Semester:
 
   
Modul 1: Einführung in die Medienkulturwissenschaft
 
   
Techniken des Studierens

Dozenten: Judith Pietreck, Jannes Weicht
Termin: Mo 12-14 Uhr
Ort: UP 1.09.2.04
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Übung
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: Erstsemester (BA)
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Die Veranstaltung gibt einen Überblick über den Studiengang Europäische Medienwissenschaft sowie eine Einführung in die Techniken des Studierens. Ferner erfolgt eine Einführung zum wissenschaftlichen Arbeiten und Recherchieren. Eine Vertiefung erfolgt dann im nächsten Semester mit dem Seminar 'Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens'.

Zusätzliche Informationen:
Dies ist eine Pflichtveranstaltung für Erstemester. Tragt euch bitte dennoch für diese Veranstaltung ein!
 
   
Klassiker der Medientheorie (Kurs B)

Dozent: M.A. Martin Schmidt
Termin: Di 18-20 Uhr
Ort: 1.09.204
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA EMW
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Innerhalb des obligatorischen Theorieseminars werden klassische Texte zu medientheoretischen und medienhistorischen Fragestellungen gelesen.

Zusätzliche Informationen:
Bitte schreiben Sie sich in beide "Klassiker"-Seminare gleichzeitig ein, die Verteilung wird anschließend durch die jeweiligen Dozenten vorgenommen. Weiterführende Literatur: Helmes, Köster: Texte zur Medientheorie. Stuttgart, 2002. Pias et. al.: Kursbuch Medienkultur. München, 2008. Kümmel, Löffler: Medientheorie 1888-1933. Frankfurt a.M., 2002.
 
   
Klassiker der Medientheorie (Kurs A)

Dozent: M.A. Martin Schmidt
Termin: Di 16-18 Uhr
Ort: 1.09.204
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA EMW
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Innerhalb des obligatorischen Theorieseminars werden klassische Texte zu medientheoretischen und medienhistorischen Fragestellungen gelesen.

Zusätzliche Informationen:
Bitte schreiben Sie sich in beide "Klassiker"-Seminare gleichzeitig ein, die Verteilung wird anschließend durch die jeweiligen Dozenten vorgenommen. Weiterführende Literatur: Helmes, Köster: Texte zur Medientheorie. Stuttgart, 2002. Pias et. al.: Kursbuch Medienkultur. München, 2008. Kümmel, Löffler: Medientheorie 1888-1933. Frankfurt a.M., 2002.
 
   
Einführung in Medientheorie(n)

Dozent: Prof. Dr. Marie-Luise Angerer
Termin: Mo, 10:00-12:00
Ort: UP, 1.9.1.02
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Vorlesung
Leistungspunkte: 1
Zielgruppe: Erstsemester
Teilnehmerbegrenzung: 90

Beschreibung:
Was Medientheorien mit ihrem Anspruch zu definieren, was Medien denn sind, auszeichnet, ist ihr ständiger Verweis darauf, dass es DIE Medien nicht gibt. Die Medien, das Mediale, die Apparate, ihre Materialität, die Techniken, die Geschichte, die MediennutzerInnen, social media – all dies verweist darauf, dass das Arbeiten zu und über Medien eine komplexe Sache ist. Was die Medientheorien generell auszeichnet, ist ihre Reflexion der medialen Vermitteltet von Welt, von Objekten, von Wissen, von Kommunikation, Körper und Handlungen. Menschen erinnern sich mit und durch Medien – doch Medien erinnern sich auch an uns/oder auch nicht. Menschen machen etwas mit Medien, doch diese machen auch etwas mit ihnen. Medien-UserInnen berühren touchscreens, keyboards und smartphones, doch diese berühren zurück. Medien bestimmen die sozialen und kulturellen Umgebungen, die Politik und die Ökonomie. Menschen entwickeln mediale Arrangements und schreiben Programme, Algorithmen entscheiden Finanztransaktionen und versenden fake news....Diese vielfältigen Wechselwirkungen stehen im Zentrum der Einführungs-VO in diesem Semester.

Zusätzliche Informationen:
Jede Vorlesungseinheit wird durch einen exemplarischen Text unterstützt, der im Übungsseminar diskutiert wird.
 
   
Einführung in die Medientheorie/ Medienwissenschaft (Seminar zur Vorlesung)

Dozent: M.A. Naomie Gramlich
Termin: Montag, 14:00-16:00
Ort: UP 1.09.1.02
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar zur Vorlesung
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: Erstsemester
Teilnehmerbegrenzung: keine

Beschreibung:
Das Seminar dient dazu, einschlägige Texte der Medientheorie gemeinschaftlich zu lesen und zu diskutieren. Die Auswahl der Texte wird mit der Vorlesung "Medientheorie" akkordiert. Ziel ist es, neben der Vermittlung grundlegender Begriffe und Konzeptionen die Freude an der Auseinandersetzung mit Texten insgesamt zu wecken.
 
   
Modul 2: Technische und gestalterische Grundlagen digitaler Medien
 
   
Technische und gestalterische Grundlagen digitaler Medien, Kurs A

Dozent: Torsten Schöbel M.A.
Termin: Di 10 – 13 Uhr
Ort: LW 139 (Mac-Labor), FHP
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 2
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 8
Zielgruppe: ausschließlich Studierende des 1. Semesters, Pflichtveranstaltung
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Der Kurs ist ein technisch-praktischer Grundlagenkurs, der sowohl technische und konzeptuelle Grundlagen im Bereich der digitalen Medien vermittelt als auch gestalterische Grundlagen und Konzepte der digitalen Medienproduktion.

Zusätzliche Informationen:
Bitte beachten Sie, dass der Kurs ausschließlich eine Pflichtveranstaltung für BA-Erstsemester der EMW ist. Der Kurs ist obligatorisch und Voraussetzung für den Besuch der meisten weiteren Projektseminare sowie für den Zugang zum Computerlabor. Die Gruppe wird in drei Kurse geteilt. Bei der Einschreibung bitte für einen der drei Kurse (A, B oder C) entscheiden.
 
   
Technische und gestalterische Grundlagen digitaler Medien, Kurs B

Dozent: Torsten Schöbel M.A.
Termin: Mi, 10 – 13 Uhr
Ort: LW 139 (Mac-Labor), FHP
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 2
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 8
Zielgruppe: ausschließlich Studierende des 1. Semesters, Pflichtveranstaltung
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Der Kurs ist ein technisch-praktischer Grundlagenkurs, der sowohl technische und konzeptuelle Grundlagen im Bereich der digitalen Medien vermittelt als auch gestalterische Grundlagen und Konzepte der digitalen Medienproduktion.

Zusätzliche Informationen:
Bitte beachten Sie, dass der Kurs ausschließlich eine Pflichtveranstaltung für BA-Erstsemester der EMW ist. Der Kurs ist obligatorisch und Voraussetzung für den Besuch der meisten weiteren Projektseminare sowie für den Zugang zum Computerlabor. Die Gruppe wird in drei Kurse geteilt. Bei der Einschreibung bitte für einen der drei Kurse (A, B oder C) entscheiden.
 
   
Technische und gestalterische Grundlagen digitaler Medien, Kurs C

Dozent: Torsten Schöbel M.A.
Termin: Do, 10 – 13 Uhr
Ort: LW 139 (Mac-Labor), FHP
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 2
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 8
Zielgruppe: ausschließlich Studierende des 1. Semesters, Pflichtveranstaltung
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Der Kurs ist ein technisch-praktischer Grundlagenkurs, der sowohl technische und konzeptuelle Grundlagen im Bereich der digitalen Medien vermittelt als auch gestalterische Grundlagen und Konzepte der digitalen Medienproduktion.

Zusätzliche Informationen:
Bitte beachten Sie, dass der Kurs ausschließlich eine Pflichtveranstaltung für BA-Erstsemester der EMW ist. Der Kurs ist obligatorisch und Voraussetzung für den Besuch der meisten weiteren Projektseminare sowie für den Zugang zum Computerlabor. Die Gruppe wird in drei Kurse geteilt. Bei der Einschreibung bitte für einen der drei Kurse (A, B oder C) entscheiden.
 
