Semester:
 
   
Modul 1: Einführung in die Medienkulturwissenschaft
 
   
Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens, Kurs A

Dozenten: Dr. Bernd Bösel, M.A. Martin Schmidt
Termin: Dienstags 14:00 bis 16:00
Ort: Neues Palais 1.22.0.38
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Das Seminar führt ein in die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens, Schreibens, Argumentierens: Theoretische Lektüren wie auch praktische Übungen bezwecken eine Annäherung an die wichtigsten Formen kulturwissenschaftlichen Arbeitens und Präsentierens (Texte lesen, Vorträge halten, Hausarbeiten und andere wissenschaftliche Texte schreiben).

Zusätzliche Informationen:
Obligatorisch für 2. Semester BA EMW. Bitte schreiben Sie sich in beide Kurse gleichzeitig ein, die Verteilung wird anschließend durch die jeweiligen Dozenten vorgenommen.
 
   
Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens, Kurs B

Dozenten: Dr. Bernd Bösel, M.A. Martin Schmidt
Termin: Dienstags, 14:00 bis 16:00
Ort: FH, D311
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Das Seminar führt ein in die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens, Schreibens, Argumentierens: Theoretische Lektüren wie auch praktische Übungen bezwecken eine Annäherung an die wichtigsten Formen kulturwissenschaftlichen Arbeitens und Präsentierens (Texte lesen, Vorträge halten, Hausarbeiten und andere wissenschaftliche Texte schreiben).

Zusätzliche Informationen:
Obligatorisch für 2. Semester BA EMW. Bitte schreiben Sie sich in beide Kurse gleichzeitig ein, die Verteilung wird anschließend durch die jeweiligen Dozenten vorgenommen.
 
   
Modul 3: Medienrecht und Kulturökonomie
 
   
"Und vergib uns unsere Schulden" (Kapital als Medium II)

Dozent: apl. Prof. Dr. Michael Mayer
Termin: Mit, 10-12 Uhr
Ort: 1.22.039
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA, 3. Sem.
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
In einer Neuübersetzung der „Bibel in gerechter Sprache“ ersetzten die Autoren den Ausdruck „Schuld“ (gr. Opheiléma) im „Vaterunser“, dem prominentesten Gebet des Christentums, durch „Schulden“. Die Empörung in Presseorganen und theologischen Zirkeln war erwartungsgemäß groß, doch hermeneutisch ebenso naiv wie historisch blind. Denn die Formel „Vergib uns unsere Schulden“ illuminiert mit einem Schlag nicht nur die politische Situation in Judäa Anfang des 1. Jhr. n. Chr., sondern eines der primären politischen Probleme der antiken Welt überhaupt: die vor allem durch azyklisch auftretende Schuldenkrisen antiker Gesellschaften induzierte massenhafte Versklavung ihrer Bevölkerungen. Erst vor diesem Hintergrund wird der ab dem 6. Jhr. v. Chr. sich radikalisierende Monotheismus mit seinem antibabylonischen, antirömischen und schließlich antiimperialen Impetus lesbar als Versuch, dieses Verschuldungs- als Schuldregime radikal zu durchbrechen. Das Seminar nimmt die antike Situation als Paradigma, um die gegenwärtige spätkapitalistische Schuldenkrise auf ihre subjekttheoretischen, politischen und medienkulturgeschichtlichen Implikationen hin zu diskutieren und die Frage aufzuwerfen, was mit Menschen geschieht, wenn sie einander nicht als Gleiche unter Gleichen gegenübertreten, sondern dauerhaft als Schuldner und Gläubiger. Im Zentrum steht dabei das Fragment von Walter Benjamin „Kapitalismus als Religion“ (1921), in dem er den Kapitalismus im strengen Sinne als Religion und dergestalt als den „vermutlich ersten Fall eines nicht entsühnenden, sondern verschuldenden Kultus“ ausbuchstabiert. Die „Akkumulation des Kapitals“ (Marx) wird somit als Akkumulation eines Verschuldungszusammenhangs erkennbar, der das Verhältnis des Menschen zu sich und seinesgleichen, zur sozialen und natürlichen Umwelt zurichtet. Das Kapital ist das Medium dieses Verhältnisses. --- Das Seminar schließt an das im Modul 3 platzierte Seminar „Communität (Kapital als Medium I)“ vom letzten WS an, setzt dessen Besuch aber nicht voraus.

Zusätzliche Informationen:
Lit. Walter Benjamin: Kapitalismus als Religion (1921). Bibel in gerechter Sprache, hrsg. v. Ulrike Bail u.a. (2006). Peter Greenaway, Margret Kampmeyer, Cilly Kugelmann: Gehorsam, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im jüdischen Museum Berlin (2015). David Graeber: Schulden – Die ersten fünftausend Jahre (2011). Joseph Vogl: Der Souveränitätseffekt (2015). Karl Marx, Friedrich Engels: Das Kapital, Bd. 1 (1867). David Hume: Of Public Credit (1752). Thomas Macho (Hrsg.): Bonds, Schuld, Schulden und andere Verbindlichkeiten (2014). Michael Hudson: Die Herrschaft der Finanzoligarchie: Der Krieg der Banken gegen das Volk (2011). Thomas Piketty: Das Kapital des 21. Jahrhunderts (2013). Maurizio Lazzaroto: Die Fabrik des verschuldeten Menschen. Essay über das neoliberale Leben (2012). Paul Windolf (Hrsg.): Finanzmarkt-Kapitalismus (2005). Ralf und Stefan Heidenreich: Mehr Geld (2008). Peter Seele, Georg Pfleiderer (Hrsg.): Kapitalismus – eine Religion in der Krise, I. Grundprobleme von Risiko, Vertrauen, Schuld (2013). Belletristik: Luther Blissett: Q (1999). Film: Adam McKay: The Big Short (2016)
 
   
Vorlesung: Das Recht des geistigen Eigentums und der Medien (mit integrierter Übung)

Dozent: Prof. Dr. Nico Heise
Termin: Dienstags, 10-13 Uhr
Ort: FH D 011 (Hörsaal)
SWS: 3
Studiengang: BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Vorlesung
Leistungspunkte: 3
Zielgruppe: ab 1. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 90

Beschreibung:
Die Vorlesung behandelt die Grundzüge des Urheber-, Design-, Lizenz- und Äußerungsrechts. Dazu gehören die Fragen, welche Werke urheberrechtlich geschützt sein können (z.B. Text, Fotografie, Film, bildende Kunst, Computerprogramme), wie ein Design eingetragen werden kann, wie lange der Schutz währt, wie Rechte lizensiert werden können und welche Möglichkeiten ein Rechteinhaber hat, gegen Rechtsverletzungen vorzugehen. Ein weiteres Thema der Vorlesung sind die Bedingungen und Limitierungen der (nicht nur journalistischen) Wort- und Bildberichterstattung. Besonders relevant sind dabei die unterschiedlichen Facetten des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts (Recht am eigenen Bild, Schutz der persönlichen Ehre) einschließlich des derzeit besonders umstrittenen Rechts auf informationelle Selbstbestimmung (Datenschutz). Neben den historischen und ökonomischen Hintergründen des Medienrechts werden wir insbesondere die großen Herausforderungen diskutieren, die sich aus der Entwicklung der digitalen Medien und des Internets für dieses Rechtsgebiet ergeben. Im Rahmen einer integrierten Übung werden wir das Gelernte anhand von praktischen Fällen trainieren.
 
   
Medienrechtliches Seminar: Man darf doch wohl noch seine Meinung sagen! Grundlagen und Grenzen der Meinungsfreiheit

Dozent: Prof. Dr. Nico Heise
Termin: Dienstags, 14-18 Uhr, 14tägig
Ort: FH D 119
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: ab 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten […] Eine Zensur findet nicht statt. Diese in Artikel 5 grundgesetzlich geschützte Meinungsfreiheit ist Basis der sogenannten Kommunikationsgrundrechte. Aber wie weit reicht diese Freiheit wirklich? Was geschieht, wenn eine Meinungsäußerung das Persönlichkeitsrecht oder auch den Glauben anderer berührt? Wie frei ist die journalistische Berichterstattung? Darf Satire wirklich alles? Führen Algorithmen im Netz zu einer neuen Form der Zensur? Diese und weitere Fragen werden wir im Rahmen von Referaten und Diskussionen erörtern. Dabei werden wir uns nicht auf das deutsche Recht beschränken, sondern auch einen Blick auf den Stand der Meinungs- und Medienfreiheit in anderen Staaten werfen.
 
