhans Kernthese des "Mediums als die Botschaft" für die Gesellschaft der USA der 60er Jahre zu verdeutlichen. Es wurde zudem von einer Schallplatte mit gleichem Titel auditiv umgesetzt. Im Seminar werden wir die Frage stellen, inwiefern McLuhans Einschätzungen der medialen Umgebungen nach 50 Jahren noch aktuell sind, aber auch, wie wir das Buch McLuhans heute bebildern und gestalten würden. Wäre es überhaupt noch ein Buch? Welche Bilder und Beispiele müssten heute in deas Buch aufgenommen werden? Insofern soll parallel zum Seminar der Versuch unternommen werden, den Text und das Layout des Buches auf die heutige Zeit zu aktualisieren – also eine multimediale Neuedition des Buches oder von Teilen des Buches vorzunehmen. Insofern werden auch Layout und Satz, Schrifttypen, Fotografie sowie digitale Veröffentlichungsformate eine Rolle spielen.

Zusätzliche Informationen:
--------------------- Für das Seminar ist es erforderlich, sich eine antiquarische Version des englischen Buches zu beschaffen (ca. 10 Euro inkl. Versand, bei amazon.de oder zvab.com)
 
   
Eastern Western

Dozent: Prof. Dr. Heiko Christians
Termin: Mi, 12-14 Uhr c.t.
Ort: UP1.11.227
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: ab dem 3. Fachsemester BA EMW, BA/MA Lehramt Russisch, BA Russistik, MA OEK
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Der Western ist eines der bedeutendsten Genres in der Geschichte des populären Films. Die Entwicklung und Erfolgsgeschichte der US-amerikanischen Filmindustrie ist vor allem zwischen 1910 und 1960 untrennbar mit der Popularität des Western verknüpft der sogenannten „klassischen“ Phase des Western-Genres zwischen Ende der 1930er und Anfang der 1960er Jahre entstammen die meisten Filme, mit denen sich dieses Seminar befassen wird. Nach wiederkehrenden Motiven ist dabei zu fragen, nach Lesarten, nach ästhetischen und narrativen Mustern, nach Stereotypen und Rollenbildern in Filmen, die immer auch Geschichten der US-amerikanischen Geschichte erzählen. Bereits in den 1920er Jahren gab es Versuche, das im Westen erfolgreiche Genrekino für die sowjetische Kino-Kultur fruchtbar zu machen. Diese Experimente wurden bald eingestellt und erst in den späten 1960er Jahren wieder aufgenommen. Nun kamen Elemente des klassischen Western in sowjetische Filmformen, aber auch solche der europäischen Spielart des Genres (z. B. Italo-Western). Das Seminar geht der Geschichte des Genres und seiner sowjetischen Spielarten nach und führt gleichzeitig in die Analyse sujetorientierter Filme ein. Vorausgesetzte Sprachkenntnisse: Für Russist_innen: Lesekenntnisse Russisch Von den Teilnehmern erwartete Leistungen: Regelmäßige Teilnahme, Vor- und Nachbereitung der Sitzungen (v.a. Lektüre), (60 Stunden = 2 LP) – Hausarbeit (60 Stunden = weitere 2 LP). Leistungsnachweis: 3, 4 oder 6 LP. Anrechnung in Studiumplus Weitere Informationen in Moodle