   
Modul 3: Medienrecht und Kulturökonomie
 
   
Plan B. Zur Theorie und Praxis von Projektarbeit

Dozent: Dr. Daniela Döring
Termin: Mi 10-13h s.t.
Ort: UP 1.09.2.04
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 5
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Das Projektseminar beleuchtet begriffliche und methodische Grundlagen der Medien- und Kulturarbeit. Dabei geht es nicht um die Vermittlung standardisierter Methoden, sondern um die Entwicklung von individuellen, prozessorientierten und reflexiven Arbeitsweisen. Zum einen werden Begriffe und Instrumente der Projektarbeit historisch und institutionell kontextualisiert und zum anderen elementare Bausteine, wie etwa Teamarbeit, Kreativitätstechniken, Kommunikations- und Moderationsstrategien, wissenschaftlich-künstlerisches Arbeiten, Präsentationsweisen, etc. erprobt. Im Verlauf des Seminars soll eine eigene Konzeptidee entwickelt werden.
 
   
Vorlesung: Das Recht des geistigen Eigentums und der Medien

Dozent: Prof. Dr. Nico Heise
Termin: Di, 10-13 Uhr s.t.
Ort: FHP D 223
SWS: 3
Studiengang: BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Vorlesung
Leistungspunkte: 3
Zielgruppe: ab 1. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 90

Beschreibung:
Die Vorlesung behandelt die Grundzüge des Urheber-, Design-, Lizenz- und Äußerungsrechts. Dazu gehören die Fragen, welche Werke urheberrechtlich geschützt sein können (z.B. Text, Fotografie, Film, bildende Kunst, Computerprogramme), wie ein Design eingetragen werden kann, wie lange der Schutz währt, wie Rechte lizensiert werden können und welche Möglichkeiten ein Rechteinhaber hat, gegen Rechtsverletzungen vorzugehen. Ein weiteres Thema der Vorlesung sind die Bedingungen und Limitierungen der (nicht nur journalistischen) Wort- und Bildberichterstattung. Besonders relevant sind dabei die unterschiedlichen Facetten des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts (Recht am eigenen Bild, Schutz der persönlichen Ehre) einschließlich des derzeit besonders umstrittenen Rechts auf informationelle Selbstbestimmung (Datenschutz). Neben den historischen und ökonomischen Hintergründen des Medienrechts werden wir insbesondere die großen Herausforderungen diskutieren, die sich aus der Entwicklung der digitalen Medien und des Internets für dieses Rechtsgebiet ergeben. Im Rahmen einer integrierten Übung werden wir das Gelernte anhand von praktischen Fällen trainieren.
 
   
"Presse- und Medienfreiheit" für Migrant*innen

Dozent: Prof. Dr. Nico Heise
Termin: Dienstags, 14:00-18:00 (nur vom 17.10. bis zum 19.12.)
Ort: AWO Wohnanlage am Brauhausberg, Am Havelblick 8, 14473 Potsdam
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: ab dem 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
In diesem Seminar werden wir gemeinsam mit geflüchteten Menschen ein Fortbildungsmodul für Migrant*innen zum Thema “Presse und Medienfreiheit” entwickeln und umsetzen. Dieses Fortbildungsmodul ist Bestandteil des Projekts “Welcome Plus”, welches federführend von der Stiftung Partnerschaft mit Afrika e.V. organisiert und u.a. vom Bündnis für Brandenburg und der Heinrich-Böll-Stiftung gefördert und unterstützt wird. Das Projekt “Welcome Plus” will geflüchtete Menschen (vornehmlich Syrer und Afghanen), die in Potsdam und Umgebung untergekommen sind, zu sog. “Demokratie-Scouts” fortbilden. Insgesamt sollen drei Gruppen von Migrant*innen (ca. 10-20 Teilnehmer*innen) in jeweils fünf Modulen unterrichtet werden: 1. Demokratie in Kommune und Ländern 2. Medien- und Pressefreiheit und ihre Grenzen 3. Glaubens- und Bekenntnisfreiheit 4. Unabhängigkeit der Justiz und die Arbeit der Polizei 5. Arbeit, Ausbildung, Teilhabe und Gleichberechtigung Im Rahmen des Seminars werden wir gemeinsam mit zwei Geflüchteten, die bereits über entsprechende Kenntnisse verfügen, das Modul 2 (Medien- und Pressefreiheit und ihre Grenzen) entwickeln (3 Sitzungen). Anschließend werden wir in drei Theorieeinheiten (an denen alternierend jeweils 5-6 Studierende teilnehmen werden) die Fortbildung für die fünf Gruppen von geflüchteten Menschen gestalten. Hinzu kommen ca. 3 Praxiseinheiten, im Rahmen derer wir in unterschiedlicher Zusammensetzung Medienunternehmen besuchen und ihre Arbeit kennenlernen werden. Den Abschluss des Seminars bildet eine Feedback- und Evaluations-Runde. Teilnehmer*innen des Seminars müssten ihre Teilnahme an den drei Vorbereitungssitzungen und an der letzten Sitzung fest zusagen. Zudem müssten sie sich bereit erklären, an 1-2 Theorieeinheiten und 1-2 Praxiseinheiten teilzunehmen. Der vorläufige Zeitplan sieht folgendermaßen aus: 24. Oktober 2017 Auftaktveranstaltung: Erläuterung des Projekts Grobplanung in der Gruppe Festlegung von Verantwortlichkeiten 7. November 2017 Erstes Meeting mit den Demokratie-Scouts Inhaltliche und organisatorische Planung des Moduls 14. November 2017 Zweites Meeting mit den Demokratie-Scouts Abschluss der inhaltlichen und organisatorischen Planung 21. November 2017 Theorieeinheit Gruppe 1 Jede Theorieeinheit soll von 5-6 Studierenden (wechselnd), den zwei Demokratie-Scouts und mir begleitet werden. 28. November 2017 Theorieeinheit Gruppe 2 5. Dezember 2017 Theorieeinheit Gruppe 3 November/Dezember 2017 (tbc) ca. 3 Praxiseinheiten in unterschiedlicher Zusammensetzung (z.B. Besuch in Medienunternehmen, Workshop zur Verifizierung von Web-Inhalten, tbd) 19. Dezember 2017 Feedback & Evaluation Abschluss des Seminars
 
   
Urban Cultures: Intervention und Transformation im öffentlichen Raum

Dozent: Katrin von Kap-herr
Termin: Do 10:15 - 13:45
Ort: FH D108
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 5
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Das Praxisseminar widmet sich kulturellen Aktivitäten im öffentlichen Raum, die sich vernachlässigte oder unbesetzte Orte angeeignet haben. Im Fokus steht dabei das Erkunden von Stadtkulturen und deren Interventionen und Transformationen in einem sozialen Raum, die ein Forum des Austauschs und einen Ort der Begegnung schaffen wollen - wie DIY-Urbanismus oder Urban Gardening. Die Teilnehmenden sollen sich anhand von Beispielen vor Ort mit praxisnaher Partizipation, Inklusion und urbaner Diversität auseinander setzen, um schließlich am Ende selbst ein eigenes Projekt zum Thema Urban Cultures zu konzeptionieren.

Zusätzliche Informationen:
Das Seminar besteht auch aus Exkursionen in der nahen Umgebung, deren Teilnahme Bestandteil des Seminars sind. Zeiten und Orte sollen vorab mit den Teilnehmenden geklärt und abgesprochen werden, so dass die Teilnahme für alle machbar ist.
 