   
Dokumentarische Werkstatt 4 - Das filmische Porträt

Dozent: Katja Zanger
Termin: Montag, 14.15 - 17.45 Uhr
Ort: FH D 103
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 5
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Ein Porträt rückt den einzelnen Menschen ins Zentrum, aber es entsteht immer im Dialog. Am Ende ist nur einer auf der Leinwand zu sehen. Diesen Satz wollen wir mit einem Fragezeichen versehen und die Beziehung zwischen Filmemachern und Protagonisten ins Zentrum unserer Beobachtung und unserer Reflexion stellen. Welche Haltung entwickle ich als Autorin oder Autor gegenüber dem Objekt meiner Darstellung und wie wirkt sich diese im Ergebnis aus? Wie kann ich eine Person sichtbar machen? Was bedeuten Subjektivität und Objektivität in diesem Zusammenhang? Zur Vorbereitung werden Texte zu Theorie und Praxis der dokumentarischen Filmarbeit gelesen und Beispiele gesichtet. Die Suche und das Kennenlernen der Protagonisten führen zum Entwurf eines Filmkonzeptes, das im Seminar gemeinsam bearbeitet wird. Im Ergebnis sollen kurze dokumentarische Filmporträts entstehen. Vorkenntnisse in den Bereichen Kamera und Schnitt sind erwünscht.
 
   
Tell/Sell Me A Story – Eine Einführung ins crossmediale Buchmarketing

Dozent: Christina Maria Schollerer
Termin: Di, 10:00-13:00
Ort: FHP, D116
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 5
Zielgruppe: BA, ab 4. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Crossmedia und Transmedia Storytelling als Formen medienübergreifenden Erzählens bestimmen die aktuelle Diskussion um „The Future of Storytelling“. Doch was ist Transmedia überhaupt? Was versteht man in der Dramaturgie unter Plot, Story und Charakterentwicklung – und wie kann ich Storytelling-Elemente nutzen, um Geschichten zu vermarkten? Das Projektseminar vermittelt Grundkenntnisse in den Techniken und Strukturen des klassischen und crossmedialen Erzählens sowie der Konzeptentwicklung und zeigt, wie aktuelles Buchmarketing, besonders im Spitzentitelbereich, diese zu Marketingzwecken nutzt. Der Fokus des Seminars liegt auf der Analyse bestehender und der Konzeption neuer Formate mit dem Ziel, eigene crossmediale Werbe-Formate exemplarisch zu konzipieren; sowohl im analogen wie digitalen Bereich. Die Veranstaltung endet mit der Präsentation und Dokumentation eines eigenen Crossmedia-Werbekonzepts.

Zusätzliche Informationen:
+++ Das Seminar findet in Kooperation mit der Berliner Marketing-Agentur vm-people und Bestsellerautor Sebastian Fitzek statt. +++ Aufgrund der bereits jetzt großen Nachfrage, bitte ich alle Interessierten, mir zusätzlich zur Online-Einschreibung ein paar Zeilen zu Ihrer Teilnahmemotivation zukommen zu lassen. Bitte schicken Sie diese bis spätestens zum Ende der Einschreibungsfrist an schollerer@fh-potsdam.de. +++ Die erste Sitzung findet am Di, 12. April von 10-13 Uhr in Raum D/116 statt. Das Seminar endet am 19. Juli mit der finalen Präsentation.
 
   
Modul 4: Europäische Kulturgeschichte und Medienkulturgeschichte
 
   
Fahren, fahren, fahren ... Verkehrsgeschichte als Medienkulturgeschichte

Dozent: Dr. Susanne Müller
Termin: Di 10-12 Uhr
Ort: UP 1.01.107
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
"Wo sind wir, wenn wir reisen?" fragt Paul Virilio programmatisch in seinem Essay 'Fahren, fahren, fahren …' aus dem Jahr 1978. "Wo liegt dieses 'Land der Geschwindigkeit', das nie genau mit dem zusammenfällt, das wir durchqueren?"* Unter anderem dieser Frage wird im Seminar nachgegangen, wobei auf der einen Seite die Geschichte der modernen Verkehrsmittel nachgezeichnet wird und auf der anderen Seite überprüft wird, inwiefern es sich hier gleichsam um eine Mediengeschichte handelt. Anhand des (vornehmlich touristischen) Unterwegsseins in verschiedenen Verkehrsmitteln (z.B. Postkutsche, Eisenbahn, Dampfschiff, Fahrrad, Flugzeug, Automobil) wird hinterfragt: Was sehen wir, wenn wir reisen und inwiefern fungieren Fortbewegungsmittel oder –methode als Wahrnehmungsdispositive, als Sehhilfen oder als Distanzierungsmaßnahmen? *Virillio, Fahren fahren fahren, 1978, S. 19)
 
   
"Now you see it!" – die Transformationen des Kong. Eine Mediengeschichte der Popkultur

Dozent: Prof. Dr. Jan Distelmeyer
Termin: Mittwoch, 11:00 (s.t) - 14:30
Ort: FHP D 116
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
King Kong hat seit 1933 nicht nur in unterschiedlichen nationalen Kinematographien seine Spuren hinterlassen, sondern auch diverse mediale Transformationen erfahren. Die Transformations- und Mediengeschichte des Kong, die in diesem Seminar verhandelt wird, reicht von Film und Roman über Comics und Fernsehserien bis zu Computerspielen, in deren Entwicklung Kong gerade hinsichtlich narrativer Prozesse eine wichtige Rolle gespielt hat.
 
   
Bilder von Gewalt

Dozent: Stella Cristofolini
Termin: Mi 16-18
Ort: Neues Palais 1.09.2.04
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA-EMW
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Darstellungen von versehrten Körpern, Darstellungen von Gewalt- wo finden sie sich? Was wird gezeigt, mit welcher Absicht, mittels welcher Inszenierungsstrategien? Welche historischen Abbildungen gibt es, welche zeitgenössischen Phänomene (z. Bsp. die unzähligen „Laiendokumentationen“ aus dem syrischen Krieg oder die Filme der ISIS im Netz)? Und wie verhält es sich mit der Präsentation des scheinbar Unsagbaren, Nicht- Darstellbaren- des Traumas? Das Seminar untersucht anhand von Foto-, Film- und Bildbeispielen Formen der Darstellung von Verletzung, Gewalt, Tod und Trauma. Unterschiedliche Perspektiven, Medien und Praktiken des Umgangs mit dem versehrten Körper finden sich in den Bereichen Medizin, Rechtsmedizin, Krieg und Folter, Religion, Kunst (Bildende Kunst und Performance), Theater, Film (Dokumentation, Historienfilm, Fiktion, Splatter), Fotografie (Kriegs- und Kunstfotografie), Gewalt im Umgang mit Tieren, Nutzung sozialer Medien, Tabu und Trauma. Gewünscht wird die aktive Mitarbeit zu einzelnen Themen durch die Studierenden. Denkbar sind zudem gemeinsame Ausstellungsbesuche und die praktische Umsetzung des Erforschten in Form einer Installation/virtuellen Ausstellung o.ä. Literaturvorschläge: Barthes, R. (1964). Schockphotos. In Mythen des Alltags . Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag Burschel, Peter u.a. (Hg.) (2000). Vom Quälen des Körpers. Eine hist. Anthropologie der Folter. Köln u.a.: BöhlauVerlag Butler, J. (2010). Raster des Krieges: warum wir nicht jedes Leid beklagen. Frankfurt, M.; New York, NY: Campus-Verlag Cristofolini, Stella (Magisterarbeit). Zerstörte Gesichter, verstörte Blicke. Darstellungen versehrter Gesichter in Medizin und Kunst. F. LM Texte zum Film 1/2003 zum Thema Wunden. Köln: Teresias Verlag Heringer, Ulrike (Hg.). Zeichen des Krieges. Beiträge zu einer Semiotik der Kriegsfotografie. Tutorium HU Berlin 2013/2014. Köhne, Julia (Hg.) (2012). Trauma und Film. Inszenierungen eines Nicht- repräsentierbaren. Berlin: Kadmos Verlag Krüger-Führhoff, Irmgard (2001). Der versehrte Körper. Göttingen: Wallstein Verlag Mülder-Bach, Inka (Hg.) (2000). Modernität und Trauma. Wien: WUV Paul, G. (2006). Bilder des Kriegs. Krieg der Bilder. Die Visualisierung des modernen Krieges. Paderborn u.a.: Ferdinand Schöningh Verlag Scarry, Elaine (1992). Der Körper im Schmerz. Die Chiffren der Verletzlichkeit und die Erfindung der Kultur. Frankfurt/M.: S. Fischer Verlag Sontag, S. (2013). Das Leiden anderer betrachten (4. Auflage.). Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag Vom Tatort ins Labor. Rechtsmediziner decken auf (2009). Berliner Medizinhistorisches Museum/Katalog Vogel, Amos (1997). Film als subversive Kunst. Kino wider die Tabus-von Eisenstein bis Kubrick. Hannibal Verlag
 