Zusätzliche Informationen:
Das Seminar wird gemeinsam mit Prof. Norbert Franz aus der Slawistik abgehalten. Die ca. 6-7 Filmvorführungen finden 14 tägig im Filmmuseum Potsdam zu einem gesonderten Termin statt. Hier die Termine: Mi 19.10. 12 Uhr (erste Sitzung am Neuen Palais); Mi 26.10. 12 Uhr (zweite Sitzung am NP); Mi 2.11. 12:30 (dritte Sitzung: Filmsichtung im Filmmuseum); Mi 9.11. 12 Uhr (vierte Sitzung am NP); Mi 16.11. 12:30 - 14 Uhr (fünfte Sitzung: Filmsichtung im Filmmuseum); Mi 23.11. 12 - 14 Uhr (sechste Sitzung am NP); Mi 30.11. 12:30 - 14 Uhr (siebte Sitzung: Filmsichtung im Filmmuseum); Mi 7.12. 12 - 14 Uhr (achte Sitzung am NP); Mi 14.12. 12:30 - 14 Uhr (neunte Sitzung: Filmsichtung im Filmmuseum); Mi 21.12. 12:00 - 14 Uhr (zehnte Sitzung am NP); Di 10.01. 17 18:00 - 20:00 (elfte Sitzung: Filmsichtung im Filmmuseum); Mi18.01.17 12 - 14 Uhr am NP (zwölfte Sitzung am NP); Di 25.01.17 18:00 - 20 Uhr (dreizehnte Sitzung: Filmsichtung im Filmmuseum); Mi 1.2.17 (vierzehnte Sitzung am NP).
 
   
FERNSEHEN 4.0 - Was ist FERNSEHEN im Zeitalter von YouTube & Netflix?

Dozent: Christian Richter
Termin: Mi, 14.15 - 15.45 Uhr
Ort: Neues Palais; Haus 9 Raum 216
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Längst können Serien, Nachrichten, Reportagen, Shows oder Filme nicht mehr ausschließlich auf einem Fernsehapparat empfangen werden, sondern lassen sich zusätzlich auf Laptops, Smartphones oder Tablets über Mediatheken, Online-Plattformen oder Streaming-Dienste (scheinbar) flexibel, ungebunden sowie orts- und zeitsouverän abrufen. Doch obwohl viele dieser Angebote weder über ein TV-Signal verbreitet werden, noch an einen Fernsehsender, feste Sendezeiten, einen unveränderbaren Ausstrahlungsrhythmus oder gar eine Einbettung in einen Programmablauf gebunden sind, werden sie zuweilen als fernsehartig wahrgenommen und besprochen. Parallel dazu bildet sich innerhalb des Portals YouTube ein eigener Kosmos heraus, der über eigene Stars, Formate und Ästhetiken verfügt und sich selbst als eine neue Version des Fernsehens versteht. Je stärker die Grenzen zwischen den medialen Bereichen verschwimmen, desto brüchiger wird der einst unmissverständliche Begriff FERNSEHEN. Aber, scheinbar existiert ein gemeinsamer inhaltlicher, struktureller und ästhetischer Kern, den das Fernsehprogramm, Streaming-Portale wie Netflix und YouTube miteinander teilen. Um diesen offenlegen zu können, wollen wir im Seminar versuchen, die neuen Medienformen mithilfe klassischer Film- und Fernsehtheorien zu beschreiben. Ergänzend dazu werden wir einzelne Fernsehsendungen, Serien oder YouTube-Videos ausführlich analysieren, um zu identifizieren, welche vormals dem FERNSEHEN zugeschriebenen Eigenschaften in die On-Demand-Dienste übernommen werden und inwiefern sich dabei Verschiebungen ergeben. Oder kurz gefragt: Wie viel „altes“ Fernsehen steckt in den „neuen“ On-Demand-Plattformen?

Zusätzliche Informationen:
Welche Beispiele konkret besprochen werden, liegt in der Auswahl der Studierenden, die als Paten einzelner Sitzungen, deren jeweiligen Ablauf mitgestalten sollen. Um eine produktive Arbeitsatmosphäre gewährleisten zu können, wird die Anzahl der Teilnehmenden strikt auf 25 Personen begrenzt. Vorkenntnisse des Fernsehprogramms, des Netflix-Angebots oder der YouTube-Szene sind nicht zwingend erforderlich, jedoch hilfreich. Wohl aber sollte ein grundsätzliches Interesse für diese Themenbereiche vorhanden sein, um aktiv und engagiert an den Sitzungen teilnehmen zu können.
 