   
Affektökonomien

Dozent: Dr. Bernd Bösel
Termin: Do. 12h-14h
Ort: UP, Haus 9, 2.04
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Seit einigen Jahren mehren sich die Verwendungen des Begriffs „Affektökonomie“, wenngleich dieser bislang relativ unbestimmt geblieben ist. Das mag daran liegen, dass Affekte und Emotionen lange Zeit primär als Privatsache behandelt wurden, die sich dem Zugriff ökonomischer wie auch politischer Interessen entziehen – mit freilich der großen Ausnahme totalitärer Systeme, deren Totalitarismus schon darin aufweisbar schien, dass sie die Bevölkerung eben nicht nur als politische Subjekte adressieren und regieren, sondern sich eben auch in deren Privatleben einmischen, bis zu einer Bestimmung des Affekthaushalts jedes Einzelnen. Inzwischen kann als ausgemacht gelten, dass auch der Liberalismus, insbesondere der seit den 1970er Jahren sich global ausbreitende Neoliberalismus diese vorgebliche Grenze zwischen Öffentlichem und Privatem aufgeweicht hat und die Subjekte zwar subtiler als die totalitären Regierungsformen, aber deshalb nicht unbedingt weniger wirkungsvoll bis in ihre Selbstkonzepte und damit auch ihre Weisen der Selbst- und Affektregulierung durchformen. Theoriekonzepte wie „emotionale“ oder „affektive Arbeit“, der „Konsum der Romantik“, das „unternehmerische Selbst“ zeigen dies in aller Deutlichkeit. Das Seminar setzt sich mit Schlüsseltexten dieser Thematisierung auseinander und will vor allem versuchen, dem Oberbegriff der „Affektökonomie“ ein schärferes Profil zu verleihen.
 
   
Modul 4: Europäische Kulturgeschichte und Medienkulturgeschichte
 
   
Europäische Kulturgeschichte

Dozent: Prof. Dr. Heiko Christians
Termin: Die veranstaltung findet montags von 16:15 bis 17:45 am Neuen Palais statt
Ort: NP
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Vorlesung
Leistungspunkte: 3
Zielgruppe: 1. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 90

Beschreibung:
Die Vorlesung führt in die Europäische Kulturgeschichte ein. Im Vordergrund stehen Fragen der technischen, politischen und künstlerischen Infrastrukturen. Zunächst wird das politische Projekt 'Europa' in der Gegenwart und seine Geschichte erläutert. Es folgen methodische Anmerkungen zur 'Infrastrukturgeschichte' und zum 'kulturellen Feld'. Dann werden systematisch und chronologisch Orte und Städte vorgestellt, die als Ausgangspunkt europaweit wirksamer Innovationen anzusehen sind. Das betrifft die Bereiche Politik, Verkehr, Kunst oder Religion. So ergibt sich - beginnend mit den klassischen Orten Athen (Demokratie) und Rom (Imperium) - eine Karte aus unterschiedlichen, aber aufeinander folgenden 'kulturellen Feldern' und zeitlich begrenzten Einflussgebieten.

Zusätzliche Informationen:
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nicht verpflichtend, verpflichtend ist nur die Teilnahme an der Klausur für den Erwerb eines Scheins. Wer die Vorlesung hören und regelmäßig an ihr teilnehmen möchte, ist angehalten ohne elektronische Geräte jeglicher Art zu erscheinen. Der Gebrauch von Laptops, Tablets oder Smartphones in der Veranstaltung ist nicht zulässig. Am Ende wird von der Vorlesung eine Audio-Aufnahme bereitgestellt, so dass man nachhören kann. Handschriftliche Notizen mit 'Block und Bleistift' sind erwünscht und sinnvoll.
 
   
Zwischen Revolution und Restauration. Kultur und Politik 1789-1848 im Spiegel des Films

Dozent: Prof. Dr. Jan Distelmeyer
Termin: 22.11. – 25.11.2017
Ort: Gästehaus der Universität Hamburg
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 4
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Exkursion
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: alle Semester BA/MA EMW
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Der 20. Internationale Filmhistorische Kongress und das IXX. Internationale Festival des deutschen Film-Erbes beschäftigen sich mit der Epoche zwischen der Französischen Revolution 1789 und der Wiederherstellung der »guten alten Ordnung« nach dem Scheitern der demokratischen Revolution in Deutschland 1848, die Zeitgenossen sowie KünstlerInnen und Literaten späterer Jahre bewegte. Das zeigt sich in den Werken revolutionärer Autoren wie Georg Forster und Georg Büchner. Während Heinrich Heine im revolutionären Paris an der deutschen Gegenwart verzagte, entwickelten Schiller und Goethe sich vom Sturm und Drang zum höfischen Establishment. In der Romantik fand sich die Verklärung der Vergangenheit ebenso wie düstere Brechungen der damaligen Gegenwart (E.T.A. Hoffmann). Ähnliche Entwicklungen traten auch in anderen europäischen Ländern auf (Percy & Mary Shelley). Werke und Biografien dieser KünstlerInnen wurden oft von Filmschaffenden aufgegriffen, um ihre Realität unter den unterschiedlichsten Regimen zu behandeln. Die »Klassische Literatur« diente ihnen dabei auch als Verkleidung, um akute gesellschaftliche Probleme darzustellen. So spiegeln die Filme häufig die Zerrissenheit zwischen Kultur und Politik. cinefest und Kongress reflektieren damit in doppelter Brechung die filmischen Bearbeitungen künstlerischer und literarischer Werke einer politisch bewegten Zeit.

Zusätzliche Informationen:
Diese Exkursion findet im Rahmen der Kooperation mit CineGraph – Hamburgisches Centrum für Filmforschung und dem Bundesarchiv-Filmarchiv, Berlin, statt. Zusätzlich zur Exkursion sind weitere Sitzungen in Potsdam (zur Einführung und Nachbereitung) geplant. Die Termine werden frühzeitig bekanntgegeben. Kosten: 1. Übernachtungskosten 2. 39 Euro Kongressgebühr + Filmvorführungen 3. Anreise Die Einschreibung ist notwendig, nach der Zusage durch den Lehrenden ist die Teilnahme verbindlich. Der Termin des Vorbereitungstreffens wird noch bekanntgegeben.
 
   
Quantified Life. Zur Geschichte und Gegenwart der Vermessung des Menschen

Dozent: Dr. Daniela Döring
Termin: Do 10-12h
Ort: UP 1.19.1.22
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Der menschliche Körper ist im Verlauf der Geschichte vielfach vermessen worden. Im Seminar folgen wir der großen Suche nach dem allgemeingültigen Maß, der sich insbesondere das 19. Jahrhundert verschrieben hatte. Mit der Digitalisierung werden Quantifizierungsprozesse gegenwärtig omnipräsent und allumfassend, dabei werden Ideale vom menschlichen Körper, von Gesundheit, Krankheit etc. neu formuliert und formalisiert. Wir widmen uns insbesondere dem medizinischem Bereich und untersuchen Formen der Verdatung und Optimierung, des Tracking, Screening, Monitoring und Protokollierung des Lebens.
 
   
Europäische Kulturgeschichte (Seminar zur Vorlesung)

Dozent: Prof. Dr. Heiko Christians
Termin: Di 14 - 16 Uhr
Ort: 1.09.204
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: 1. Fachsemester
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Die Veranstaltung vertieft spezifische Inhalte der Pflicht-Vorlesung Europäische Kulturgeschichte anhand gemeinsamer Textlektüren und Diskussionsrunden zu den verschiedenen Vorlesungsinhalten. Auch für diese Veranstaltung ist die Teilnahme nicht verpflichtend. Gegen Ende der Veranstaltung wird ein Essay zu den Inhalten der besprochenen Texte abzugeben sein. Für die Teilnahme gelten dieselben Bedingungen wie für die Vorlesung: Die Nutzung jeglicher elektronischer Geräte ist nicht erlaubt. Notizen mit Stift und Papier sind dagegen erwünscht und sinnvoll.
 
