Semester:
 
   
Modul 2: Konfigurationen des Analogen und Digitalen
 
   
Geologie der Medien. Materialien, Rohstoffe, Kreisläufe

Dozenten: Prof. Anne Quirynen, Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin: mittwochs 10-13
Ort: FHP D 105
SWS: 4
Studiengang: MA
Module (MA): 2
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 4 (=Teilnahme)
Zielgruppe: MA- Studenten
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Kein Smartphone ohne Elektrizität, kein Strom ohne Energiegewinnung – also Rohstoffe wie Holz, Wind, Kohle, Gas oder Öl. Aber auch kein Smartphone ohne seltene Erden, also Stoffe wie Kupfer und Coltan, die aus der Erde geschürft werden und ein wichtiger geopolitischer Handelsfaktor sind. Wer Materialitäten bei der Betrachtung von Medien mit in den Blick nimmt, stellt verwundert fest, wie systematisch derartige Abhängigkeiten in der Medientheorie ausgeblendet bleiben. Medientheorien betrachten Sinnstrukturen, Zeichen, Virtualität und beziehen nur selten die materiellen Kreisläufe ein, auf denen die Zeichenwelten basieren. Die Fragen, die sich gegenwärtig stellen, sind jedoch, wie sich die Materialitäten von Medien in Anbetracht ökologischer Grenzen denken lassen, in Anbetracht von Knappheiten und ökologischen Grenzen. Begriffe wie das Anthropozän und die Technosphäre versuchen auf diese Fragen zu reagieren, beide wurden in der Geologie bzw. der Geowissenschaft aufgebracht. Im Seminar werden wir uns mit der Tiefenzeit der Erde, der Geologie, mit Wertstoffen und Rohstoffen befassen, indem wir aktuelle Texte zu Fragen der Materialität diskutieren, Beispiele aus der Gegenwartskunst und dem Film analysieren, aber auch mehrere Exkursionen an Orte machen, die eine Geologie der Medien denkbar machen wie zum Beispiel zur Ausstellung „Die Kräfte hinter den Formen. Erdgeschichte, Materie, Prozess in der zeitgenössischen Kunst“ in Krefeld oder aber die Lausitzer Braunkohlereviere.

Zusätzliche Informationen:
Bemerkung: Dieses Seminar findet im Verbund mit der Veranstaltung im Master-Modul 6 von Anne Quirynen statt. Der Besuch der weiteren Veranstaltung wird empfohlen. Der Verbund von Veranstaltungen wird mit einer übergreifenden Arbeit absolviert.
 
   
Bedeutung von Gewicht

Dozent: Prof. Dr. Marie-Luise Angerer
Termin: Freitag, 14-18Uhr
Ort: UP 1.09.2.04
SWS: 2
Studiengang: MA
Module (MA): 2
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: MA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
In Anspielung auf Judith Butlers Körper von Gewicht (Bodies That Matter, 1993) unternimmt das Seminar den Versuch, die Entwicklungen von meaning und materiality (wie es bei Karen Barad heisst) in Medien- und Kulturtheorien der letzten 20 Jahre nachzuzeichnen. Barad hat ihre Kritik im Anschluss an Michel Foucaults Diskursanalyse und Judith Butlers Gendertheorie formuliert mit dem Hinweis, dass die Unterscheidung der beiden zwischen Diskursivem und Non-Diskursivem nicht geklärt worden sei – es dies lediglich eine Setzung ohne zu klären, was denn dieses Non-Diskursive sein soll. Seitdem sind zahlreiche Publikationen unter dem Label New Materialism erschienen, die sich mit der Frage, was denn diese neue Materialität sein könnte, auseinandersetzen.
 
   
Modul 3: Visualität, Narrativität und Performativität
 
   
Praktiken/Politiken des Ästhetischen: Etymologien des Jazz | Sprache & Improvisation (Verbund 3/5)