   
Modul 8: Konzepte und Formen der Mediengestaltung
 
   
Konzept- und Projektentwicklung: Im Netz der Systeme - Künstlerische Interventionen

Dozent: Torsten Schöbel M.A.
Termin: Do, 14-17 Uhr
Ort: FHP D 103
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 8
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 6
Zielgruppe: vorrangig BA 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Die Lehrveranstaltung vermittelt die Grundlagen der Konzeption und Entwicklung von Medienprojekten in Zusammenhang mit einem übergeordneten Thema. Dabei werden grundlegende Methoden des Projektmanagements und Kenntnisse über die unterschiedlichen Planungsinstrumente und -techniken vermittelt, um ein Projekt effizient und effektiv zu realisieren: von der Konzeptionsphase, der Analyse, der Strategie, der Projektentwicklung bis hin zur Präsentation. In Projektgruppen werden Projektideen entwickelt und konzeptualisiert, die sich thematisch mit gesellschaftlichen Phänomenen beschäftigen und unter ästhetischen Gesichtspunkten analysiert und reflektiert werden. Im Fokus der Auseinandersetzung stehen die Verhaltensweisen von Systemen und Organisationen und deren innerer Logik. Ziel ist es, mit künstlerischen Interventionen und künstlerischen Mitteln zu versuchen, auf diese medial einzuwirken.

Zusätzliche Informationen:
Konzept- und Projektentwicklung ist eine Pflichtveranstaltung im Modul 8 und muss einmal im Verlauf des Studiums absolviert werden. Empfohlen wird der Kurs vor der Teilnahme an den weiteren Projektseminaren in den Modulen 8, 9 und 11.
 
   
Modul 9: Mediale Projekte
 
   
Gewalt im Museum

Dozent: Dr. Daniela Döring
Termin: Fr, 10-14 Uhr c.t.
Ort: UP 1.22.038
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 4
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Gewalt, Krisen, Kriege und Konflikte sind allgegenwärtig. Doch wie kann Gewalt im Medium der Ausstellung dargestellt werden? Was können Museen zur Debatte und Diskussion stellen? Was erzählen Schlachtengemälde, Kriegstechnik, Waffen, Uniformen, Orden, Wehrmachtskondome oder Flucht- und Migrationsobjekte über Macht- und Gewaltverhältnisse? Neben der Analyse von aktuellen Ausstellungen und Museen (z.B. Militärhistorisches Museum, Deutsches Historisches Museum, Akademie der Künste) werden Konzepte und Ideen entwickelt, wie vor allem strukturelle Gewalt ausgestellt werden kann. Ist die Institution Museum z.B. durch Ein- und Ausschlüsse, Zugänge und Verhaltensregeln selbst ein Ort der Herrschaft? Wie können Gewaltverhältnisse zur Disposition gestellt werden, ohne sie zu reproduzieren und zu polarisieren?

Zusätzliche Informationen:
kleines Projekt
 
   
Experimentelle Gestaltung: Musikvideos

Dozent: Torsten Schöbel M.A.
Termin: Fr, 10–17 Uhr
Ort: FHP LW139 (Mac-Labor)
SWS: 8
Studiengang: BA
Module (BA): 9, 11
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 8
Zielgruppe: ab dem 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Der Kurs vermittelt die konzeptuellen und praktischen Grundlagen für Compositing, Motion Graphics und Animation. Im Fokus der Auseinandersetzung steht das Musikvideo und das Digital Compositing mit der Animationssoftware Adobe After Effects. Im Kurs werden verschiedene Kompositionsmöglichkeiten von Bild, Ton und Schrift erprobt, um künstlerische Musikvideos zu entwickeln. Die Möglichkeiten sind in der Bildsprache und in der räumlichen und zeitlichen Wahrnehmungsdimension vielfältig. So können z.B. aus HipHop und elektronischer Musik Verfahrensweisen adaptiert und Methoden des Samplings und Remixen auf das Visuelle übertragen werden, und das gilt auch für die neue Musik von etwa 1910 bis zur Gegenwart. Schrift, Bild- und Tonmaterialien lassen sich in neue Sinnzusammenhänge stellen, von der Kombination und Animation von beweglichen und statischen Bildern, Grafiken, Texten und Sound im zwei- oder dreidimensionalen Raum. Die ersten Musikclips drehte Oskar Fischinger 1929 mit der „Studie 2“ und Hans Richter mit seinen „Vormittagsspuk“ zur Musik von Paul Hindemith. Mit dem Internet hat sich das Musikvideo vom Musikfernsehen emanzipiert, das es einmal als eigene Gattung hervorgebracht hatte. Das Musikvideo wird in dem Kurs nicht als eine illustrierende Komponente oder als ein Mittel für Promotionszwecke der Musikindustrie behandelt, sondern als eine eigenständige audio-visuelle und experimentelle Kunstform.