   
Modul 5: Medienkunst
 
   
Kunst und Protest

Dozent: Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin: donnerstags 14-16 Uhr
Ort: 1.22.0.38
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Die Propagandatheorie kennt die Propaganda der Tat, die Kunst unterscheidet Aktionismus, Aktionskunst, Happening und politische Kunst. Diese Begriffe fassen unterschiedliche Ausdrucksformen der Kunst, die Künstler*innen im 20. Jahrhundert entwickelten, um die Kunst direkt in die Gesellschaft zu bringen. Anhand von Beispielen aus Geschichte und Gegenwart werden wir im Seminar die Möglichkeiten einer Kunst im öffentlichen Raum ausloten, die das Museum verlassen hat, um mit den ästhetischen Mitteln der Kunst auf das politische Geschehen einzuwirken. Andersherum werden wir uns mit politischen Strategien des Protestes befassen, die Anleihen an Kunstformen nehmen, um ihre Ziele zu verfolgen.

Zusätzliche Informationen:
Das Seminar erfordert wöchentliche Lektüren sowie ein Referat oder ein Protokoll.
 
   
Berühren/Berührung/Berührtsein

Dozent: Prof. Dr. Marie-Luise Angerer
Termin: Dienstag, 12:00-14:00
Ort: ZeM
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA, ab 3. Sem.
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Berühren – berührt werden/sein – Empfindung und Taktilität. Zwei Bewegungen/Operationen, die in den letzten Jahren in den verschiedeneren Feldern der Medientheorie und Medienkunst große Aufmerksamkeit auf sich zogen: sensorische Umgebungen, sensorisch verstärkte Körper, Taktilität als Basis der Medientheorie. Von der Berührung zum Berührtsein zurück zum Berühren. Das Seminar folgt dieser Bewegung in ihre Verästelungen in Theorie, Kunst und Politik.
 
   
Ästhetik des Sonischen

Dozent: Dr. Bernd Bösel
Termin: Di, 16h-18h
Ort: UP, 1.22.0.38
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA ab dem 3. Fachsemester
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Mit "Sonic Warfare - Sound, Affect and the Ecology of Fear" (2010) hat Steve Goodman, der unter dem Namen kode9 ein international gefragter DJ ist, eine Grundlagenarbeit vorgelegt, die im Zentrum des Seminars steht. Goodmans Ästhetik des Sonischen betrifft weder nur das Hören von Musik, noch auch nur den Bereich des von Menschen Hörbaren. Sie ist auch nicht bloß an der Frage des Urteilens über Klänge interessiert, sondern sondiert das In-der-Welt-sein anhand zunächst überraschender Konzepte wie der Kriegsmaschine, der Virologie, der Rhythmoanalyse, des Ohrwurms oder der holosonischen Kontrolle. Damit wird das Sonische nochmal anders für politische Debatten fruchtbar gemacht, als dies einst Adorno und co. für die Neue Musik vorgezeigt haben. Zudem ist Goodmans Text analog strukturiert wie Deleuze & Guattaris "Tausend Plateaus", wenn auch deutlicher zugänglicher - was eine auf die TeilnehmerInnen verteilte Lektüre ermöglicht, nebst vielen möglichen Vertiefungen in die von Goodman herangezogenen Referenzpunkte, die von der Philosophie über die Clubkultur bis zu gegenhegemonialen Praktiken der Versammlung reichen.
 
   
Cyborgs in Science und Fiction

Dozent: Sophie Ehrmanntraut
Termin: Do 14:00-16:00 ct
Ort: FHP D 106
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Der Begriff „Cyborg“ und was darunter verstanden wird ist höchst ambivalent. Wer die Deutungshoheit hat, ist ebenso umstritten oder ungelöst wie die Frage danach, was das Wesen eines, einer Cyborg oder der Cyborgs ausmacht. Häufig wird die Bezeichnung Cyborg synonym mit Roboter oder Android verwendet. Der Wortanfang „cyb“ verweist auf das aus dem Griechischen abgeleitete Wort „cybernetics“ (Kybernetik), das oft mit der Formel die „the pilot’s art“ bzw. „die Kunst des Steuerns“ übersetzt wird. Eine der ersten Cyborgfiguren der Science-Fiction-Literatur aus dem Jahr 1917 ist unverwundbarer „Supersoldat“. Aus dem Lazarett rekrutiert und im Labor eines Wissenschaftlers in eine „wunderbar effiziente Maschine“ transformiert, soll er in den Schützengräben des ersten Weltkrieges kämpfen. Schließlich tötet er den Herrscher und beendet damit den Krieg. Seither wurden Cyborgs in Literatur, Film und Fernsehen immer wieder als Retter*innen oder Bedrohung der Menschheit inszeniert. Ob sie in utopischen oder dystopischen Szenarien auftauchen, sie werden entweder instrumentalisiert, um Macht- und Herrschaftsansprüche durchzusetzen; oder sie gerieren sich als Retter*innen der Unterdrückten; oder sie verfolgen eine eigene Agenda, die letztlich in eine bessere Weltordnung führt oder in totaler Zerstörung mündet. Je nach Kontext, in dem sie erscheinen, sind Cyborgs gesellschaftlich wertvoll oder dysfunktional, menschlich oder unmenschlich. Cyborgs besetzen eine Schnittstelle zwischen Mensch und Steuerungssystem, die prinzipiell offen bleibt für Zuschreibungen. Im Seminar werden wir historische wie zeitgenössische Cyborgfiguren und Cyborgdarstellungen untersuchen.
 
   
Orte der Fotografie

Dozent: Micha Kuhmann
Termin: Mi 14-17, 14tg. Beginn: 18.10.
Ort: FHP D 103
SWS: 2
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 5
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar, Exkursion
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: EMW
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
In dieser Veranstaltung werden Orte der Fotografie in Potsdam und Berlin aufgesucht. Es ist Ziel dieser Veranstaltung im Gespräch mit Menschen vor Ort Veränderungen herauszuarbeiten, die die Fotografie als alltägliche Praxis und (künstlerisches) Medium unter digitalen Bedingungen erfährt. Dies sind beispielsweise beruflich wie privat erstellte Smartphonefotografien, geänderte Distributionsformen für Fotografie online wie über soziale Netzwerke oder Fragen nach den Möglichkeiten der Langzeitarchivierung von analog und digital erstellten Aufnahmen. Dabei werden sowohl Ausstellungsorte für Fotografie (Museum für Fotografie Berlin), Bildagenturen (Ostkreuz), (Bild-)Archive, Fotografierende (Göran Gnaudschun und Harald Hauswald) wie auch Unternehmen, welche sich an der Schnittstelle zu den eigentlich Fotografierenden befinden, vor Ort aufgesucht. Zwei bis drei Teilnehmende bereiten dabei jeweils eine Sitzung vor, in dem sie bis eine Woche vorab einen in den jeweiligen Ort einführenden Text von maximal zwei Seiten erstellen und vor Ort informiert auftreten.

Zusätzliche Informationen:
In der Einführungsveranstaltung am 18.10. werden die aufzusuchenden Orte vorgestellt und die zu erbringenden Leistungen vergeben. Die eigentlichen Sitzungen erfolgen ausschließlich vor Ort. Literatur: Benjamin, Walter, Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, Frankfurt/Main 2007. Beyer, Anja, Praktiken der Nutzung fotografischer Bestände in Museen am Beispiel des Ethnologischen Museums Berlin (BA-Arbeit), HTW Berlin 2009. Bruhn, Matthias, Bildwirtschaft. Verwaltung und Verwertung der Sichtbarkeit, Weimar 2003. Däßler, Rolf, Preuß, Ulf u. a., Langzeitarchivierung von Digitalisaten. Projektdokumentation des Masterkurses Informationswissenschaften an der FH Potsdam WS 2015/16, https://opus4.kobv.de/opus4-fhpotsdam/frontdoor/index/index/docId/1382. Hoerner, Ludwig, Das Photographische Gewerbe in Deutschland 1839-1914, Düsseldorf 1989. Kramer, Klaus, Allgemeine Richtlinien für die Langzeitarchivierung von fotografischen Materialien in Museen und Archiven. Über konservatorische Möglichkeiten und Maßnahmen in historischen Fotosammlungen, Aichhalden 2006, www.klauskramer.de/Richt/ric_top.html,(30.5.2017. Starl, Timm, Knipser. Die Bildgeschichte der privaten Fotografie in Deutschland und Österreich von 1880 bis 1980, München und Berlin 1985. Stiegler, Bernd, Theoriegeschichte der Photographie, München 2006. Ziehe, Irene und Hägele, Ulrich (Hg.), Fotografie und Film im Archiv. Sammeln, Bewahren, Erforschen, Münster 2013.
 