Dozenten: Dr. Jörg Sternagel, Simon Vincent M.Mus.
Termin: (1) 22.-23. April, (2) 11.-12. Mai, (3) 20.-21. Mai 2016
Ort: UP NP, ICI Berlin
SWS: 4
Studiengang: MA
Module (MA): 3
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: MA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Am Anfang unseres Parts des Verbundes über Etymologien des Jazz steht ein Ereignis im Juli 1997 im Kontext von Sprache und Improvisation: »Ornette Coleman, der Erfinder des Free Jazz, und Jacques Derrida, der Erfinder der Dekonstruktion, treten gemeinsam auf der Bühne des La Vilette in Paris auf. Coleman spielt Saxophon, Derrida liest einen Text. Dem Publikum gefällt das gar nicht. Derrida wird ausgebuht, bricht die Lesung ab und verlässt die Bühne« (Borgards 2014, 69). Derridas Text wird jedoch später veröffentlicht, es folgt zudem ein verschriftlichtes Interview zwischen ihm und Coleman. Ausgehend von diesem Ereignis, dieser Live-Situation folgen in den Texten und Gesprächen Schreib- und Lese-Situationen, die sich mit Verzögerung einstellen und einen Resonanzraum eröffnen, der Theorien der Improvisation ins Zentrum unserer Überlegungen rückt und in Verhältnisse setzt, die Komposition, Stimme und Schrift, Freiheit und Herrschaft, Präsenz und Repräsentation, Spontaneität und Planung mitbefragen. Über Prinzipien der Improvisation in einer Ästhetik des Jazz hinaus geht es uns daher weniger um eine Musiktheorie oder Musikgeschichte als vielmehr um ästhetische Theoriebildungen, die Theorien des Politischen und eine Praxis des Theoretischen mitdenken. Gemeinsam mit Derrida werden wir daran anschließend zwei Denkrichtungen verfolgen: (I.) Improvisation ist Prozess kollektiver Verständigung auf ein gemeinsames Projekt. (II.) Sprache, genauer: die Muttersprache ist nur unter bestimmten Bedingungen angeeignet und nie ganz beherrschbar. Vor allem zur zweiten Denkrichtung gehört die Vor- und Nachbereitung, der Besuch der internationalen Konferenz »Untying the Mother Tongue. On Language, Affect, and the Unconscious« mit den Keynotes von Daniel Boyarin und Hélène Cixous am 11. und 12. Mai 2016 im ICI Berlin: https://www.ici-berlin.org

Zusätzliche Informationen:
Termine: Das Seminar findet in drei Blöcken statt: (1) 22. und 23. April 2016, jeweils 10 bis 18 Uhr, UP NP, Haus 8, Raum 60/61 (2) 11. und 12. Mai 2016, jeweils 10 bis 18 Uhr, ICI Berlin (3) 20. und 21. Mai 2016, jeweils 10 bis 18 Uhr, UP NP, Haus 8, Raum 60/61 Literatur: Borgards, Roland, »1997 – Dekonstruktion und Free Jazz (Ornette Coleman und Jacques Derrida), in: Sandro Zanetti (Hg.), Improvisation und Invention. Momente, Modelle, Medien, Zürich-Berlin: diaphanes, 2014, S. 69-82. Coleman, Ornette und Jacques Derrida: »Die Wiederholung im Ereignis. Jacques Derrida trifft Ornette Coleman«, in: SPEX, 10. Oktober 1997, S. 38–41. Derrida, Jacques, Die Einsprachigkeit des Anderen, oder die ursprüngliche Prothese (1996), aus dem Französischen von Michael Wetzel, München: Fink, 2003.
 
   
Die Medialität des Spiels - Spieletheorien als Medientheorien, Medientheorien als Spieletheorien

Dozent: Dr. Sebastian Möring
Termin: Di 12:00-14:00
Ort: FHP D/119
SWS: 2
Studiengang: MA
Module (MA): 3
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Spiele und Medien haben einige interessante Gemeinsamkeiten: sie entziehen sich je einer erschöpfenden Beschreibung. Immer bleibt ein nicht restlos erklärbarer blinder Fleck oder ein Paradox, die jeweils mitgedacht werden müssen, wenn man etwa von Medialität oder dem Spiel spricht. Zudem werden fast zeitgleich der medial turn (Münker 2009) sowie der ludic turn (in media theory) (Raessens 2012) ausgerufen und sowohl Spielen als auch Medien wird eine Allgegenwart in unseren kulturellen Praktiken attestiert (Huizinga 1938, Caillois 1958, McLuhan 1964, Horn 2008 und Mersch 2006). So spielen wir etwa Spiele auf unseren Smartphones, wir spielen unterschiedliche Rollen in unserem Alltag, an Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten führen wir Rituale auf, wenn wir sprechen, dann vollführen wir Sprachspiele und auch wenn wir ins Kino, Theater oder die Oper gehen, dann beobachten wir ein Spiel. Es scheint, als ob das Spiel eine zentrale Rolle im Medialen spielt (no pun intended). Liest man nun klassische Spieletheorien, wird man recht bald feststellen, dass diese Theorien genauso gut Medientheorien sein könnten und es drängt sich die Frage auf: Sind Spiele immer auch Medien? Und/oder sind Medien immer auch Spiele? Woran liegt das? Zur Beantwortung dieser Fragen lesen und diskutieren wir deshalb klassische Spiele- und Medientheorien und untersuchen darin das Verhältnis von Spiel und Medium. Unter anderem wollen wir herausfinden, welche Medien in Spielen zum tragen kommen und was an ihnen ludisch ist. Umgekehrt wollen wir auch herausfinden, inwiefern das Spiel am Medialen partizipiert und sehen, inwieweit Medien immer auch ludisch sind. Viele Texte liegen in englischer Sprache vor. Die meisten sind aber auch auf Deutsch erhältlich. Disclaimer: Wenn hier von Spieletheorien die Rede ist, dann sind damit zumeist anthropologische Spieletheorien wie etwa die von Schiller, Huizinga, Caillois, Bateson, Sutton-Smith, Fink, Gadamer, usw. gemeint und nicht die mathematische Spieltheorie. Es ist trotzdem möglich, dass diese am Rande vorkommt.
 