Zusätzliche Informationen:
Neben den themenspezifischen Lehrinhalten werden im Seminar theoretische und technische Grundlagen der Mediengestaltung vermittelt und die praktische Erweiterung des Gestaltungshorizonts gefördert.
 
   
Media Walks. Video Walk/ Audio Walk

Dozenten: Prof. Anne Quirynen, Fritz Schlüter
Termin: Di, 10-17 Uhr
Ort: FHP LW119 und alte FH Raum 4069
SWS: 8
Studiengang: BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 8
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
»Contact to the outside world is reduced, but not completely lost... Consequently, you are inhabiting at least two ... spaces at the same time... You become more aware of the point of friction between you and the world... Reality becomes infiltrated by virtuality.« (Mirjam Schaub: Janet Cardiff. The Walk Book, 2005, S. 16) Video Walks oder Audio Walks erweitern die Wahrnehmung der eigenen Umgebung, indem sie neue Zusammenhänge herstellen und Perspektiven eröffnen. Vergleichbar mit einem Audio Guide im Museum, über den die Ausstellungsbesucher_innen Informationen zu den Kunstwerken erhalten, an denen sie vorüber kommen, können Video oder Audio Walks eine genau auf einen Ort zugeschnittene Geschichte erzählen. Entlang einer vorgegebenen Route fügen sie der alltäglichen Wahrnehmung eine mediale „Schicht“ hinzu, die im besten Falle nicht einfach informiert bzw. führt, sondern Entdeckungen bietet, Abseitiges sichtbar macht, und andere Lesarten eröffnet (vgl. Janet Cardiff). Die Studierenden produzieren eigenständig Video-, Geräusch- und Sprachaufnahmen und gestalten mit diesem Material Video und Audio Walks, die passgenau auf eine selbstgewählte Route zugeschnitten sind. Zentraler Bezugspunkt des Projekts wird der FH-Standort am Alten Markt sein - ein Gebäude, das im Hebst 2017 geschlossen und abgerissen wird. Dabei soll es nicht darum gehen, das Gebäude als verschwindendes historisches Monument mit Bild und Ton zu dokumentieren, sondern es zunächst als einen eigenständigen, materiellen Komplex zu begreifen, es visuell und auditiv zu untersuchen wie einen Körper (es etwa mit Kontaktmikrophonen abzuhorchen und abzuklopfen).

Zusätzliche Informationen:
Erfahrungen mit Aufnahme oder Schnitt von Bild oder Ton sind Teilnahmevoraussetzung! Die Veranstaltungszeit ist in Blöcke mit Theorie- und Praxis-Input und in betreute freie Projektarbeit aufgeteilt. Durch die kompakten, jeweils achtstündigen Sitzungen kann der gesamte Prozess von der Ideenfindung bis zur Präsentation der Ergebnisse in einem Semester untergebracht werden. Die Studierenden haben somit die Gelegenheit, noch in der Vorlesungszeit einen benoteten Modulabschluss im Modul 9: Mediale Projekte zu machen. Die Arbeit in Kleingruppen ist ausdrücklich erwünscht.
 