   
Modul 6: Theorien, Formen und Geschichten des Wissens
 
   
Kritik der Datenbilder

Dozent: Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin: mittwochs, 12-14
Ort: 1.22.0.39
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: BA-Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Datenbilder sind heute allgegenwärtig. Datenjournalisten wie das Interaktiv-Team der »Berliner Morgenpost« fabrizieren seit einigen Jahren beeindruckende, bunte Grafiken und Karten, die Themen wie die Mietpreiseentwicklung oder die Lärmbelästigung in Berlin ins Visier nehmen. Die »New York Times« und der »Guardian« wiederum erstellen regelmäßig ganzseitige Diagramme und Karten, die Themen der Geopolitik, der Stadtentwicklung oder die Verbreitung von Krankheiten visualisieren. Darüberhinaus sind Datenbilder auch in zahlreichen Forschungsbereichen und in der Politik ubiquitär. Das Seminar fragt, was der Motor hinter dem gegenwärtigen Visualisierungsbestreben ist – sind es die zunehmenden Daten, die neuen Möglichkeiten der »digitalen Methoden«? Oder ist es die Potenz der Bilder, die im Aphorismus »Ein Bild sagt mehr als tausend Worte« anklingt? Indem wir die gegenwärtigen Informationsbilder und ihre geschichtlichen Vorläufer in den Blick nehmen sowie Grundlagentexte zum Thema lesen, entfaltet das Seminar eine Theorie und Geschichte der Diagramme, wobei eine Kritk des Panoptismus der Datenbilder im Zentrum stehen wird. Auf diese Wiese werden Einblicke in Bildtheorie, Semiotik, Metapherntheorie, visuelle Rhetorik, Gestalttheorie sowie in die vielfältige Geschichte der Wissenschaftsbilder gewonnen.

Zusätzliche Informationen:
Das Seminar richtet sich auch an Studierende der FH, Fachbereich Interface Design.
 
   
Vorlesung: Medienästhetik: Wahrnehmung / Umgebungen / Kreisläufe

Dozenten: Dr. Sebastian Möring, Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin: montags 12-14
Ort: 1.09.1.02 NP
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Vorlesung
Leistungspunkte: 1 + 2
Zielgruppe: BA ab 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 90

Beschreibung:
Mit der neuen Studienordnung wurde aus der bisherigen Medienästhetik-Vorlesung die Vorlesung zu Wahrnehmung, Umgebungen und Kreisläufen. Die Umbenennung bedeutet eine Neuperspektivierung ästhetischer Grundlagen der Medienästhetik, die nun weniger Theorien des Kunstschönen behandeln, die ebenfalls Teil der Ästhetik sind, sondern die Ästhetik als allgemeine Theorie der Wahrnehmung (aisthesis) historisch und gegenwärtig auslotet. Immanuel Kant und Alexander Gottlieb Baumgarten sind hierbei Vertreter aus der Geschichte der Ästhetik, Gernot Böhme und Martin Seel Vertreter gegenwärtiger Ansätze, die versuchen, eine ökologische Ästhetik bzw. eine Ästhetik der Natur zu skizzieren. Angereichert werden diese mit Ansätzen aus der Medienökologie, mit der sich mediale Umwelten denken lassen wie die von Marshall McLuhan, Paul Virilio oder Neil Postman sowie mit Theorien, die virtuelle Umwelten (media environments) in den Blick nehmen. Im Zentrum steht die Frage, wie Umwelten wahrgenommen werden und was geschieht, wenn diese Wahrnehmung medial und technisch aufgerüstet wird durch Prothesen, Linsen, Kameras, Projektionen, Head Mounted Displays oder Go-Pro-Kameras. Die Vorlesung wird dabei Schlaglichter der Theorie praxisnah anhand von zahlreichen Beispielen entfalten.

Zusätzliche Informationen:
Zu der Vorlesung gibt es eine Übung.
 
   
Vernetzte Ökologien. Von Michel Serres bis Bruno Latour. Lektüre-Seminar.

Dozent: Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin: montags 16-18 Uhr
Ort: 1.09.2.04
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA oder MA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
DDas Seminar ist ein Lektüreseminar, das sich mit aktuellen Fragestellungen einer Politik der Natur befasst in Anbetracht ökologischer Krisen und anthropogener Klimaerwärmung. Die ausgewählten Texte stehen im Zentrum der politischen Ökologie, wie sie zur Zeit von zahlreichen Kulturwissenschaftler*nnen, Anthropolog*nnen und Philosoph*nnen entwickelt werden. Die Positionen dieser Autor*nnen versuchen nicht weniger, als in einer verstörenden Zeit zunehmend gestörter Systeme ermächtigende Zugänge und Handlungsmöglichkeiten den Gloom-and-Doom-Visionen entgegenzusetzen. Im Kern des Seminars stehen die folgenden Publikationen: »Das Parlament der Dinge« (2004) des französischen Anthropologen und Wissenschaftsphilosophen Bruno Latour; Texte vom französischen Wissenschaftsphilosophen Michel Serres (»Der Parasit« (1980), »Naturvertrag« (1990)) sowie die aktuelle Publikation der Wissenschafts- und Technikphilosophin und US-Amerikanerin Donna Haraways »Staying with the Trouble: Making Kin in the Chthulucene« (2016).

Zusätzliche Informationen:
Das Seminar erfordert die Lust, Texte intensiv zu lesen und zu diskutieren sowie den Erwerb eines Readers (4 €) (folgt). Zur Teilnahme gehört die Anfertigung eines Exzerptes sowie einer Zusammenfassung von einem Text (je 1-2 Seiten).
 
   
Medienästhetik: Wahrnehmung / Umgebungen / Kreisläufe (Seminar zur Vorlesung)

Dozenten: Dr. Sebastian Möring, Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin: Mo 14-16
Ort: 1.09.2.04
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: 3. Semester EMW B.A.
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
In diesem Seminar lesen wir Texte und diskutieren Beispiele begleitend zur Vorlesung Medienästhetik. Themen sind dabei das Schöne und das Erhabene (Immanuel Kant, Baumgarten), physiologische und technologische Bedingungen sinnlicher Wahrnehmung (Jonathan Crary, Herrmann von Helmholtz), Mimesis (Roger Caillois, Walter Benjamin), Aura (Walter Benjamin), Simulation (Jean Baudrillard), Immersion (Oliver Grau, Janet Murray), Atmosphäre (Gernot Böhme), mediale Umwelten (Marshall McLuhan), Kybernetisierung der Ästhetik, wahrnehmende Umwelten.

Zusätzliche Informationen:
Die Veranstaltung beginnt am 23.10.2017
 
   
Computerspielsammlung

Dozent: Dr. Sebastian Möring
Termin: Mo 16-18
Ort: 1.22.0.38
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: B.A.
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Relaunch des Konzeptes Computerspielsammlung! Neben der Sammlungs- und Katalogisierungsarbeit stehen Theoriearbeit zum Kategoriensystem, Öffentlichkeitsarbeit sowie Ausflüge zum Computerspielemuseum auf dem Programm. Unter anderem werden hier potentielle Kategoriensysteme für Computerspiele erarbeitet und getestet, Kooperationen mit der Computerspielindustrie etabliert und gefestigt, Möglichkeiten einer Mediathek und eines Gamelab konzipiert und natürlich eine Plattform geboten, sich experimentell dem Thema Computerspiel zuzuwenden. Hier wird die Arbeit fortgesetzt, die Studierende im Wintersemester 2007/08 begonnen haben und ohne die es diese Sammlung nicht gäbe. Die erste Sitzung ist am Montag 16.10.2017, 16:00 Uhr in Raum 1.22.0.38. Das DIGAREC Büro, Haus 22, Raum 017. Zur Sammlung: Es gibt im Zentrum für Computerspielforschung (DIGAREC) knapp 10.000 klassische und aktuelle Computerspiele für fast alle gängigen Plattformen. Die sollen nicht nur herumliegen und einstauben, sondern der Forschung und Lehre zugänglich gemacht werden. Mittlerweile ist die Computerspielsammlung Teil der geplanten Internationalen Computerspielsammlung Berlin-Brandenburg (ICBB) und kooperiert dort unter anderem mit dem Computerspielmuseum Berlin, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, sowie der Zentral- und Landesbibliothek Berlin sowie der Stiftung Digitale Spielkultur. Siehe http://www.digarec.org/projekte/cgc/.