   
Modul 5: Nichtlineares Erzählen
 
   
Praktiken/Politiken des Ästhetischen: Etymologien des Jazz | Music & Improvisation (Verbund 3/5)

Dozenten: Dr. Jörg Sternagel, Simon Vincent M.Mus.
Termin: Montags, 10.00 bis 14.00 Uhr
Ort: FH D 103
SWS: 4
Studiengang: MA
Module (MA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: MA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
The concept of improvisation has fascinated both musicians and audience alike, for at least as long as can be evidenced by written reviews, discussions and - more importantly - audio recordings. Moreover it is a widely contested concept, open to (mis)interpretation. Through examples in both recorded and live peformances (including concerts, studio works and seminar workshops) strategies of improvisation will be examined and explored in an attempt to uncover the process and the myth behind this significant yet often 'forgotten' parameter of music creation. Throughout the course of the seminar, a group work will be developed to be performed at the end of the semester.

Zusätzliche Informationen:
This course will be held in English.
 
   
Modul 6: Mediale Umgebungen
 
   
Verbund "Ludification . Räume des Möglichen (Verbund 2/6): Geologie der Medien. Materialien, Rohstoffe, Kreisläufe

Dozenten: Prof. Anne Quirynen, Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin: Do 10uhr bis 13uhr
Ort: FHP, D103
SWS: 4
Studiengang: MA
Module (MA): 6
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: EMW MA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Kein Smartphone ohne Elektrizität, kein Strom ohne Energiegewinnung – also Rohstoffe wie Holz, Wind, Kohle, Gas oder Öl. Aber auch kein Smartphone ohne seltene Erden, also Stoffe wie Kupfer und Coltan, die aus der Erde geschürft werden und ein wichtiger geopolitischer Handelsfaktor sind. Wer Materialitäten bei der Betrachtung von Medien mit in den Blick nimmt, stellt verwundert fest, wie systematisch derartige Abhängigkeiten in der Medientheorie ausgeblendet bleiben. Medientheorien betrachten Sinnstrukturen, Zeichen, Virtualität und beziehen nur selten die materiellen Kreisläufe ein, auf denen die Zeichenwelten basieren. Die Fragen, die sich gegenwärtig stellen, sind jedoch, wie sich die Materialitäten von Medien in Anbetracht ökologischer Grenzen denken lassen, in Anbetracht von Knappheiten und ökologischen Grenzen. Begriffe wie das Anthropozän und die Technosphäre versuchen auf diese Fragen zu reagieren, beide wurden in der Geologie bzw. der Geowissenschaft aufgebracht. Im Seminar werden wir uns mit der Tiefenzeit der Erde, der Geologie, mit Wertstoffen und Rohstoffen befassen, indem wir aktuelle kunstlerische Strategien zu Fragen der Materialität diskutieren, Beispiele aus der Gegenwartskunst und dem Film analysieren, aber auch mehrere Exkursionen an Orte machen, die eine Geologie der Medien denkbar machen wie zum Beispiel die Lausitzer Braunkohlereviere.

Zusätzliche Informationen:
Die Veranstaltungsteile für Modul 2 (Dr. Birgit Schneider) und 6 sind miteinander verbunden. Der Besuch der weiteren Veranstaltung wird empfohlen. Es ist möglich den Verbund von Veranstaltungen mit einer übergreifenden Arbeit benotet zu absolvieren.
 