   
Stadt und Film

Dozent: Prof. Anne Quirynen
Termin: Do, 10-17 Uhr
Ort: FHP D 108
SWS: 8
Studiengang: BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 8
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Der Fokus liegt auf ausgewählten dokumentarischen und essayistischen Filmen, die städtische Räume, städtisches Leben, städtische Konflikte und Konfliktlösungen reflektieren. Im Seminar werden wir uns mit Filmbeispielen auseinandersetzen, um zu verstehen wie Bilder und Sounds der Stadt genutzt werden können, um gesellschaftlich zirkulierende Ideologien und Imaginationen des Urbanen zu analysieren. Das Seminar untersucht zudem unterschiedliche Ansätze und Methoden des Dokumentarischen. Filmbeispiele u.a.: London, Patrick Keiller, 1994; Der Riese, Michael Klier, 1984; Berlin – Prenzlauer Berg. Begegnungen zwischen dem 1. Mai und dem 1. Juli 1990, Petra Tschörtner; Wie Der Berliner Arbeiter wohnen, Slatan Dudow, 1930; Die Sinfonie der Grosstadt, Walther Ruttmann, 1927; Menschen am Sonntag, Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer, 1929; LA plays itself, Tom Anderson, 2003; News from home, Chantal Akerman, 1977. Das Seminar wird mit einem audiovisuellen Projekt abgeschlossen (max. 10 min.).

Zusätzliche Informationen:
Abgabe Termin Projekt: Do 09.02.2017 Es empfiehlt sich, das Seminar Städtebilder. Abbildungen der Großstadt, Dr. Susanne Müller (Modul 4) zu besuchen.
 
   
Fotografieren im Digitalen

Dozent: Prof. Winfried Gerling
Termin: Di, 10-17 Uhr
Ort: FHP D 106
SWS: 8
Studiengang: BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 8
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
"Fotografieren im Digitalen" soll wörtlich genommen und nicht in "digital Fotografieren" übersetzt werden. In dieser Veranstaltung werden Praktiken erarbeitet, die digitale (Bild-)Welten fotografisch reflektieren sollen. Das kann geschehen indem das Ausgangsmaterial aus digitalen Beständen wie z.B. googlestreetview oder aus anderen digitalen Archiven (instagram, Flickr,gettyimages etc.) kommt. Auch die Fotografie im Computerspiel oder anderen Formen der 3D Simulation können Ausgangspunkt fotografischer Projekte sein. Es können aber auch dokumentarische Projekte entstehen, die sich z.B. der Virtual Reality oder anderen Formen der intensiven Beschäftigung mit digitalen Bildern widmen. Technisch kann mit allen Arten von digitalen und analogen Kameras gearbeitet werden, aber auch der Screenshot darf als fotografische Praxis erforscht werden.

Zusätzliche Informationen:
Fotografische Grundkenntnisse und Grundkenntnisse der Bildbearbeitung werden vorausgesetzt. (Eine Einführungsveranstaltung in die Fotografie wird jeweils im Sommersemester angeboten)
 
   
Modul 10: Interdisziplinäres Ergänzungsstudium
 
   
Bodily Perception in Virtual Reality: Exploring the body as an object

Dozent: Zeynep Akbal
Termin: Mi, 14-16 Uhr c.t.
Ort: UP 1.22.039
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
We relate to ourselves as thinking subjects and reflect upon objects, and we perceive the body as a subject-object that co-exists with other objects. We can perceive the depth of these objects around us because we can walk around them and stare at them from above and below. Yet, our phenomenal and objective body is inaccessible for us to observe. We can see some parts of our body, for instance looking in a multi-faceted mirror enables us to see ourselves from many different angles. However, visibility of the whole is always behind, after or between the angles of what we attempt to see. Therefore we experience several ambiguities, as we tend to perceive our bodies both visually and sensationally. In this seminar, we will investigate whether Virtual Reality (VR) systems could assist us to explore and understand these ambiguities. Throughout the course, we will attempt to connect empirical work in VR technology and phenomenological-philosophy of mind. A practical group work will be developed and a VR experiment will be performed at the end of the semester.