   
Modul 5: Medienkunst
 
   
Advanced Topics of Game Studies - Game Art

Dozent: Dr. Sebastian Möring
Termin: Di 10:00 - 12:00
Ort: FHP D/119
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2 LP
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
In diesem Seminar nehmen wir das vielfältige Spannungsfeld der Computerspielkunst bzw. Game Art in den Blick. Wenn Computerspiele zum Material der Kunst werden, werden zugleich immer auch die Möglichkeiten und Grenzen des Mediums sichtbar gemacht, infrage gestellt, revidiert, neudefiniert. Wir lernen verschiedene Werke und Akteure der Computerspielkunst kennen und versuchen deren Strategien, Materialien und Themen zu beschreiben und zu analysieren wie diese künstlerischen Strategien die zeitgenössische Computer-Spiel-Kultur reflektieren. Genres der Game Art sind etwa Artgames, Machinima, Game Fotografie, Ludic Interfaces, Meta-Games, Performance Kunst, Queer Games etc. Absolventen des Seminars sollen verschiedene Werke der Computerspielkunst kennen und analysieren können, sowie Fragestellungen zum Thema entwickeln und Untersuchungen selbständig durchführen können. Im Rahmen des Seminars ist eine Exkursion zum ZKM nach Karlsruhe geplant, wo der Kurator, Computerspielforscher und Game Art Experte, Dr. Stephan Schwingeler in einem Block voraussichtlich am 24.06.2016 seine Forschung zur Game Art vorstellt (bestätigt).

Zusätzliche Informationen:
Literaturempfehlungen: + Bittanti, Matteo, and Domenico Quaranta, eds. 2006. Gamescenes: Art in the Age of Videogames. Milano: Johan & Levi. + Catlow, Ruth, Marc Garrett, and Corrado Morgana, eds. 2010. Artists Re:thinking Games. Liverpool: Liverpool Univ. Press. + Clarke, Andy, and Grethe Mitchell, eds. 2007. Videogames and Art. Bristol, UK ; Chicago: Intellect. + Flanagan, Mary. 2009. Critical Play. Cambridge, MA: MIT Press. + Lowood, Henry, and Michael Nitsche, eds. 2011. The Machinima Reader. Cambridge, Mass: MIT Press. + Schwingeler, Stephan. 2014. Kunstwerk Computerspiel - Digitale Spiele Als Künstlerisches Material: Eine Bildwissenschaftliche Und Medientheoretische Analyse. Bielefeld: Transcript. + Sharp, John. 2015. Works of Game: On the Aesthetics of Games and Art. Playful Thinking. Cambridge, Massachusetts: The MIT Press.
 
   
In-Game Photography | Projektwoche Bröllin "Mediale Umwelten, Milieus und Landschaften"

Dozenten: Dr. Sebastian Möring, Fritz Schlüter
Termin: 06.-10. Juni Projektwoche Bröllin
Ort: Bröllin
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Das Seminar ist Teil der Projektwoche in Bröllin mit dem Titel "Mediale Umwelten, Milieus und Landschaften". Mittlerweile bieten viele Computerspiele wie etwa The Last of Us Remastered (2014) oder Euro Truck Simulator 2 (2012) einen integrierten Fotomodus an. Auf Knopfdruck wird das Spielgeschehen eingefroren und die Spieler können eine virtuelle Kamera frei positionieren und ein Foto ihrer Wahl von ihrem virtuellen Truck bei Sonnenuntergang oder etwa einem Zombienahkampf schießen. Dabei können sie Paramater wie Tiefenschärfe verändern und etwa einen beliebigen Filter über das Bild legen. Im Internet werden die Fotos dann häufig geteilt. Kürzlich hat das TIME Magazine einen Kriegsfotografen in das Spiel The Last of Us Remastered mit dem Auftrag eingeschleust, das Spielgeschehen fotografisch zu dokumentieren. Im Frühjahr 2015 hat das Fotomuseum Winterthur einen Wettbewerb für die besten Computerspielfotos ausgerufen. Computerspielfotografie ist ein junges und noch weitgehend unerforschtes Phänomen. In diesem Seminar nehmen wir die intermediale Konstellation von Computerspiel und Fotografie in den Blick. Die Absicht des Seminars ist es, sich dem Phänomen Computerspielfotografie sowohl theoretisch als auch praktisch anzunähern. Dazu machen wir uns sowohl mit Fototheorie, als auch mit relevanter Computerspieltheorie vertraut. Wir sehen uns Arbeiten von Computerspielfotografen an, untersuchen Fallbeispiele und analysieren Computerspiele, in denen das Fotografieren eine zentrale Rolle spielt. Bei Bedarf werden auch Beispiele der Realweltfotografie zum Vergleich herangezogen, wie zum Beispiel die Industriefotografie von Bernd und Hilla Becher oder Kriegsfotografien von Robert Capa. Ziel des Seminars ist es, dass die Seminarteilnehmer Texte und Positionen zum Thema Computerspielfotografie kennen und besondere Eigenschaften des Phänomens systematisch erforschen. Zum Abschluss des Seminars realisiert jede_r Teilnehmer_in ein eigenes computerspielfotografisches Projekt. Es ist denkbar, dass wir uns auf einige Fotogenres beschränken wie etwa Architekturfotografie, Landschaftsfotografie, Straßenfotografie, Naturfotografie, Kriegs- und Portraitfotografie. Es wird eine Vorbereitungssitzung geben, in der wir vorzubereitende Aufgaben verteilen und klären, welche Technik wir benötigen und wie wir diese organisieren. Zudem wird es einen Reader mit vorzubereitenden Texten geben.

Zusätzliche Informationen:
Zusätzliche Literatur bei Interesse: +++Raab, Josh, and Ashley Gilbertson. 2015. “A War Photographer Embeds Himself Inside a Video Game.” Time. September 15. http://time.com/3393418/a-war-photographer-embeds-himself-inside-a-video-game/. +++Talley, Trevor. 2015. “The Unwinnable War over Screenshots.” Kill Screen. January 22. https://killscreen.com/articles/unwinnable-war-over-screenshots/. +++Tan, Zed. 2014. “What TIME Got Wrong about The Last of Us.” Killscreen, August 10. http://killscreendaily.com/articles/what-time-got-wrong-about-last-us/. +++Kühl, Eike. 2016. In-Game-Fotografie: Hier spielen, dort knipsen. Die Zeit, 9. Mai, Abschn. Digital. http://www.zeit.de/digital/games/2016-05/nvidia-ansel-in-game-fotografie (zugegriffen: 13. Mai 2016).
 
   
Zeit in Bewegung

Dozent: Prof. Dr. Marie-Luise Angerer
Termin: Dienstag 16-18Uhr
Ort: UP 1.09.2.04
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: auch für MA offen
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Echtzeit, Jetztzeit, Eigenzeit, Fremdzeit, psychische Zeit, Dauer, Wahrnehmungszeit, Zeitmangel, Takt, Synchronisation, Rhythmus, filmische Zeit, Medienzeit, Zeitschnitt, Zeitfolgen, Intervall, Leben als Zeit, Aufschub, Lebenszeit, Zeitsprung, Zeitökonomie, Zeitfluss, Zeitbild.