   
Modul 7: Experimentelle Forschungsarbeit
 
   
Experimentelle Forschungsarbeit

Dozenten: Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Dr. Bernd Bösel, Prof. Dr. Heiko Christians, Prof. Dr. Jan Distelmeyer, apl. Prof. Dr. Michael Mayer, Dr. Sebastian Möring, Dr. Susanne Müller, Prof. Anne Quirynen, PD Dr. Ulrich Richtmeyer, Fritz Schlüter, M.A. Martin Schmidt, Prof. Dr. Birgit Schneider, Torsten Schöbel M.A., Dr. Jörg Sternagel, Simon Vincent M.Mus., Katrin von Kap-herr, Katja Zanger
Termin: individuell vereinbaren
Ort: FH/ Uni
SWS: 4
Studiengang: MA
Module (MA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Experimentelle Forschungsarbeit
Leistungspunkte: 12
Teilnehmerbegrenzung: 5

Beschreibung:
Ziel des Moduls ist die Entwicklung experimenteller Forschungsarbeiten durch die Studierenden selbst. Unter experimenteller Forschung ist die Untersuchung von Fragestellungen mittels medialer Aufbereitung zu verstehen, wozu gleichermaßen Recherche, eigene Literaturzusammenstellung, Konzipierung, Wahl der Darstellungsmittel bzw. des medialen Formats und die Durchführung zählt.

Zusätzliche Informationen:
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung.
 
   
EMW Orchestra

Dozent: Simon Vincent M.Mus.
Termin: EMW Orchestra
Ort: NN
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 11
Module (MA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Project / Performance
Teilnehmerbegrenzung: 5

Beschreibung:
Since 2009, the EMW Orchestra has offered a platform for experimental performance practice, with concerts at Club Transmediale, Tresor, Akademie der Künste, Café Tasso among many others, with themes ranging from 'Overlap', Musique Concrete & Live Techno, Bruce Lee vs. Jaques Tati, Re:Volt Feminism, Sun Ra. The EMW Orchestra 2016 will continue this tradition with an exploration of ideas generated during the semester. A performance of the resulting work will take place in Berlin, July 2016 at the end of the semester.
 
   
Modul 8: Interdisziplinäres Ergänzungsstudium
 
   
Bodifications - XIV MAGIS International Spring School, Gorizia 2016

Dozent: Prof. Dr. Jan Distelmeyer
Termin: 8.-15. März
Ort: Universität Udine, Gorizia
SWS: 4
Studiengang: MA
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Exkursion/Projekt
Leistungspunkte: 4 CP
Zielgruppe: MA
Teilnehmerbegrenzung: 5

Beschreibung:
Zum 14. Mal findet im März 2016 die MAGIS International Film Studies Spring School statt, die aktuelle Fragen der Film- und Medienwissenschaft verhandelt. Seit dem SoSe 2010 ist die MAGIS International Spring School eine regelmäßige, internationale Ergänzung des Master-Programms der EMW. Seit 2012 gehören die FH Potsdam und Universität Potsdam zu den Kooperationspartnern der Spring School, die von der Università degli Studi di Udine u.a. mit folgenden Partnern (neben der EMW) durchgeführt wird: Université Paris 3 – Sorbonne Nouvelle, Université de Montréal, Universitat Pompeu Fabra Barcelona, University of Malta, Universität für angewandte Kunst Wien, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, CineGraph Hamburg. Die Kooperation der EMW mit der Università degli Studi di Udine sieht vor, dass die Flug- und Unterbringungskosten von der Kooperation getragen und finanziert werden und damit die Studierenden davon befreit sind. Die Spring School 2016 steht unter dem Oberthema: Bodifications: Mapping the Body in Media Cultures Die thematischen Schwerpunkte der Spring School werden durch 5 Sektionen und Workshops charakterisiert: 1. Porn Studies. The pornographic/sexualized body 2. Visual Arts. The artistic/performative body 3. Media Archaeology. The archaeological/technological body 4. Post Cinema. The digital/post-organic body 5. The Body and Shape of Film History: Forms of Presentation Details: http://www.filmforumfestival.it/
 
   
Das Landschaftbild als Experiment | Projektwoche Bröllin "Mediale Umwelten, Milieus und Landschaften"