Zusätzliche Informationen:
Some of our seminars will be in cooperation with the Graduate School of Mind & Brain, Humboldt University. Through this interdisciplinary cooperation, we will be able to add neuroscientific research into our exploration, meaning, we will be able to observe how the body reacts in virtual space and we will find the opportunity to measure neurological responses. This course will be held in English.
 
   
Einführung in die Bildanthropologie

Dozent: M.A. Johannes Bennke
Termin: Freitags, 12-16h (bitte beachten Sie die Einzeltermine)
Ort: 3.07.038 (Campus Griebnitzsee, Haus 7, Raum 038)
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2 (mit Modulprüfung 4)
Zielgruppe: B.A.
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
In den letzten 15 Jahren ist ein verstärktes Interesse am Verhältnis von Anthropologie und Kunst zu beobachten. Ausstellungen, Konferenzen und Künstler haben sich dieser besonderen Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst zugewandt. Das Seminar geht diesem Verhältnis insbesondere in Bezug auf das Bild nach. Wir werden uns grundlegende Konzepte der Bildanthropologie anschauen (Hans Belting; Hans Jonas) und auch innerhalb der Filmtheorie nach latenten anthropologischen Konzepten Ausschau halten (André Bazin; Edgar Morin; Anna Grimshaw). Wir werden u.a. Filme derjenigen anschauen, die das Genre des Dokumentarfilms mitbegründet haben (Vertov, Flaherty). Ein Schwerpunkt bildet im zweiten Teil des Seminars der zeitgenössische ethnographische Film (Forest of Bliss, R.: Robert Gardner, USA, 1986; Leviathan, R.: Lucien Castaing-Taylor/Véréna Paravel, USA, 2012). Wir werden hier einhergehender die jeweiligen anthropologischen (bzw. anthropomedialen) Implikationen herausarbeiten. Das Seminar geht dabei von der Annahme aus, dass alle (Film-)Bilder bildanthropologische Implikationen haben. Auch wenn das Seminar einen Schwerpunkt auf zentrale Texte der Bildanthropologie, sowie auf zentrale Dokumentarfilme und ethnographische Filme setzt, werden wir uns immer wieder auch Filmausschnitten aus anderen Genres anschauen: Insbesondere das Genre des Science-Fiction Films ist eine ergiebige Quelle an Entwürfen von Menschenbildern. Wenn in diesem Zusammenhang vom Bild die Rede ist, ist nicht allein von einer Projektion einer Idee des Menschen die Rede, sondern es geht immer auch um die Frage nach dem "Ursprung der Kunst", seiner Bildpraktiken und ihrem Verhältnis zur Menschwerdung. Ziel des Seminars ist zum einen die Vermittlung des Verhältnisses von bildanthropologischen Konzepten und ihrer korrespondierenden Bildpraktiken in der Kunst (v.a. im ethnographischen Film). Zum anderen geht es darum, Ansätze für einen eigenständigen und individuellen Transfer für die eigenen Projektarbeiten zu liefern. Diese Transferleistung anthropologischer Bildtheorien in Bezug zu einem eigenständigen Projekt oder einer Hausarbeit setzen zu können wird im Seminar explizit thematisiert. Die Seminareinheiten finden in vierstündigen Sitzungen statt, bestehend aus einer Filmsichtung, der Filmanalyse und der Besprechung von Texten, sowie der Präsentation eigenständig erarbeiteter Ansätze der Studierenden. Am Ende des Seminars werden die individuellen Projekte unter dem Aspekt der Bildanthropologie in einer 10min Projektpräsentation im Plenum zur Diskussion gestellt. Im Falle einer Modulprüfung (4LP) ist zusätzlich ein kurzer Essay von ca. 5 Seiten bis Semesterende einzureichen. Gemäß Studienordnung kann alternativ eine Hausarbeit von ca. 40.000 Zeichen geschrieben werden.