Zusätzliche Informationen:
Lecture-Reihe mit Medien-, Film- und KunsttheoretikerInnen sowie experimentellen Filmemachern im Filmmuseum Potsdam
 
   
Amazing Games 2016

Dozenten: Michael Liebe, Silja Rheingans
Termin: Block: April 20-23, 2016 + 2 Termine
Ort: Berlin, Oranienstr. 37
SWS: 2
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 5
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2 CP
Zielgruppe: BA, MA EMW
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Wir besuchen - wie schon 2014 und 2015 - das A MAZE. / Berlin Indiegames und Art Festival, das im Rahmen der International Games Week Berlin von Mittwoch 20.04. - Samstag 23.04. im Urban Spree und dem Haubentaucher stattfinden wird. Neben Vorträgen und Workshops rund um das Thema Games werden dort alle Nominierten für den A MAZE-Award ausgestellt. EMW-Studierende bekommen als Teilnehmer*innen des Seminars Eintrittskarten zum halben Preis (sprich: 50€, ab 10 Teilnehmer). Bedingungen für einen Leistungsschein: Vollständige Teilnahme am A MAZE-Festival mit allen Vorträgen und Schreiben eines Abschlussberichtes. Die Berichte werden von den Lehrenden der Veranstaltung kuratiert.

Zusätzliche Informationen:
LINKS www.facebook.de/computerspielesammlung www.digarec.org http://amaze-berlin.de/ www.gamesweekberlin.com
 
   
Landschaftsbilder oder wann ist Landschaft schön? | Projektwoche Bröllin "Mediale Umwelten, Milieus und Landschaften"

Dozenten: Fritz Schlüter, Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin: 06.-10. Juni Projektwoche Bröllin
Ort: Bröllin
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Das Seminar ist Teil der Projektwoche in Bröllin mit dem Titel "Mediale Umwelten, Milieus und Landschaften". Ausgangsfrage des Seminars ist, wie sich ein Ort bzw. ein Milieu medial vermitteln lässt, wie die/ einen Ton gebracht werden kann. Wie lässt sich eine Landschaft mit der Kamera (oder einem gemalten Bild) einfangen? Welche Konzepte und Theorien von Umwelt und Milieu helfen das Verhältnis von Menschen in ihrer Umwelt zu begreifen und inwiefern lässt sich dieses Verhältnis anhand von Bildern analysieren? Im Blockseminar in Bröllin werden wir einerseits Grundlagentexte zu Umwelt, Milieu und Landschaftsbildern lesen. Andererseits werden wir viel Zeit mit Beispielen aus Malerei, Fotografie und Film sowie Computerspielen verbringen, um die Theorien direkt auf die Beispiele zu beziehen und ein Verständnis medial vermittelter Landschaften zu gewinnen – und dies im Vergleich zur realen Umgebung und Landschaftswahrnehmung vor Ort in Bröllin.

Zusätzliche Informationen:
*********************************************************** Bitte folgende Texte als Lektüre vor Bröllin vorbereiten: (den Rest lesen wir vor Ort, Ausdrucke bringe ich mit) ******************** 1.) Burckhard: Landschaft 2.) Sprenger: Milieu 3.) Böhme: Ökologische Ästhetik ********************
 
   
Modul 6: Theorien, Formen und Geschichten des Wissens
 
   
Ernst Kapp: Grundlinien einer Philosophie der Technik

Dozent: PD Dr. Ulrich Richtmeyer
Termin: Donnerstag, 12:00 - 16:00
Ort: NP, 1.22.0.39
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 4
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Anlässlich der gerade erfolgten Neuauflage von Ernst Kapps Buch „Grundlinien einer Philosophie der Technik“ (1877/2015) wollen wir diesen für die Medien- und Kulturwissenschaften sehr folgenreichen Klassiker der Technikphilosophie einer gründlichen (Re-) Lektüre unterziehen. Mit der zentralen These der „Organprojektion“ hatte Kapps Buch das Verhältnis von Mensch und Technik anthropologisch und kulturgeschichtlich neu zu bestimmen versucht und damit zahlreiche Technikeuphorien aber auch Kulturpessimismen inspiriert. Freuds Konzeption des Menschen als eines mängelbehafteten „Prothesengotts“ oder McLuhans Auffassung von Medien als „Extensions“ wurden ebenso angeregt wie die These vom menschlichen Organprimitivismus bei Arnold Gehlen oder die These, dass Technik ein Medium der menschlichen Selbsterkenntnis sei, die wir bei Ernst Cassirer finden. Es lohnt sich die euphorischen und pessimistischen Lesarten mit der ursprünglichen Vielschichtigkeit des Konzepts der „Organprojektion“ zu vergleichen, die in der Rezeptionsgeschichte leider völlig verloren gegangen ist, so etwa die Doppeldeutigkeit von „organon“ als technischem Werkzeug und körperlicher Funktionseinheit. Aber auch die Mehrdeutigkeit des Projektionsbegriffs (Karthografie, Optik, Psychologie und Architektur) spielte bei Kapp eine wichtige Rolle, zeigt sie doch, wie stark das Verständnis von Mensch und Technik von kulturhistorischen und medialen Bedingungen geprägt wird, weshalb es sich lohnt, diesen Klassiker der Technikphilosophie für ein medienwissenschaftliches Verständnis von Techniken, Apparaten und Instrumenten neu auszulegen. Die Wirkungsgeschichte des Buches und vergleichbare Positionen sollen partiell einbezogen werden. Begleitend zum Kappschen Original lesen wir auszugsweise z.B.: Dolf Sternberger: Panorama oder Ansichten vom 19. Jh., Ernst Cassirer: Form und Technik (1930), Günter Anders: Die Antiquiertheit des Menschen (1956), Arnold Gehlen: Der Mensch (ab 1940), Oswald Spengler: Der Mensch und die Technik (1932), Walther Rathenau: Zur Kritik der Zeit (1912), Friedrich Dessauer: Philosophie der Technik (1927), Julius Goldstein: Die Technik (1912), Otto Lilienthal: Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst (1989), Otto Wiener: Die Erweiterung unserer Sinne (1900), Marcel Mauss: Der Begriff der Technik des Körpers (1935). Einen anschaulichen Eindruck der Kappschen Technik verschaffen wir uns zu Seminarbeginn im Technikmuseum Berlin.

Zusätzliche Informationen:
Teilnahmevoraussetzung: Bereitschaft zur Lektüre eines philosophischen Buches und zu kleineren Schreibübungen. Die Anschaffung des Buches wird empfohlen: Ernst Kapp, Grundlinien einer Philosophie der Technik, hrsg. v. Harun Maye und Leander Scholz, Hamburg (Meiner Verlag) 2015.
 