Dozenten: Prof. Anne Quirynen, Fritz Schlüter
Termin: 06.-10. Juni Projektwoche Bröllin
Ort: Bröllin
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 9
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 4
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Das Projekt ist Teil der Projektwoche in Bröllin mit dem Titel "Mediale Umwelten, Milieus und Landschaften". Auf der Suche nach Visualisierungen, die das räumliche Alltagsverständnis der Brölliner Landschaft wiedergeben können, wenden wir uns unterschiedlichen digitalen Aufnahmetechniken zu. In kleinen filmischen Experimenten untersuchen wir ästhetische Qualitäten (Farbe, Licht, Textur, Zeit…) und soziale Faktoren, die unsere Wahrnehmung der Brölliner Landschaft mitprägen. Wir setzen uns auseinander mit statischen Aufnahmen und Bewegung der Kameras (beeinflusst durch den Körper und andere externe Faktoren). FH Material: DSLR Kameras, Stative und Go Pro. Bitte einen Laptop mit Schnittprogramm, Festplatte und wetterfeste Kleidung mitbringen!

Zusätzliche Informationen:
Literatur: 3 Texte aus: Moving landscapes. Landschaft und Film, Hg. Barbara Pichler und Andrea Pollach, Wien, 2006 - moving landscapes. einführende Anmerkungen zu Landschaft und Film, Barbara Pichler, Andrea Pollach S 15- 34 - Komplexe Landschaft. die Landschaft als Raum und Wahrnehmung, Kristina Trolle, Fred Truniger, S. 57 - 70 - Landschaft als Verhandlungswache. ein Kommentar zum Diskurs der Landschaft, Erik Meinharter, S. 71 - 79 1 Text aus: Landscape and film, ed. by Martin Lefebvre, Routledge, 2006 - from flatland to vernacular relativity: the genesis of early english screenscapes. p. 213 -244
 
   
Forum Medienphilosophie

Dozent: apl. Prof. Dr. Michael Mayer
Termin: NN
Ort: NN
SWS: 1
Studiengang: MA
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 1
Zielgruppe: Masterstudierende
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Das Forum Medienphilosophie wendet sich an Studierende, die ihre Abschlussarbeit (Promotion, Master) im weiteren Umkreis der Medienphilosophie schreiben und bereits ein schlüssiges Exposé ihrer Arbeit vorlegen können.

Zusätzliche Informationen:
Geplant sind Veranstaltungen mit Lektüren, Präsentationen und Diskussionen zum Stand der jeweiligen Arbeiten.
 
   
Theorien und Praktiken des Kollektiven

Dozenten: Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Prof. Anne Quirynen, Dr. Jörg Sternagel
Termin: 27.-28. Mai und 11.-14.Juli
Ort: Potsdam / Stolzenhagen
SWS: 2
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Summerschool
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA ab 3. Semester, MA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Jegliche Form des Kollektiven ist von einer spezifischen Ambivalenz gekennzeichnet: es ist gleichermaßen in reaktionäre wie emanzipatorische Diskurse verstrickt, es changiert zwischen imaginärer Besetzung und identitätsstiftendem Zusammenschluss. Ausgehend von diesem »Dilemma« der Gemeinschaft, das wir als Symptom für eine übergeordnete Problematik des Politischen sehen, wollen wir uns mit Konzepten von Zusammenschlüssen aus Sozial- und Politiktheorie, Medien- und Kunstwissenschaft, feministischer Theorie sowie Philosophie beschäftigen. Einem Denken über das Kollektiv ist grundlegend die Frage nach dem »Anderen« eingeschrieben. Wir erleben gerade eine Zeit, in der abermals an ein »Wir« appelliert wird: zum einen geht es um ein europäisches »Wir« und zum anderen um ein menschliches »Wir«, welches nichtmenschlichen Lebensformen jegliche Handlungsfähigkeit und Rechte abspricht. Diese Anrufung an ein »Wir« verweist auf den Status der Gemeinschaft als etwas Gemachtes, nicht einfach Vorliegendes. Dabei sind an diesen Prozessen der Kollektivierung nicht nur Menschen und menschengemachte Verhältnisse, sondern Hybride aus Medien, Affekten und Sprachen beteiligt. Dieses Gemachtwerden von Kollektiven verspricht jedoch auch utopischen und heterogenen Ansätzen, Formen des Kollektiven jenseits von Naturalisierung und politischem Essenzialismus neu zu denken.