Zusätzliche Informationen:
Johannes Bennke (M.A.), Absolvent der EMW in 2014. Derzeit Promotionsstipendiat am KOMA - Kompetenzzentrum Medienanthropologie an der Bauhaus Universität Weimar. Arbeitstitel des Promotionsprojektes: „Medienethik und die Produktivität des Negativen. Wissensformen in der sensorischen Ethnographie“.
 
   
Instant:Document/ Picture(s) Now – Workshop und Ausstellung

Dozenten: Lisa Andergassen, Rabea Rugenstein
Termin: 20.02. bis 03.03.2017
Ort: Impossible Project Lab, Potsdamer Straße 87, Berlin
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Workshop/Ausstellung
Leistungspunkte: 8
Teilnehmerbegrenzung: 5

Beschreibung:
Das Jetzt ist flüchtig. Einmal eingefangen, ist es auch schon wieder vorbei. Jeder Versuch es festzuhalten, verwandelt es in ein „Vorher“, ein Dokument, ein materielles (fotografisches) Objekt, auf das wir zurück blicken können, als etwas das auf etwas anderes verweist. Den Moment einzufangen bedeutet eine medial vermittelte Version von ihm zu schaffen. Der Workshop "Instant:Document" thematisiert die Besonderheiten der bildbasierten medialen Vermittlung des Moments. Eingeladene Künstler (tba.) werden gemeinsam mit den teilnehmenden Studierenden von der FH-Potsdam und dem Shenkar College (Ramat Gan, Israel) mit verschiedene fotografische Techniken und Materialien arbeiten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf 'analogen' Polaroid-Verfahren, sowie 'digitalen' (Smartphone-) Praktiken, Apps und Online-Plattformen. Indem traditionell festgeschriebenen Nutzen der fotografischen Geräte und Praktiken hinterfragt, umgekehrt und miteinander verzahnt werden, thematisieren die Teilnehmenden einerseits Fragen zum Status von 'analogen' und webbasierten Praktiken und reflektieren andererseits Versuche, das Unmögliche möglich zu machen: das Jetzt einzufangen. Auf den Workshop wird die Ausstellung "Picture(s), Now: Instant Documents, Capturing/Showing the (Long) (Gone) Moment, Which/What Happened Just a Minute Ago?" folgen, die bereits feststehende Arbeiten von den eingeladenen Künstlern (tba) zeigen, als auch den während des Workshops entstehenden studentischen Arbeiten einen Raum geben. Workshop und Ausstellung werden im Museum für Fotografie stattfinden.

Zusätzliche Informationen:
VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE TEILNAHME: Erfahrung mit analogen und digitalen fotografischen Verfahren, Ausstellungserfahrung, sehr gutes English, Interesse an fototheoretischen Fragestellungen. Bewerbungen mit Beispielarbeiten, Kurzlebenslauf und Motivationsschreiben bitte bis zum 31.10.2016 an andergassen@fh-potsdam.de.
 
   
Exkursion Biennale Arte di Venezia 2017

Dozent: Torsten Schöbel M.A.
Termin: 12.05. – 16.05.2017 und Einzeltermine
Ort: Venedig, Biennale Arte di Venezia
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 5, 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar mit Exkursion
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: 2. bis 6. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Die Exkursion zur Biennale Arte di Venezia verschafft einen guten Überblick über die zeitgenössischen Ansätze in der Ästhetik und in der Kunstentwicklung. Im Rahmen der Exkursion werden künstlerische Fragestellungen mit Blick auf aktuelle Diskurse, Praktiken und deren sozialen und politischen Rahmenbedingungen behandelt und Grundlagen zur Analyse künstlerischer Medienpraktiken vermittelt. Ziel der Exkursion ist die kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte und dem Format der Biennale und die Analyse des diesjährigen kuratorischen Ansatzes und Konzeption. Darüber hinaus sollen einzelne, im Rahmen der Biennale präsentierte Arbeiten einer kritischen Betrachtung und Analyse unterzogen werden.