   
Heidegger und die Juden und die Medienwissenschaft

Dozent: apl. Prof. Dr. Michael Mayer
Termin: Die, 14-16 Uhr
Ort: 1.09.204
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA, 3. Sem. und höher
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
In Heidegger begegnet Europa seiner eigenen Frage als Gestalt. Die Gestalt Heideggers wäre der Rede kaum wert, ginge es allein um eine prominente Person, ihre politische Verstrickung und ihr Versagen, sich offen zu ihr zu verhalten. Aber es geht nicht nur um eine Figur der Zeit- und Geistesgeschichte, sondern um einen Philosophen, dessen exzeptionelle Stellung in Abrede zu stellen bequem sein mag, aber an der Sache zu Gänze vorbeigeht. Und diese Sache ist „Europa“ als ein Denkzusammenhang, den Heidegger mit hoher Präzision ausgelotet und radikal hinterfragt hat. Nicht zuletzt die kontinentaleuropäische Medienwissenschaft verdankt seiner Technikphilosophie entscheidende Anstöße zu einem Medienbegriff, der dessen instrumentelle (Technik als Reich der Mittel) und anthropozentrische Verkürzung (Technik als Prothese und Organverlängerung) zu unterlaufen erlaubt. Die antisemitischen Äußerungen, die sich in den unlängst veröffentlichten „Schwarzen Heften“ - Denktagebüchern aus der Zeit zwischen 1931 und 1948 - fanden, stellen neben dem politischen und publizistischen Skandal, den sie entfachten, nicht allein die Frage, warum für Heidegger „die Juden“ zur Projektionsfläche einer geschichtsphilosophischen Verschwörungstheorie wurden, sondern von welchen ideengeschichtlichen Voraussetzungen her dies überhaupt geschehen konnte. Hinter dem manifesten „seinsgeschichtlichen Antisemitismus“ Heideggers könnte so ein latenter „philosophischer Antijudaismus“ zum Vorschein kommen, der die Geschichte Europas begleitet wie ein Schatten. Das Seminar wird versuchen, diesen „philosophischen Antijudaismus“ zu thematisieren als Frage nach einem biblischen Gott, der, trotz aller Versuche, ihn in den Registern griechischer Metaphysik und Postmetaphysik abzubilden, diesem Europa fremd blieb. Für ein Denken, das im Medium des Seins einen universellen Deutungsanspruch erhob, war und ist der biblische Gott „jenseits des Seins“ (Lévinas) eine Provokation. Damit deutet sich auch eine Revision grundlegender medienkulturwissenschaftlicher Narrative zu Buch, Schrift und Humanismus an. - Lit: Die Bibel. Heidegger: Die Schwarzen Hefte (1931-48), Gesamtausgabe Bd. 94-97. Hans Jonas: Gnosis und spätantiker Geist (1934). Jacob Taubes: Abendländischen Eschatologie (1947). Michael Mayer: Europäische Kulturgeschichte. Skript zur Vorlesung 2014. Emmanuel Lévinas: Einige Überlegungen zur Philosophie des Hitlerismus (1934). Jean-Francois Lyotard: Heidegger und die Juden (1988). Philippe Lacoue Labarthe: Die Fiktion des Politischen (1987), Peter Trawny: Heidegger und der Mythos der jüdischen Weltverschwörung (2014); Trawny: Irrnisfuge. Heideggers An-Archie (2014), Jean-Luc Nancy: Heidegger und wir (2015). Jacques Derrida: Heidegger, Die Hölle der Philosophen (1987). Derrida: Edmond Jabès und die Frage nach dem Buch (1964). Derrida: Das kommende Buch (1997). Ute Guzzoni: Der andere Heidegger (2009).

Zusätzliche Informationen:
Zur Vorbereitung ist die Lektüre von Ute Guzzoni: "Der andere Heidegger, Kpt. Wissenschaft und Technik" dringend empfohlen.
 
   
Wenn Bonobos fernsehen … Medientheorie und -geschichte der Tiere

Dozent: Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin: Montags 12-14
Ort: 1.09.2.04
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Tiere spielen oftmals eine Modellfunktion, um das spezifisch Menschliche am Umgang mit Technik zu begreifen. Ausgehend von wissenschaftlichen Experimenten über den Mediengebrauch von Tieren werden wir uns im Seminar mit der Frage beschäftigen, wie „das Menschliche“ im Verhältnis zum „Tier“ bestimmt wird. Wir werden das Denken, das hinter derartigen Bestimmungen des Menschlichen liegt, ebenso hinterfragen, wie die Settings einer animalischen Medien- und Techniknutzung: Insofern sagen die Tierversuche mit Bonobos, wie sie zur Zeit im Stuttgarter Zoo unternommen werden, wo die Fernsehvorlieben von Menschenaffen untersucht werden, vielleicht mehr über das (Selbst)verständnis der Menschen aus als über das der Tiere. Als Rüstzeug dienen uns unterschiedliche Grundlagentexte zum anthropologischen Verständnis des Menschen und seiner Techniknutzung wie Ernst Kapp, Arnold Gehlen, André Leroi-Gourhan, Vilém Flusser, Bruno Latour und Donna Haraway.

Zusätzliche Informationen:
Das Seminar richtet sich an Studienanfänger und Fortgeschrittene. Zur Teilnahme gehören eine Kurzpräsentation sowie das Verfassen eines Essays (2 Seiten). Literatur: Ape Culture/Kultur der Affen. Katalog. Hrsg. Anselm Franke et al. Spector Books, co-published mit dem Haus der Kulturen der Welt, 2015.
 
   
Flussers Kommunikologie

Dozent: M.A. Martin Schmidt
Termin: Montags 14:00 bis 16:00
Ort: Neues Palais 1.22.0.38
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA EMW
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Kurz vor seinem Tod hat Vilém Flusser 1991 auf Einladung Friedrich Kittlers an der Ruhr-Universität Bochum als Gastprofessor eine Reihe von Vorlesungen gehalten. Flusser durchdenkt vor dem Hintergrund neuer Medientechniken in diesen Vorlesungen sein wissenschaftliches Programm grundlegend neu. Die Tonmitschnitte wurden 2005 im Rahmen eines Projekts des Flusser Archivs zugänglich gemacht. 2009 erschien unter dem Titel "Kommunikologie weiter Denken" eine Buchedition der Vorlesungen. Das Seminar nimmt diese Buchedition zur Grundlage einer intensiven Auseinandersetzung mit Vilém Flusser und seinem Denken. Durch die thematisch breit angelegten Vorlesungen wird ein Ziel sein, seine Kernthemen, Grundbegriffe und Thesen herauszuarbeiten und zu kontextualisieren. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Entwicklung seiner Kulturkritik und seine historische Analyse menschlicher Kommunikation und ihrer Strukturen.

Zusätzliche Informationen:
Literatur: Flusser, Vilém: - Kommunikologie weiter denken: Die Bochumer Vorlesungen. Frankfurt a.M., 2008. - Kommunikologie. Frankfurt a.M., 1998. - Medienkultur. Frankfurt a.M., 1997. Neben der Textgrundlage arbeiten wir mit den Tonmitschnitten der Vorlesungen. Als Exkursion ist ein Besuch des Flusser Archivs an der UdK Berlin geplant. Für den Erwerb eines Teilnahmescheins ist ein Kurzreferat zu halten.
 
   
Modul 7: Mediale Inszenierungsformen
 
   
Kombinieren. Eine Einführung in die Ästhetik des Films

Dozent: Prof. Dr. Jan Distelmeyer
Termin: Donnerstag, 10-14 Uhr (Beginn: 21.4.)
Ort: FHP D 116
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: BA / NF
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Die Einführung in die Ästhetik des Films wird hier verstanden als eine Annäherung an sowohl das, was durch den Film zum Erscheinen kommt, als auch an die Bedingungen, unter denen dies geschieht. Die Einführung in die Ästhetik ist somit auch an die Beachtung der unterschiedlichen Entwicklungen des Films als Dispositiv gebunden. Was zeichnet das Spiel der Bilder und Töne aus, das sich als Film vor und mit uns ereignet? Wir werden uns mit dem Zusammenspiel von Technologie, Apparaten und menschlichem Handeln vor und hinter der Kamera bzw. dem Mikrophon sowie vor und nach der Aufnahme beschäftigen. Anhand von Beispielen der internationalen Filmgeschichte, die von den Anfängen des Kinos bis heute reichen, werden wir diverse Varianten filmischer Ästhetik untersuchen, deren Prozessualität auch nach dem Verhältnis zwischen Publikum und Film fragen.
 
   
Visuelle Lektüren: Outside the Image Inside Us (Rabih Mroué)

Dozent: Prof. Dr. Marie-Luise Angerer
Termin: Montag, 14 - 16Uhr
Ort: UP 1.09.2.04
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA ab 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Seit den 1990er Jahren werden Bilder verstärkt unter dem Gesichtspunkt ihrer Materialität bzw. physischen Wirkmächtigkeit untersucht. Was die Bilder mit uns machen – wird dabei entwicklungspsychologisch, bild- und medientheoretisch sowie kunstwissenschaftlich je anders beantwortet. Im Seminar werden zentrale Aspekte der jeweils unterschieldichen visuellen Lektüren vorgestellt und anhand einschlägiger Texte diskutiert.