Zusätzliche Informationen:
Das Seminar besteht aus zwei Veranstaltungsblöcken. Der erste Teil wird im Mai in Potsdam stattfinden. Den zweiten Block wollen wir im Juli auf einem Gutshof in Stolzenhagen (Brandenburg) verbringen. Wir erhoffen uns mit theoretisch interessierten Studierenden aus unterschiedlichen Fachbereichen der FHP sowie einigen Gästen aus Theorie und Kunst eine produktive Auseinandersetzung mit dem Thema des Kollektiven. Das Seminar ist geöffnet für Studierende von der FHP aus den Studiengängen Europäische Medienwissenschaft, Kulturarbeit, Soziale Arbeit und dem Fachbereich Design. Eingeladen sind folgende Gastvortragende und folgendes Performancekollektiv: Elisabeth Schäfer (Wien) »Towards a Theory of Communities« Marie-Luise Angerer (Potsdam) »Zufälligkeit der Begegnung« Jörg Sternagel (Potsdam) »Hannah Arendt: Übungen im politischen Denken« BeAnotherLab, Mariam Frick und Martin Pleiß (Berlin) »Synchronizing our selves – Me, You, We and something in between« Die Seminarvorbereitung und –konzeption wird von Martha Holewa, Naomie Gramlich und Sabeth Kerkhoff durchgeführt und von Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Prof. Anne Quirynen und Dr. Jörg Sternagel betreut und geleitet. Das Seminar »Theorien und Praktiken des Kollektiven« wird gefördert von der Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs (Universität Potsdam), InferFlex (Fachhochschule Potsdam), dem Lehrstuhl für Medientheorie, (Universität Potsdam) und dem Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften.
 
   
Amazing Games 2016

Dozenten: Michael Liebe, Silja Rheingans
Termin: Block: April 20-23, 2016 + 2 Termine
Ort: Berlin, Oranienstr. 37
SWS: 2
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 5
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2 CP
Zielgruppe: BA, MA EMW
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Wir besuchen - wie schon 2014 und 2015 - das A MAZE. / Berlin Indiegames und Art Festival, das im Rahmen der International Games Week Berlin von Mittwoch 20.04. - Samstag 23.04. im Urban Spree und dem Haubentaucher stattfinden wird. Neben Vorträgen und Workshops rund um das Thema Games werden dort alle Nominierten für den A MAZE-Award ausgestellt. EMW-Studierende bekommen als Teilnehmer*innen des Seminars Eintrittskarten zum halben Preis (sprich: 50€, ab 10 Teilnehmer). Bedingungen für einen Leistungsschein: Vollständige Teilnahme am A MAZE-Festival mit allen Vorträgen und Schreiben eines Abschlussberichtes. Die Berichte werden von den Lehrenden der Veranstaltung kuratiert.

Zusätzliche Informationen:
LINKS www.facebook.de/computerspielesammlung www.digarec.org http://amaze-berlin.de/ www.gamesweekberlin.com
 
   
Speculative Resonances. On Listening as a Bodily Experience in Everyday Urbanscapes | Projektwoche Potsdam

Dozenten: Martyna Poznanska, Fritz Schlüter
Termin: Projektwoche
Ort: Audiolabor (FHP LW119)
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 9
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
'It might perhaps be simpler if we were to follow the tried and true methods of the psychologist, who describes what he observes, measures the levels, and classifies types - who sees imagination being born in children without ever really examining how it dies in ordinary men.' (Gaston Bachelard, Poetics of Reverie) 'Like crystal, like metal, and many other substances I am a sonorous being, but I hear my vibration from within, as Malraux said, I hear myself with my throat.' (Maurice Merleau-Ponty, The Visible and the Invisible) The workshop focuses on our perception, processes of listening or hearing understood as a bodily experience and practiced within the urban environment. During the workshops we will be working on shifting our attention towards the sonic environment. We will be using an autoethnographical and phenomenological method interleaved - enclosed in four practices of listening, recording, writing and photographing. The workshop's aim is to unveil the poetic images and speculative resonances between our bodies and the sonic inside everyday life, and collect traces and glimpses of them using the four practices.
 
   
Modul 9: Kolloquium
 
   
Laboratorium

Dozenten: Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Prof. Anne Quirynen
Termin: Donnerstag, 14-18Uhr (2-wöchentlich) anfang: 28.04
Ort: FH D 103
SWS: 2
Studiengang: MA
Module (MA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: S
Leistungspunkte: 6 (2015) , 1 (2010)
Zielgruppe: EMW MA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Das Kolloquium „Laboratorium“ unterstützt die Studierenden insbesondere bei der Themenfindung, der Operationalisierung von Forschungsproblemen, Literaturrecherchen und Strukturierung von Arbeiten.