Zusätzliche Informationen:
EINSCHREIBEFRIST: 14.11. bis zum 17.11.2016 Leistungen: Referat, Bericht Modulabschluss: Hausarbeit oder Essay
 
   
Modul 11: Freie Projektarbeit (betreut)
 
   
Experimentelle Gestaltung: Musikvideos

Dozent: Torsten Schöbel M.A.
Termin: Fr, 10–17 Uhr
Ort: FHP LW139 (Mac-Labor)
SWS: 8
Studiengang: BA
Module (BA): 9, 11
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 8
Zielgruppe: ab dem 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Der Kurs vermittelt die konzeptuellen und praktischen Grundlagen für Compositing, Motion Graphics und Animation. Im Fokus der Auseinandersetzung steht das Musikvideo und das Digital Compositing mit der Animationssoftware Adobe After Effects. Im Kurs werden verschiedene Kompositionsmöglichkeiten von Bild, Ton und Schrift erprobt, um künstlerische Musikvideos zu entwickeln. Die Möglichkeiten sind in der Bildsprache und in der räumlichen und zeitlichen Wahrnehmungsdimension vielfältig. So können z.B. aus HipHop und elektronischer Musik Verfahrensweisen adaptiert und Methoden des Samplings und Remixen auf das Visuelle übertragen werden, und das gilt auch für die neue Musik von etwa 1910 bis zur Gegenwart. Schrift, Bild- und Tonmaterialien lassen sich in neue Sinnzusammenhänge stellen, von der Kombination und Animation von beweglichen und statischen Bildern, Grafiken, Texten und Sound im zwei- oder dreidimensionalen Raum. Die ersten Musikclips drehte Oskar Fischinger 1929 mit der „Studie 2“ und Hans Richter mit seinen „Vormittagsspuk“ zur Musik von Paul Hindemith. Mit dem Internet hat sich das Musikvideo vom Musikfernsehen emanzipiert, das es einmal als eigene Gattung hervorgebracht hatte. Das Musikvideo wird in dem Kurs nicht als eine illustrierende Komponente oder als ein Mittel für Promotionszwecke der Musikindustrie behandelt, sondern als eine eigenständige audio-visuelle und experimentelle Kunstform.

Zusätzliche Informationen:
Neben den themenspezifischen Lehrinhalten werden im Seminar theoretische und technische Grundlagen der Mediengestaltung vermittelt und die praktische Erweiterung des Gestaltungshorizonts gefördert.
 
   
Modul 13: Kolloquium
 
   
B.A. Prüfungskolloquium

Dozent: Prof. Dr. Heiko Christians
Termin: Di, 14-16 Uhr c.t.
Ort: UP 1.12.001
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 13
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Kolloquium
Leistungspunkte: 1
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Das Kolloquium begleitet die Anfertigung der BA-Arbeit. Es werden vor allem Konzepte der einzelnen Arbeiten frühzeitig vorgestellt und diskutiert; anfallende praktische Probleme und Formalia erörtert.
 
   
Fachschaftsrat WS 16/17

Dozent: Fachschaftsrat Emw
Termin: FSR Sitzung
Ort: Potsdam und Berlin
SWS: 0
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 13
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: --
Leistungspunkte: --
Zielgruppe: Studierende der EMW
Teilnehmerbegrenzung: keine

Beschreibung:
Dies ist kein Seminar! Die virtuelle Lehre wird für die FSR-interne Kommunikation genutzt. Falls Du Interesse an einer Mitarbeit im FSR hast, wende Dich bitte an Johannes Fähmel.

Zusätzliche Informationen:
Mehr Informationen zum Fachschaftsrat und seinen Mitgliedern gibts:http://emw.fh-potsdam.de/kontakt_fachschaftsrat.php