Zusätzliche Informationen:
Darüber hinaus sind zwei Bild- und Kunst-Expertinnen eingeladen: Prof. Dr. Susanne von Falkenhausen, HU (Jenseits des Spiegel, 2015) Prof. Dr. Daniela Hammer-Tugendhat, Wien (Das Sichtbare und das Unsichtbare, 2009)
 
   
Orte der Moderne - Erfahrungsräume

Dozent: Dr. Susanne Müller
Termin: Mi 12-14 Uhr
Ort: UP 1.22.039
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA EMW
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
In den letzten zwei Jahrhunderten sind zahlreiche Orte entstanden, in denen sich alltägliche Erfahrungen auf engstem Raum verdichten. Es sind Orte der medialen Inszenierung, wie z.B. das Kino, die Autobahn, das Flugzeug, die Zeitungsredaktion, die Weltausstellung, das Schnellrestaurant oder die Kunstausstellung, die unsere Lebenswelt prägen und die Alltagskultur nachhaltig beeinflussen. Das Seminar untersucht eine Auswahl dieser modernen Plätze und Institutionen und stellt ihr Wechselspiel mit dem Alltag in einen breiten kulturhistorischen Zusammenhang. Die Grundlage bildet u.a. der gleichnamige Sammelband: Alexa Geisthövel/Habbo Knoch (Hg.): Orte der Moderne. Erfahrungswelten des 19. und 20. Jahrhunderts. Frankfurt/M./New York: Campus Verlag (2005).
 
   
Fernsehen im Fernsehen - Darstellungsformen des Fernsehens im eigenen Medium

Dozent: Christian Richter
Termin: mittwochs 16.00 - 18.00 Uhr
Ort: NP Haus 22 Raum 0.39
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Über Fernsehen wird gesprochen, geschrieben, diskutiert, gestritten, geschimpft und gejubelt. In Zeitungen, im Radio, in der Mittagspause, in Blogs, auf Websites oder in YouTube-Clips. In den genannten Fällen aber wird dafür stets ein Medienwechsel vollzogen und Fernsehen mit den Mitteln und Formen anderer Medien reflektiert. Umso spannender scheint daher die Frage, wie sich Fernsehen mit seinen eigenen Konventionen als Teil des eigenen, laufenden Programms thematisieren kann? Wie Fernsehen im Fernsehen stattfinden kann? Das Seminar möchte versuchen, verschiedene Ansätze und Strategien zu sammeln, mit denen sich das Medium in sich selbst befasst. Diese sollen gemeinsam angesehen, analysiert und diskutiert werden. Die Bandbreite kann dabei von selbstreflexiven Serien über Programmankündigungen bis zu Kunstprojekten und darüber hinaus reichen. Doch auch Formate wie «TV Total», «House of Cards» oder «Last Week Tonight» können berücksichtigt werden.

Zusätzliche Informationen:
BITTE BEACHTEN: Das Seminar beginnt um Punkt 16.00 Uhr und endet erst um 18.00 Uhr damit wir genügend Zeit haben, möglichst viele Bespiele ausführlich zu sichten und zu besprechen.
 
   
Modul 8: Konzepte und Formen der Mediengestaltung
 
   
Interaction - Webauthoring: Das Detail

Dozent: Torsten Schöbel M.A.
Termin: Fr 10-17 Uhr
Ort: Mac-Labor LW 136 (FHP)
SWS: 8
Studiengang: BA
Module (BA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 12
Zielgruppe: 2. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Der Kurs vermittelt die konzeptuellen und praktischen Grundlagen für die Gestaltung und Entwicklung von Websites und interaktiver Inhalte für das World Wide Web. Im Kurs wird der Einsatz der grundlegenden Web-Technologien HTML (HTML5), Cascading Stylesheets (CSS3) und JavaScript erlernt, sowie die Integration von interaktiven Webanimationen Flash/Animate CC, Rich Internet Applications, JavaScript-APIs, Open-Source-Frameworks und Multimedia Standards im Web-Format, um dynamische Websites und interaktive Inhalte für das World Wide Web zu entwickeln. Im Fokus steht in diesem Semester das Thema Detail, das Unscheinbare, das scheinbar Marginale oder Unbedeutende.

Zusätzliche Informationen:
Die erste Lehrveranstaltung beginnt am 22.04.2016.
 
   
Das digitale Bewegtbild Projekt

Dozent: Prof. Anne Quirynen
Termin: Freitag 10uhr bis 17uhr
Ort: FHP, LW117
SWS: 8
Studiengang: BA
Module (BA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 12
Zielgruppe: 3.Semester BA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Dieser Kurs ist eine Einführung in die digitale Videoproduktion. Erlernt wird der Umgang mit Kamera ( 1 Tag), Licht und Ton (1 Tag) und Schnitt (1 Tag). Nach einer allgemeinen Einführung vertiefen sich die Studierenden mit Hilfe von Onlinevideos individuell und selbständig in Technik und Methoden. Der Fokus des Seminars liegt auf der Praxis: Einerseits durch Sehen, andererseits durch praktisches Üben. Neben kleinen Übungen steht eine kurze Videoproduktion innerhalb des Seminars an. Die TeilnehmerInnen recherchieren und produzieren ein Video über (verborgene und verschwindende) Orte und Geschichten in Potsdam wie z.B. das FH Gebäude in der Friedrich Ebert Straße u.a.

Zusätzliche Informationen:
Language: English/Deutsch
 
   
Konzept- und Projektentwicklung: Im Netz der Systeme - Künstlerische Interventionen

Dozent: Torsten Schöbel M.A.
Termin: Mi, 10-13 Uhr
Ort: D-103 (FHP)
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 8
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 6
Zielgruppe: Pflichtveranstaltung vorrangig BA 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Die Lehrveranstaltung vermittelt die Grundlagen der Konzeption und Entwicklung von Medienprojekten. Dabei werden grundlegende Methoden des Projektmanagements und Kenntnisse über die unterschiedlichen Planungsinstrumente und -techniken vermittelt, um ein Projekt effizient zu realisieren: von der Konzeptionsphase, der Analyse, der Strategie, der Projektentwicklung bis hin zur Präsentation. In Projektgruppen werden in diesem Semester exemplarische Projektideen entwickelt, die sich mit gesellschaftlichen Phänomenen beschäftigen und unter ästhetischen Gesichtspunkten analysiert und reflektiert werden. Im Fokus der Auseinandersetzung steht die innere Logik und die Verhaltensweisen von Systemen und Organisationen. Ziel ist es, künstlerische Interventionen zu konzipieren und mit künstlerischen Mitteln zu versuchen, auf sie medial einzuwirken.

Zusätzliche Informationen:
Die Veranstaltung wird jedes Semester mit wechselnden Themen und wechselnden Lehrenden angeboten. Konzept- und Projektentwicklung muss einmal im Verlauf des Studiums absolviert worden sein.
 
   
Modul 9: Mediale Projekte
 
   
Experimentelle Gestaltung: Sprachspiele | Digital Compositing

Dozent: Torsten Schöbel M.A.
Termin: Do, 10-17 Uhr
Ort: Mac-Labor (LW 139)
SWS: 8
Studiengang: BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 8
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Im Kurs Experimentelle Gestaltung werden Konzepte und Produktionsstrategien für künstlerische/medienreflexive Projekte entwickelt und umgesetzt, von A wie Animation bis Z wie Zeichnung. Im Fokus der Auseinandersetzung steht das Digital Compositing mit der Animationssoftware Adobe After Effects. After Effects ist vielseitig einsetzbar: Von der Kombination und Animation von beweglichen und statischen Bildern, Grafiken, Texten und Sound im zwei- oder dreidimensionalen Raum bis hin zu Spezialeffekten und Postproduktions-Aufgaben. In den Bereichen Film, Video, Multimedia und Internet ist quasi alles möglich. Der Kurs gibt eine Einführung in die künstlerischen Ausdrucksweisen und digitalen Gestaltungstechniken. Dabei werden verschiedene Kompositionsmöglichkeiten von Bild, Ton und Schrift für experimentelle Animationsfilme entwickelt, die in einem diskursiven Zusammenhang mit einem übergeordneten Thema an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft stehen. Das Thema in diesem Semester sind Sprachspiele: die Sprache zwischen Anschauung und Begriff; die Bildlichkeit der Sprache und die Sprachlichkeit der Bilder; die Sprache als Medium des gedanklichen Bestimmens und ihre sprachlichen Zeichen, der Schrift. Wann und wozu sind Begriffe gebildet worden, welche Rolle spielen sie im Denken und wohin können sie gebracht werden? Ziel ist es, experimentelle Animationsfilme und/oder Schriftfilme zu entwickeln.

