Affektökologie. Intensive Milieus und zufällige Begegnungen
 
 
Marie-Luise Angerer

Lüneburg: meson press, 2017

Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lassen sich medientechnologische Verschiebungen beobachten, die das Denken des Humanen in besonderer Weise berühren. Diese verdichten sich heute in einer relationalen Neu–Organisation von Gesellschaft und Psyche über eine Ökologie des Affektiven. Aus dem Unbewussten wird in dieser Perspektive ein Nichtbewusstes, über das sich das organische und technische Leben auf neue intensive Weise verbinden. Der Affekt wird in dieser Sehweise zu einem neuen Schwellenbegriff, der den Körper medientechnisch und –politisch auf neue Weise anschlussfähig macht, sodass lebendige und technische Organismen begonnen haben, intensive Milieus auszubilden
 
   
Diagrammatik-Reader Grundlegende Texte aus Theorie und Geschichte
 
 
Hrsg. v. Schneider, Birgit / Ernst, Christoph / Wöpking, Jan

De Gruyter, 2016

In den letzten Jahren hat das theoretische und praktische Interesse an Diagrammen stark zugenommen. Kultur- und Bildwissenschaft, Philosophie, Medientheorie, Gestaltung und Kognitionsforschung sind gleichermaßen am epistemischen Gebrauch diagrammatischer Bild- und Denkformen interessiert. Bislang gibt es jedoch keine gemeinsame Lektürebasis, die die Diskussionen zu diesem Thema bündelt.

In Form einer Anthologie bietet dieser Reader klassische und innovative Schlüsseltexte zur Diagrammatik aus unterschiedlichen Perspektiven an. Diese enthält Texte zu theoretischen, praktischen und historischen Dimensionen des Denkens und Darstellens mit und von Diagrammen seit der griechischen Antike. Ein kommentierter Bildteil veranschaulicht die reiche Geschichte der Diagrammatik anhand konkreter Beispiele.
 
   
Machtzeichen. Anordnungen des Computers
 
 
Jan Distelmeyer

Berlin: Bertz+Fischer, Berlin 2017

Die Gegenwart des Computers ist grundsätzlich mit Regulierungsansprüchen und Fragen der Verfügung verbunden – mit dem Wunsch nach und der Angst vor Kontrolle. Was sind das für Formen des Verfügens? In welchem Verhältnis stehen Erscheinungsformen und Bedingungen des Computers?

Wie vermitteln Interfaces – Schnittstellen zwischen Hardware, Software, Mensch und Ding – unsere Beziehung zum Computer als Medium und Machtmaschine? Was für Welt- und Leitbilder inszenieren alltägliche Gebrauchsoberflächen zum »Tippen, Wischen, Drücken, Klicken«? Was tragen aktuelle Debatten um »Industrie 4.0«, »Ubiquitous Computing« und die »Post-Snowden-Ära« dazu bei?