Zusätzliche Informationen:
Seminare und Vorlesungen, die inhaltlich zu diesem Seminar passen:
  1. Dr. Daniela Döring "Epistemische Dinge. Sammeln - Forschen - Vermitteln im universitären Raum" (Fr 10-13, Modul 9).
  2. Prof. Dr. Jan Distelmeyer und Prof. Boris Müller "Computer" (Di 10-12, Vorlesung, FH Potsdam oder ZeM, der genaue Ort wird noch bekannt gegeben).
  3. Prof. Dr. Marian Dörk "Visualizing Cultural Collections" (Do 14-18, Beginn: 26.10., Ort: FHP D 108).
  4. Tim Rittmann "Konzept- und Projektentwicklung: Preis für Computerspiele-Journalismus" (3 Blöcke Fr/Sa, 10- 17 Uhr, Einführung: Fr, 20.10., 10 Uhr Ort: FHP D 103, SWS: 4)

 
   
Drei Stationen einer Genealogie der Kybernetik

Dozent: Arantzazu Saratxaga
Termin: Mi 14-18 (eimal alle 2 Wochen)
Ort: ZeM
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Ziel des Seminars ist die medientheoretische Aufklärung des kybernetischen Wissens vor dem Hintergrund der technisch-geschichtlichen Entwicklung des Nachrichtenwesens. Auf Basis von drei Stationen, die die Entwicklung der Kybernetik deutlich abzeichnen, werden medienwissenschaftliche und medientheoretische Grundsätze der Nachrichtenwesenstechnologien chronologisch erklärt. Hierbei sollen die Macy-Konferenzen, die zwischen 1946-1953 stattfanden, einen Schwerpunkt des Seminars bilden. Damit wird eine besondere Bedeutung auf die „goldene Zeit“ der Kybernetik gelegt, deren Interesse darin besteht, sich jenseits eines Wissens der Nachrichtentechnologie, als eine allgemeine Wissenschaft zu etablieren. Zuletzt bilden die aus den Nachwirkungen der kybernetischen Prinzipien entstandenen medienwissenschaftlichen Theorien ein Thema des Seminars. Dabei werden die allgemeinen Grundsätze jeder Station vorgestellt und zugunsten der Gewinnung einer medienwissenschaftlichen und medientheoretisch fundierten Kritik der kybernetischen Epistemologie zum jeweiligen Themenbezug. Darüber hinaus wird auf Kontinuitäten und Brüche zwischen diesen drei Abschnitten der Entwicklung der Geschichte der Kybernetik aufmerksam gemacht. Das Seminar ist als ein theoretisches Labor zu verstehen, in dem anhand der Literaturliste die dargestellten Themen behandelt und gemeinsam diskutiert werden. Die Teilnehmer sollen ein Referat halten und anschließend an den Vortrag seitens der Dozentin wird eine Diskussion stattfinden.

Zusätzliche Informationen:
LEHRAUFTRAG von Arantzazu Saratxaga (Ersatz für ZeM-Reduktion von Marie-Luise Angerer)
 
   
Modul 7: Mediale Inszenierungsformen
 
   
Computer

Dozenten: Prof. Dr. Jan Distelmeyer, Prof. Boris Müller
Termin: Dienstag, 10-12 Uhr (Beginn 24.10.)
Ort: FHP D 011
SWS: 2
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 7
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Vorlesung
Leistungspunkte: 2 CP
Teilnehmerbegrenzung: 90

Beschreibung:
Der Computer – in all seinen Formen – gilt als allgegenwärtige Leittechnologie des 21. Jahrhunderts. Mit der Digitalisierung werden Lebensverhältnisse, von Arbeitsweisen bis zur Organisation des Privaten, weltweit verändert. Um so wichtiger ist es, sich mit den Bedingungen, Erscheinungsformen und Folgen des Computers auseinanderzusetzen. Die komplexe Verzahnung von Technik, Ästhetik und Praktiken, die Verbindungen zwischen Maschinen, Menschen und Dingen, fordern gerade gestalterische und medientheoretische Perspektiven heraus. Die kooperative Vorlesung »Computer« hat dabei zum Ziel, gestalterische, mediale, technische, kulturelle und gesellschaftliche Fragen nicht getrennt zu verhandeln, sondern aufeinander zu beziehen, um zu einem neuen Verständnis der theoretischen und praktischen Aspekte des Computers zu kommen. Wie können wir uns zu dem verhalten, was die "Computerisierung der Welt" genannt wird? Dazu wird das klassische Format der Vorlesung für unterschiedliche Perspektiven und Positionen geöffnet. In zwölf Doppel-Vorlesungen werden Jan Distelmeyer und Boris Müller gemeinsam zu ausgewählten Themen referieren und diese dann zur Diskussion stellen. Themen: 1. Perspektiven, 2. Revolutionen, 3. Programme, 4. Interaktion, 5. Operative Bilder, 6. Dialog, 7. Old Media, New Media, 8. Netzwerke, 9. As We May Work, 10. Systeme des Betriebs, 11. Ermächtigung, 12. Zweck
 
   
Fernsehfamilien

Dozent: Dr. Susanne Müller
Termin: Mi 12-14 Uhr
Ort: NP 1.1.107
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA, besonders Studienanfänger und Hausarbeitenneulinge
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Fernsehfamilien - das Wort weckt sofort Assoziationen: Die Simpsons, die Jetsons, die Flintstones, die Waltons, Familie Heinz Becker, die Hesselbachs, die Tanners ... Im Seminar werden wir uns einerseits zahlreiche Serien anschauen, in denen Fernsehfamilien eine zentrale Rolle spielen. Wir werden aber auch das Genre 'Fernsehserie' historisch beleuchten und schließlich über den Wandel der Protagonisten sprechen. Wo früher Muster-Familien im Mittelpunkt standen, bilden nun vermehrt Patchwork-Familien, Freundeskreise, Kollegen oder Interessengemeinschaften eine Ersatzfamilie. Das Seminar richtet sich grundsätzlich an alle BA-Studierende der EMW, speziell jedoch an Studienanfänger und Studierende, die ihre erste Hausarbeit schreiben wollen. Deswegen ist die Teilnehmerzahl strikt auf 25 begrenzt.
 
   
Motive des Klimawandels in der Populärkultur

Dozent: Katrin von Kap-herr
Termin: Mi 10:00-11:30
Ort: FHP D 103
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: S
Leistungspunkte: 2 CP
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Seit den 2000ern finden die Diskurse, Theorien und Analysen zum ökologischen Wandel und der globalen Erwärmung vermehrt Einzug in Politik und Öffentlichkeit: Wie schnell schreitet der Klimawandel voran? Wie verändert sich unser Ökosystem? Was bedeutet das für die zukünftigen Generationen? Auch die populären Massenmedien haben den Klimawandel und dessen Folgen für die Gesellschaft thematisch aufgegriffen und in ihr Unterhaltungsformat eingebettet. In Literatur und Film gibt es seit einigen Jahren das eigens betitelte Genre „climate fiction“ (cli-fi), das nicht science fiction sein will, sondern die Klimakatastrophe und ihre Folgen als unmittelbares Problem verhandelt. Im Seminar wollen wir die Motive des Klimawandels in diesen populären Unterhaltungsmedien analysieren: Wie wird das Phänomen des Klimawandels erzählt, dargestellt und eingebettet? Welcher sozialen und politischen Debatten und Lösungen bedienen sich diese populären Medien? Und wie werden die Diskurse um das cli-fi-Genre geführt und verbreitet?
 