Zusätzliche Informationen:
Neben den themenspezifischen Lehrinhalten werden im Seminar theoretische und technische Grundlagen der digitalen Mediengestaltung vermittelt und die praktische Erweiterung des Gestaltungshorizonts gefördert.
 
   
DADA Sound

Dozent: Fritz Schlüter
Termin: Freitag, 10:00-17:00 Uhr
Ort: Audiolabor, FHP LW119
SWS: 8
Studiengang: BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 8 (nach alter Studienordnung: 12)
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
»Was ist DADA? Eine Kunst? Eine Philosophie? Eine Politik? Eine Feuerversicherung? Oder: Staatsreligion? Ist DADA wirkliche Energie? Oder ist es Garnichts, d.h. alles?« (Raoul Hausmann) Vor 100 Jahren wird DADA ausgerufen, eine radikale Absage an die Kunst im konventionellen Sinne und zugleich ein Experiment mit neuen, »anti-künstlerischen« Gestaltungsformen: Lautgedichte, Nonsens, Bilder und Skulpturen aus Schrott und Schnipseln, Zufallsmechanismen, Rausch. Damit karikieren und attackieren Dadaist_innen nicht nur die Kunst und den Kunstbegriff ihrer Zeit, sie bedienen sich auch zeitgenössischer Medien in einer bis dahin nicht dagewesenen Weise. Indem sie etwa Zeitungen, Druckgrafiken, Tonbänder und Fotopapier zweckentfremden, spielerisch manipulieren oder zerstören, machen sie Medien und Medialität auf neue Weise erfahrbar; sie imitieren, verfremden und dekonstruieren damit nicht zuletzt mediale Konventionen ihrer Zeit. Es lohnt sich daher, heute wieder an die Gestaltungsprinzipien von DADA anzuknüpfen. Zu den bekanntesten dadaistischen Gattungen gehört zweifellos das Lautgedicht (z.B. Kurt Schwitters' »Sonate in Urlauten«: »Fümms bö wö tää zää Uu, pögiff, kwii Ee. Oooooooooooooooooooooooo, dll rrrrr beeeee bö, dll rrrrr beeeee bö fümms bö ...«). Silben und Wortfragmente werden hier nicht sinntragend verwendet, sie sind konkretes Klangmaterial. Aber auch andere DADA-Prinzipien lassen sich unter Umständen auf akustische Medien übertragen: z.B. Abstraktion, Assemblage, Collage, Fotogramm, Objet trouvé bzw. Ready-made, Performance, Typographie und Übermalung. Das Projekt lädt zu einer eigenen, praktischen und experimentellen Auseinandersetzung mit DADA und akustischen Medien ein. Zum Programm gehören neben kurzen theoretischen Einführungen (mit Ton- und Filmbeispielen zu DADA-Arbeiten und -Protagonist_innen, Sound Art und Sound Studies) vor allem praktische Übungen in den Bereichen Studio-Aufnahme, Field Recording, Tonschnitt und Postproduktion. Ziel ist die Erarbeitung einer Klangcollage, die von dadaistischen Gestaltungstechniken und Verfahrensweisen inspiriert ist. Die Veranstaltungszeit ist in Blöcke mit Theorie- und Praxis-Input und in betreute freie Projektarbeit aufgeteilt. Durch die kompakten, jeweils achtstündigen Sitzungen kann der gesamte Prozess von der Ideenfindung bis zur Präsentation der Ergebnisse in einem Semester untergebracht werden. Die Studierenden haben somit die Gelegenheit, noch in der Vorlesungszeit einen benoteten Modulabschluss im Modul 9: Mediale Projekte zu machen. Die Arbeit in Kleingruppen ist ausdrücklich erwünscht.
 
   
Creative Writing: Experimente unter Strom

Dozent: Katrin von Kap-herr
Termin: Blockseminar in der Projektwoche an der FH Potsdam/ 6.-10.6., je 10-16 Uhr
Ort: FHP D 103
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Wir sind permanent unter Strom: Mit dem Handy, dem Computer und anderen technischen Eingabegeräten. Anstatt abzuschalten, analysieren und erproben wir im Seminar neue Textsorten und experimentieren damit. Vor allem geht es dabei um den kreativen Umgang mit Textnachrichten, Blogs, Kommentaren und unterschiedlichen Schreibformen und –stilen. Teilnahmebedingung ist das Verfassen eigener Texte im Seminar und über das Seminar hinaus. Am Ende soll eine gemeinsame Dokumentation entstehen.
 
   
Web Content Management Systeme

Dozent: Torsten Schöbel M.A.
Termin: Projektwoche Mo-Fr, 10-17 Uhr
Ort: D-116 (FHP)
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: ab. 4. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Content Management Systeme (CMS) ermöglichen die gemeinschaftliche Erstellung, Organisation und Bearbeitung des Inhalts von Text- und Multimedia Dokumenten im Web. Der Kurs vermittelt die konzeptuellen und praktischen Grundlagen für die Planung, dem Aufbau und dem Betrieb von Open-Source-Content-Management-Systemen (Wordpress, Joomla, Drupal und TYPO3).

Zusätzliche Informationen:
Der Kurs findet in der Projektwoche vom 6.06. bis zum 10.06., sowie am 23.05.16 (Vorbereitungstermin) und am 27.06.16 statt.
 
   
Das Landschaftbild als Experiment | Projektwoche Bröllin "Mediale Umwelten, Milieus und Landschaften"

Dozenten: Prof. Anne Quirynen, Fritz Schlüter
Termin: 06.-10. Juni Projektwoche Bröllin
Ort: Bröllin
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 9
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 4
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Das Projekt ist Teil der Projektwoche in Bröllin mit dem Titel "Mediale Umwelten, Milieus und Landschaften". Auf der Suche nach Visualisierungen, die das räumliche Alltagsverständnis der Brölliner Landschaft wiedergeben können, wenden wir uns unterschiedlichen digitalen Aufnahmetechniken zu. In kleinen filmischen Experimenten untersuchen wir ästhetische Qualitäten (Farbe, Licht, Textur, Zeit…) und soziale Faktoren, die unsere Wahrnehmung der Brölliner Landschaft mitprägen. Wir setzen uns auseinander mit statischen Aufnahmen und Bewegung der Kameras (beeinflusst durch den Körper und andere externe Faktoren). FH Material: DSLR Kameras, Stative und Go Pro. Bitte einen Laptop mit Schnittprogramm, Festplatte und wetterfeste Kleidung mitbringen!

Zusätzliche Informationen:
Literatur: 3 Texte aus: Moving landscapes. Landschaft und Film, Hg. Barbara Pichler und Andrea Pollach, Wien, 2006 - moving landscapes. einführende Anmerkungen zu Landschaft und Film, Barbara Pichler, Andrea Pollach S 15- 34 - Komplexe Landschaft. die Landschaft als Raum und Wahrnehmung, Kristina Trolle, Fred Truniger, S. 57 - 70 - Landschaft als Verhandlungswache. ein Kommentar zum Diskurs der Landschaft, Erik Meinharter, S. 71 - 79 1 Text aus: Landscape and film, ed. by Martin Lefebvre, Routledge, 2006 - from flatland to vernacular relativity: the genesis of early english screenscapes. p. 213 -244
 
   
Speculative Resonances. On Listening as a Bodily Experience in Everyday Urbanscapes | Projektwoche Potsdam

Dozenten: Martyna Poznanska, Fritz Schlüter
Termin: Projektwoche
Ort: Audiolabor (FHP LW119)
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 9
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
'It might perhaps be simpler if we were to follow the tried and true methods of the psychologist, who describes what he observes, measures the levels, and classifies types - who sees imagination being born in children without ever really examining how it dies in ordinary men.' (Gaston Bachelard, Poetics of Reverie) 'Like crystal, like metal, and many other substances I am a sonorous being, but I hear my vibration from within, as Malraux said, I hear myself with my throat.' (Maurice Merleau-Ponty, The Visible and the Invisible) The workshop focuses on our perception, processes of listening or hearing understood as a bodily experience and practiced within the urban environment. During the workshops we will be working on shifting our attention towards the sonic environment. We will be using an autoethnographical and phenomenological method interleaved - enclosed in four practices of listening, recording, writing and photographing. The workshop's aim is to unveil the poetic images and speculative resonances between our bodies and the sonic inside everyday life, and collect traces and glimpses of them using the four practices.
 