   
Fernsehen macht dumm, dick und gewalttätig! - Formen, Positionen und Methoden der Medienkritik

Dozent: Christian Richter
Termin: Freitags 14.00 - 16.00 Uhr
Ort: Neues Palais, Haus 19, Raum 1.21
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Wir kennen typische Vorhaltungen gegen das Internet, gegen Computerspiele, gegen Social-Media oder gegen Smartphones. Stets wird in diesen Erfindungen (auch) eine geistige oder körperliche Bedrohung sowie ein Potential zur Sucht gesehen. Am deutlichsten wird dies am Beispiel des Fernsehens, denn kaum ein Medium steht so sehr im permanenten Verdacht, sein Publikum eher zu schädigen, als ihm zu nutzen. Doch woher kommen solche Ansichten, worauf basieren diese Ängste und inwiefern sind sie begründet? Im Semniar wollen wir deswegen das Fernsehen als exemplarisches Fallbeispiel betrachtet und verschiedene Texte, in denen das Medium als problematisch eingeschätzt wird, diskutieren. Hier sind Positionen von Manfred Spitzer und Christian Pfeiffer, aber auch von Neil Postman zu nennen. Ergänzt werden diese durch Darstellungen des Fernsehens in anderen Unterhaltungsmedien (etwa in Romanen, Filmen, den Simpsons oder Musik), um zu untersuchen, wie weitreichend diese Ansichten in allen Bereichen der Gesellschaft verankert sind. Aus der exemplarischen Auseinandersetzung mit dem Fernsehen sollen sich letztlich generellen Mechanismen von Medien-/Kulturkritik herausschälen, die für alle neu aufkommenden Medien (egal ob Comics, Internet oder Bücher) stets ähnlich verlaufen.

Zusätzliche Informationen:
Das Seminar stellt eine Kooperation zwischen der Europäischen Medienwissenschaft und dem Departement Erziehungswissenschaft dar und ist daher Studierenden beider Zielgruppen geöffnet. Aus der Zusammenführung der Disziplinen sollten sich aufgrund der unterschiedlichen Herangehensweisen für beide Seiten sehr erhellende Impulse ergeben. Das Angebot richtet sich ausdrücklich auch an Studierende in den ersten Fachsemestern.
 
   
Modul 8: Konzepte und Formen der Mediengestaltung
 
   
Eingriffe in die Wirklichkeit - Fotografie Einführung

Dozent: Prof. Winfried Gerling
Termin: Di. 10:00 - 17:00
Ort: FHP D 116
SWS: 8
Studiengang: BA
Module (BA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 12
Zielgruppe: BA EMW
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Die Veranstaltung ist eine Einführung in die Grundlagen der Fotografie mit besonderem Schwerpunkt auf digitale Fotografie. Allgemeine Kenntnisse zur Technik und Gestaltung werden anhand von Übungen erschlossen. Über das Semester soll ein erstes fotografisches Projekt konzeptuell und praktisch entwickelt und diskutiert werden. Darüber hinaus werden historische und aktuelle fotografische Positionen besprochen und einige zentrale Texte aus der Fotografiegeschichte und -theorie die Auseinandersetzung fundieren.
 
   
Konzept- und Projektentwicklung: Preis für Computerspiele-Journalismus

Dozent: Tim Rittmann
Termin: 3 Blöcke Fr/Sa, 10- 17 Uhr (siehe unten), Einführung: Fr, 20.10., 10 Uhr
Ort: FHP D 103
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 8
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 6
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Ein praktisches Seminar der Medienwissenschaft mit dem Ziel, erstmals einen Preis für deutschsprachigen Computerspiele-Journalismus ins Leben zu rufen. Obwohl es in Deutschland seit den 1980ern Computerspiele-Journalismus gibt, werden fernab der Fachpresse Computer-oder Videospiele in vielen Redaktionen immer noch stiefmütterlich behandelt. Irgendwo zwischen Technik- und Digitalressort eingeklemmt, bekommen wichtige Spiele-Releases signifikant weniger redaktionellen Raum als zum Beispiel Neustarts von Kinofilmen. Fast könnte man von einem antrainierten Beißreflex sprechen, wenn es um die Darstellung von Games in seriösen Medien geht. Jetzt kommt das zweite Aber; denn Besserung ist in Sicht. Journalistisch wertvolle, informative, unterhaltsame Texte und Videos, die sich nicht nur an ein Fachpublikum richten, muss man nicht mehr mit der Lupe suchen. Tagesaktuelle Medien, öffentlich-rechtliches Fernsehen, deutschsprachige Blogs und auch das Feuilleton widmet sich verstärkt und niveauvoll dem Thema Games. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Journalisten, federführend Tim Rittmann und Matthias Huber (Süddeutsche Zeitung), soll ein Journalistenpreis ins Leben gerufen werden, der die besten deutschsprachigen Texte und Videos prämierten wird. Dieses Seminar soll die Grundlagen schaffen und als Abschluss eine Veranstaltung organisieren und durchführen, auf der die ersten PreisträgerInnen geehrt werden. INHALT DES SEMINARS: Gute (und schlechte) Texte - im Mainstream-Journalismus, der Fachpresse und auf Videoportale. Unterschiedliche Anforderungen an Texte und Videos. Fachpresse und Mainstream-Presse. Muss ein Journalist ein guter Spieler sein? Ein Einblick in die Redaktionsstuben von Fach-und Mainstreampresse. Warum Journalistenpreise? Wir sondieren den Markt. Wo wollen wir mit dem Preis hin? Wir schreiben ein Mission Statement. Name, Website, Jury, Kommunikation, Preisverleihung: Wer übernimmt was? Aufgabenverteilung und Gruppenfindung. Über Computerspielen und die Ausbildung von Journalisten. Wer liest schon Texte im Zeitalter von YouTube und Twitch. Sind Let's Plays schon Journalismus?

Zusätzliche Informationen:
Projektseminar 1: Konzept- und Projektentwicklung/ Die Veranstaltung besteht aus 3 Blöcken: 20. Oktober: Einführung und Organisation // 24.-25. November: Block I // 15.-16. Dezember: Block II // 12.-13. Januar: Block III
 
   
Modul 9: Mediale Projekte
 
   
Experimentelle Gestaltung: Zeit

Dozent: Torsten Schöbel M.A.
Termin: Fr 10 – 17 Uhr
Ort: LW-139 (Mac-Labor), FHP
SWS: 8
Studiengang: BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 8
Zielgruppe: Studierende ab dem 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Im Projektseminar Experimentelle Gestaltung werden künstlerische Projekte in einem diskursiven Zusammenhang mit einem übergeordneten Thema entwickelt und realisiert. In diesem Semester steht das Thema Zeit im Fokus der Auseinandersetzung. Neben den themenspezifischen Lehrinhalten werden im Seminar theoretische und technische Grundlagen der digitalen Mediengestaltung vermittelt. Im Mittelpunkt steht das Digital Compositing mit der Animationssoftware Adobe After Effects. Der Kurs vermittelt die konzeptuellen und praktischen Grundlagen für Compositing, Motion Graphics und Animation. Die Möglichkeiten sind in der Bildsprache sowie in der räumlichen und zeitlichen Wahrnehmungsdimension vielfältig: Schrift, Bild- und Tonmaterialien lassen sich in neue Sinnzusammenhänge stellen, von der Kombination und Animation von beweglichen und statischen Bildern, Grafiken, Texten und Sound im zwei- oder dreidimensionalen Raum.
 