   
Modul 10: Interdisziplinäres Ergänzungsstudium
 
   
Theorien und Praktiken des Kollektiven

Dozenten: Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Prof. Anne Quirynen, Dr. Jörg Sternagel
Termin: 27.-28. Mai und 11.-14.Juli
Ort: Potsdam / Stolzenhagen
SWS: 2
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Summerschool
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA ab 3. Semester, MA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Jegliche Form des Kollektiven ist von einer spezifischen Ambivalenz gekennzeichnet: es ist gleichermaßen in reaktionäre wie emanzipatorische Diskurse verstrickt, es changiert zwischen imaginärer Besetzung und identitätsstiftendem Zusammenschluss. Ausgehend von diesem »Dilemma« der Gemeinschaft, das wir als Symptom für eine übergeordnete Problematik des Politischen sehen, wollen wir uns mit Konzepten von Zusammenschlüssen aus Sozial- und Politiktheorie, Medien- und Kunstwissenschaft, feministischer Theorie sowie Philosophie beschäftigen. Einem Denken über das Kollektiv ist grundlegend die Frage nach dem »Anderen« eingeschrieben. Wir erleben gerade eine Zeit, in der abermals an ein »Wir« appelliert wird: zum einen geht es um ein europäisches »Wir« und zum anderen um ein menschliches »Wir«, welches nichtmenschlichen Lebensformen jegliche Handlungsfähigkeit und Rechte abspricht. Diese Anrufung an ein »Wir« verweist auf den Status der Gemeinschaft als etwas Gemachtes, nicht einfach Vorliegendes. Dabei sind an diesen Prozessen der Kollektivierung nicht nur Menschen und menschengemachte Verhältnisse, sondern Hybride aus Medien, Affekten und Sprachen beteiligt. Dieses Gemachtwerden von Kollektiven verspricht jedoch auch utopischen und heterogenen Ansätzen, Formen des Kollektiven jenseits von Naturalisierung und politischem Essenzialismus neu zu denken.

Zusätzliche Informationen:
Das Seminar besteht aus zwei Veranstaltungsblöcken. Der erste Teil wird im Mai in Potsdam stattfinden. Den zweiten Block wollen wir im Juli auf einem Gutshof in Stolzenhagen (Brandenburg) verbringen. Wir erhoffen uns mit theoretisch interessierten Studierenden aus unterschiedlichen Fachbereichen der FHP sowie einigen Gästen aus Theorie und Kunst eine produktive Auseinandersetzung mit dem Thema des Kollektiven. Das Seminar ist geöffnet für Studierende von der FHP aus den Studiengängen Europäische Medienwissenschaft, Kulturarbeit, Soziale Arbeit und dem Fachbereich Design. Eingeladen sind folgende Gastvortragende und folgendes Performancekollektiv: Elisabeth Schäfer (Wien) »Towards a Theory of Communities« Marie-Luise Angerer (Potsdam) »Zufälligkeit der Begegnung« Jörg Sternagel (Potsdam) »Hannah Arendt: Übungen im politischen Denken« BeAnotherLab, Mariam Frick und Martin Pleiß (Berlin) »Synchronizing our selves – Me, You, We and something in between« Die Seminarvorbereitung und –konzeption wird von Martha Holewa, Naomie Gramlich und Sabeth Kerkhoff durchgeführt und von Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Prof. Anne Quirynen und Dr. Jörg Sternagel betreut und geleitet. Das Seminar »Theorien und Praktiken des Kollektiven« wird gefördert von der Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs (Universität Potsdam), InferFlex (Fachhochschule Potsdam), dem Lehrstuhl für Medientheorie, (Universität Potsdam) und dem Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften.
 
   
Modul 11: Freie Projektarbeit (betreut)
 
   
Freie Projektarbeit (betreut)

Dozenten: Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Dr. Bernd Bösel, Prof. Dr. Heiko Christians, Prof. Dr. Jan Distelmeyer, apl. Prof. Dr. Michael Mayer, Dr. Sebastian Möring, Dr. Susanne Müller, Prof. Anne Quirynen, PD Dr. Ulrich Richtmeyer, Fritz Schlüter, M.A. Martin Schmidt, Prof. Dr. Birgit Schneider, Torsten Schöbel M.A., Dr. Jörg Sternagel, Simon Vincent M.Mus., Katrin von Kap-herr, Katja Zanger
Termin: individuell vereinbaren
Ort: FH/ Uni
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Freie Projektarbeit (betreut)
Leistungspunkte: 10
Teilnehmerbegrenzung: 5

Beschreibung:
Ziel ist die Entwicklung erster kleinerer freier Forschungsvorhaben oder eigenständiger Projektentwicklung bzw. auch von Kooperationen mit anderen Institutionen und Antragstellungen aus studentischer Initiative mit Recherche und theoretisch-praktischer Begleitung durch einen Lehrenden.

Zusätzliche Informationen:
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung
 
   
EMW Orchestra

Dozent: Simon Vincent M.Mus.
Termin: EMW Orchestra
Ort: NN
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 11
Module (MA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Project / Performance
Teilnehmerbegrenzung: 5

Beschreibung:
Since 2009, the EMW Orchestra has offered a platform for experimental performance practice, with concerts at Club Transmediale, Tresor, Akademie der Künste, Café Tasso among many others, with themes ranging from 'Overlap', Musique Concrete & Live Techno, Bruce Lee vs. Jaques Tati, Re:Volt Feminism, Sun Ra. The EMW Orchestra 2016 will continue this tradition with an exploration of ideas generated during the semester. A performance of the resulting work will take place in Berlin, July 2016 at the end of the semester.
 
   
Modul 12: Praktikum
 
   
EMW-Praxistag

Dozent: M.A. Martin Schmidt
Termin: Donnerstag, 18 bis 20 Uhr
Ort: NP Haus 9 Raum 204
SWS: 0
Studiengang: BA
Module (BA): 12
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Praxistag
Leistungspunkte: -
Zielgruppe: BA EMW
Teilnehmerbegrenzung: keine

Beschreibung:
Welche Arbeitsmöglichkeiten gibt es nach dem EMW-Studium? Am Donnerstag, den 30.06.2016 findet zu diesem Thema von 18 bis 20 Uhr der EMW-Praxistag statt. Es handelt sich um eine Pflichtveranstaltung, die einmal während des Studiums absolviert werden muss. Zunächst wird das Career Center der Uni Potsdam kurz seine Arbeit und seine Angebote vorstellen. Für zwei persönlichene Einblicke werden Brigitte Tjimbawe und Philipp Weber zu Gast sein. Brigitte Tjimbawe hat sich nach dem Studium der EMW als Soundeditorin und Sounddesignerin selbstständig gemacht. Sie wird über die professionelle Arbeit im Bereich Sound und über ihre Erfahrungen als freiberufliche Einzelunternehmerin berichten. Philipp Weber arbeitet zur Zeit für für die Internationale Kurzfilmwoche Regensburg als Organisatorischer Leiter und wird aus seinem Werdegang und seiner aktuellen Arbeit berichten. Bitte bringen Sie Ihr Studienbuch zur Bestätigung der Teilnahme mit. Die Veranstaltung findet im Raum 1.09.204 (Haus 9, Neues Palais) statt wird von mir moderiert - wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und ihre Fragen an die Gäste.
 
   
Modul 13: Kolloquium
 
   
BA – Prüfungskolloquium

Dozenten: Prof. Dr. Jan Distelmeyer, PD Dr. Ulrich Richtmeyer
Termin: Dienstag, 14-16 Uhr
Ort: FHP D 116
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 13
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Kolloquium
Leistungspunkte: vgl. Abschlussmodul (StOrd 2015: 6 LP)
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Dieses Seminar ist als Diskussionsforum und Abschlusshilfe für alle gedacht, die an ihrer BA-Arbeit arbeiten. Wenn nicht alle Sitzungen mit der Besprechung konkreter Abschlussprojekte ausgefüllt sind, werden Sitzungen zu einem übergreifenden Thema ausgerichtet.

Zusätzliche Informationen:
Obligatorisch für alle, die im SoSe 2016 ihre BA-Arbeit anfertigen.