   
Epistemische Dinge. Sammeln - Forschen - Vermitteln im universitären Raum

Dozent: Dr. Daniela Döring
Termin: Fr 10-13h s.t.
Ort: FHP D116
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Gegenwärtig rücken materielle Dinge und Kulturen akademischer (Lehr-)Sammlungen verstärkt in das öffentliche und wissenschaftliche Interesse. Nicht nur Museen, sondern auch Universitäten bergen zahllose Schätze und lehrreiche Objekte. Zur Universität Potsdam gehören - neben der Computerspielesammlung - etwa der Botanische Garten, die Judaica- und Hebraica-Sammlungen, die Wand- und Handkartensammlung, das Universitätsarchiv und viele andere. Wir erkunden die unterschiedlichen Sammlungen, ihre musealen und medialen Strukturen, ihre Dingwelten, Erkenntnispotentiale und Geschichte(n). Im Rahmen des Projektseminars soll beispielhaft ein Exponat aus den Sammlungen ausgewählt und ein Vermittlungs- oder Ausstellungskonzept entwickelt werden.

Zusätzliche Informationen:
Das Projektseminar findet v.a. aufgrund der Exkursionen an mehreren Standorten statt (Golm, Neues Palais, FH, Berlin)
 
   
Mediale Experimente: Tiere und Schauanordnungen

Dozent: Prof. Anne Quirynen
Termin: Di 10-16
Ort: FHP D 106
SWS: 8
Studiengang: BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 8
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Das Projektseminar verfolgt die Kulturgeschichte der Tier-Mensch-Beziehungen, von den frühen Bewegungsstudien der 1890er Jahre bis hin zu aktuellen Dokumentarfilmen. Neben Textlektüren und -diskussionen werden wir die Schauanordnungen untersuchen, welche den (menschlichen) Blick auf das Tier konfigurieren und Mensch-Tier-Verhältnisse medial inszenieren (Zoo, Diorama, Kino). Auf dieser Grundlage sollen kurze Bewegtbild-Projekte entstehen (max.10 Min.).

Zusätzliche Informationen:
Erfahrungen mit Aufnahme oder Schnitt von Bild oder Ton sind Teilnahmevoraussetzung!
 
   
Resonances and Reverberations. Listening as a Bodily Experience

Dozent: Martyna Poznanska
Termin: Mi, 14-18 Uhr
Ort: Audiolabor (FHP LW119)
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
The course will focus on the experience of listening as a bodily experience. Special attention will be given to building listener's perceptual awareness. The course will involve working with the senses and the surrounding environment in order to create a sound environment anew as a personal and intimate territory. The participants during the course will be encouraged to exercise listening and hearing and to work not only with field recordings but also to write, draw, photograph and to reach for any kind of accessible media, that would help them in the final assignment of creating an 'intimate sonic map'. The course will embrace the introduction to field recording techniques (use of the recorders, particular microphones) and sound editing (using sound editing software). The course will be held in English.

Zusätzliche Informationen:
Please, e-mail me in case you've any questions.
 
   
Modul 10: Interdisziplinäres Ergänzungsstudium
 
   
Visualizing Cultural Collections

Dozent: Prof. Dr. Marian Dörk
Termin: Do 14-18, Beginn: 26.10.
Ort: FHP D 108
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 10
Zielgruppe: BA/MA Ergänzungsstudium
Teilnehmerbegrenzung: 5

Beschreibung:
Cultural institutions are investing great efforts in the digitization of their collections, however, there is a lack of innovative approaches to reveal the richness of these collections and make them available for casual exploration. What would an exploratory interface to digital cultural heritage look like? In this research-oriented project course we will approach this question. We consider the digital representation of collection items as a perspective in its own right, not a lower-quality proxy of the ‘original’ physical collection. So far there are only few examples of visualizations being applied to cultural objects, however, initial experiments demonstrate a variety of promising opportunities for research and design. In particular methods of information visualization have already been used to make the conceptual and material structure of collections better visible and explorable. The aim of this interdisciplinary project course is the investigation of innovative visualization techniques for the exploration of cultural collections. Advanced students of design, cultural management, conservation, and media studies will work together to study the potential of visualizing cultural collections. In collaboration with cultural institutions small project teams will connect cultural considerations with technological possibilities and pursue both practical and theoretical research questions. The objective is to create and evaluate visualizations that open novel perspectives on collections. As part of this process, we consider the visualizations to be cultural artifacts themselves that need to be interpreted and questioned, too. Participants should have a basic understanding and some practical experience with either information visualization or cultural collections – and an interest in the respective other. In interdisciplinary groups, participants will develop research projects and pursue their own questions. The results of the course will be presented at the end to the partners and documented in the form of a paper and a demo on the web.

Zusätzliche Informationen:
Please note: The language of teaching for this course is English. All communication during the seminars as well as literature and auxiliary materials will be in English.
 
   
Grundlagen der Betriebswirtschafts- und Managementlehre

Dozent: Prof. Dr. Enrico Sass
Termin: Do 9-13 Uhr/ Beginn: 26.10.17
Ort: FHP D 310
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: S
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
nnerhalb dieses Kurses erhalten Studierende einen Einblick in grundlegende Gestaltungsfelder der anwendungsorientierten Betriebswirtschafts- und Managementlehre. Der Kurs verfolgt das Ziel, für aktuelle oder spätere Management- und Existenzgründungsaufgaben zu qualifizieren. Die Prüfungsleistung enthält die Erstellung eines Business Plans für ein eigenes Beispiel, das sich am Vorlesungsinhalt orientiert. Auszug aus dem Lehrinhalt: Grundannahmen der Betriebswirtschaftslehre, Vision & Strategie, Management & Unternehmensführung, Wertschöpfungsprozesse, Finanzierung, Kostenrechnung, Organisation & Umwelt, Personalmanagement, Marketing, Rechtsformen.

Zusätzliche Informationen:
Bitte kontaktieren Sie bei Interesse den Dozierenden direkt. Nähere Infos zum Seminar: https://fhp.incom.org/workspace/7570/about
 
   
Modul 11: Freie Projektarbeit (betreut)
 
   
Freie Projektarbeit (betreut)

Dozenten: Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Dr. Bernd Bösel, Prof. Dr. Heiko Christians, Prof. Dr. Jan Distelmeyer, Dr. Daniela Döring, Prof. Winfried Gerling, M.A. Naomie Gramlich, Prof. Dr. Nico Heise, Dr. Sebastian Möring, Dr. Susanne Müller, Prof. Anne Quirynen, M.A. Martin Schmidt, Prof. Dr. Birgit Schneider, Torsten Schöbel M.A., Katrin von Kap-herr
Termin: nach Vereinbarung
Ort: nach Vereinbarung
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Freie Projektarbeit (betreut)
Leistungspunkte: 10
Teilnehmerbegrenzung: 5

Beschreibung:
Ziel ist die Entwicklung erster kleinerer freier Forschungsvorhaben oder eigenständiger Projektentwicklung bzw. auch von Kooperationen mit anderen Institutionen und Antragstellungen aus studentischer Initiative mit Recherche und theoretisch-praktischer Begleitung durch einen Lehrenden.

Zusätzliche Informationen:
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung
 
   
Modul 13: Kolloquium
 
   
BA - Kolloquium

Dozenten: Prof. Dr. Heiko Christians, Prof. Winfried Gerling
Termin: Do. 12:00-13:30
Ort: FHP D 307
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 13
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart:
Teilnehmerbegrenzung: 15
 
   
Fachschaftsrat WS 17/18

Dozent: Fachschaftsrat Emw
Termin: 23.10.17
Ort: FSR-Raum, Haus 1, Neues Palais
SWS: 0
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 13
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: --
Leistungspunkte: --
Zielgruppe: Studierende der EMW
Teilnehmerbegrenzung: keine

Beschreibung:
Dies ist kein Seminar! Die virtuelle Lehre wird für die FSR-interne Kommunikation genutzt. Falls Du Interesse an einer Mitarbeit im FSR hast, wende Dich bitte an Rebekka Eick oder Karlotta Markötter.

Zusätzliche Informationen:
Mehr Informationen zum Fachschaftsrat und seinen Mitgliedern gibt es hier: http://emw.fh-potsdam.de/kontakt_fachschaftsrat.php